Anlegerinformation

zur aktuellen Situation

Das Jahr 2022 war bisher nichts für schlechte Nerven. Nach einem schwachen Beginn erhielten die Aktienkurse in Folge der Ukraine-Invasion einen weiteren Dämpfer. Hinzu kommen restriktive Notenbanken, die die Herausforderung an der Inflationsfront mehr oder weniger entschlossen bekämpfen. Die hohen globalen Inflationsraten und die damit verbundene globale Zinswende führten schließlich zu einer Rezessionsangst, die nun die Märkte dies- wie jenseits des Atlantiks bestimmt.

Unter einem sogenannten „Asset Crunch“ versteht man eine Kurskorrektur über viele Vermögensklassen hinweg. Eine solche breite Korrektur hält nun schon seit Jahresbeginn an. Damit stellt sich die Frage, ob wir uns mitten in einem großen Wandel am Kapitalmarkt befinden. Die Antwort hierauf lautet ja!

Seit 2008 wurde der Kapitalmarkt mit Geld überschwemmt, was dem Anleihen- und Aktienmarkt grundsätzlich Auftrieb verlieh. Nun lässt die drohende Ebbe (nach der Geldflut) sprichwörtlich „alle Boote auf Grund laufen“. Zudem sind die hohen Bewertungen bei den Coronaprofiteuren inzwischen abgebaut.  Da Kapitalmärkte immer die Zukunft in den aktuellen Kursen einkalkulieren, müsste schon einiges an „Zukunft“ inkl. einer ersten Rezessionsangst eingepreist sein. Was bleibt, ist die Frage ob wir nun tatsächlich in eine Rezession schlittern und wie stark diese eintrifft. Eine Antwort hierauf werden wir erst in etwa zwei bis drei Monaten haben, wenn Schätzungen durch tatsächliche Zahlen bestätigt oder revidiert werden.

Die Aktienmärkte dürften bei einer tatsächlich eintretenden Rezession um weitere 10 - 15 % korrigieren. Kommt es jedoch zu einer weichen konjunkturellen Landung oder bleibt eine Rezession sogar aus, kann dies zu einer schnellen Erholung am Kapitalmarkt führen. Beide Szenarien sind aus unserer Sicht kurzfristig wahrscheinlich. Aus diesem Grund sind wir in unserer Vermögensverwaltungsstrategie bei Aktien neutral ausgerichtet. Rohstoffe halten wir aufgrund der starken Preisentwicklung aktuell untergewichtet und bei Anleihen ergeben sich bei positiven Renditen momentan gute Chancen für langfristige Investments. Wie in den vergangenen Korrekturphasen gilt auch jetzt, keine Panikverkäufe zu tätigen und sich von kurzfristigem Schwankungsverhalten nicht in die Irre führen zu lassen.

Eine global und nachhaltig ausgerichtete aktive Investmentstrategie kann auch in solchen Phasen für ruhigere Verläufe sorgen. Eine Vermögensstruktur über Länder, Branchen und Anlageklassen hinweg ist noch immer der beste Schutz gegen Krisen, verlangt aber auch eine gewisse Disziplin.

Wir sind an Ihrer Seite und stehen Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße

Karl-Heinz Strube, CEFA, CIIA
Prokurist
Leiter Asset Management der Hypo Vorarlberg

Disclaimer: Hierbei handelt es sich um eine Marketingmitteilung im Sinne des Wertpapieraufsichtsgesetzes. Diese dient lediglich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung und umfassende Risikoaufklärung, noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Stand: Juni 2022.

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