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Kraftwerks- und Windkraft-Sparte machen Siemens zu schaffen

Die Kraftwerks- und die kürzlich fusionierte Windkraft-Sparte haben Siemens im vierten Quartal belastet. Das Ergebnis aus dem industriellen Geschäft ging deshalb um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zurück, wie der Industriekonzern am Donnerstag mitteilte. Siemens verfehlte damit die Erwartungen der von Reuters befragten Analysten deutlich.

In der Sparte Power & Gas brach das Ergebnis um 40 Prozent ein, Siemens Gamesa schrieb sogar Verlust. "Die meisten Geschäfte sind so stark wie nie", sagte Vorstandschef Joe Kaeser. "Dennoch haben wir in einzelnen Geschäften strukturelle Aufgaben zu bewältigen."

Der Siemens-Chef will den Elektrokonzern mit einem massiven Sparprogramm und weiteren Umbauschritten für die Zeit nach 2020 rüsten. Trotz Milliardengewinnen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 (30. September) kündigte Kaeser Kapazitätsanpassungen und "schmerzhafte Einschnitte", vor allem in der Kraftwerkssparte Power and Gas an.

Bei Umsetzung der Einschnitte denkt Siemens auch über die Verlagerung von Jobs an Standorte in strukturschwachen Regionen vor allem in Ostdeutschland nach. Zugleich will das Management an einer neuen Struktur für das Unternehmen arbeiten. Man habe verstanden, "dass Konglomerate alten Zuschnitts keine Zukunft haben", erklärte Kaeser.

Noch in diesem Geschäftsjahr sollen Entscheidungen fallen, wie Siemens besser für die industrielle Digitalisierung gerüstet werden kann. Bereits seit längerem wird erwartet, dass aus dem Elektrokonzern ein loser Verbund weitgehend eigenständigen Einzelunternehmen unter dem Dach einer Holding wird.

Quelle: © APA - Austria Presse Agentur eG. Alle Rechte vorbehalten.

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