Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

03.04.2020
OPEC vor Comeback?

Der Ölpreis reagiert auf Gerüchte, wonach Saudi-Arabien ein außerplanmäßiges Meeting mit der OPEC planen möchte. Möglicherweise wird das Treffen um Kanada und die USA erweitert und könnte alle Schwergewichte an einen Verhandlungstisch bringen. Vor etwa vier Wochen sind die Verhandlungen um Förderkürzungen noch gescheitert und haben einen Ölpreisschock herbeigeführt.

In den USA steht heute der US-Arbeitsmarktbericht für März auf der Agenda, gefolgt von dem ISM-Dienstleistungsindex. Der letztere könnte auf den niedrigsten Stand sei 11 Jahren absinken und damit auf einen vergleichbaren Wert aus der Finanzkrise 2008 zurückfallen. Die Aussagekraft des Lageberichts zum US-Arbeitsmarkt hingegen dürfte beschränkt sein.

02.04.2020
Ostern daheim

Viele Stimmen melden sich derzeit zu Wort, wann es zu einer Lockerung der aktuellen Maßnahmen kommen wird und wie diese aussehen könnten. In Deutschland ist beispielsweise eine Streckung der Krankheitsfälle erreicht worden und auch in unserem Nachbarland Italien scheint es zu einer Verbesserung der Lage zu kommen. Nach aktuellem Datenstand erreichte die Zahl der Neuinfektionen in Italien am 21. März ihren Höchststand und flacht seither leicht ab.

Die US-Konjunkturdaten in Gestalt des ISM Einkaufsmanagerindexes und Daten zur Beschäftigtenzahl in der Privatwirtschaft überraschten gestern zwar positiv, Aktien und Anleihemärkte ließen sich davon aber nicht aufmuntern. Der Ölpreis zog hingegen an, nachdem er zuvor ein neues Jahrestief markiert hatte.

01.04.2020
Neues Quartal, alte Sorgen

Ein wahnsinnig schwaches Quartal ging zu Ende. Der globale Aktienmarkt ist in vielen Indizes um mehr als 20% eingebrochen und auch die Anlageklasse Anleihen wurde in starke Mitleidenschaft gezogen. Nur wenige Assets kommen mit einem Pluszeichen aus dem Quartal. So legten zumindest Gold und Bundesanleihen leicht zu.

Knapp jeder fünfte Betrieb in Deutschland kündigte im März Kurzarbeit an. Die Zahl an Unternehmen mit Kurzarbeit ist auf 470.000 angestiegen. Die Lage am US-Arbeitsmarkt stellt sich ähnlich dramatisch dar. Die US-Arbeitslosenquote könne auf 9-15 Prozent im Laufe des Jahres anwachsen.

31.03.2020
Chinas Versuch von Normalisierung

China fährt die Produktion wieder hoch. Allerdings nur langsam, um die Gefahr einer zweiten Infektionswelle abzuschwächen. Die drakonischen Maßnahmen aus Abriegelung und digitalen Kontrollen scheint Früchte getragen zu haben. Trotzdem ist die Exportwirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen worden und wird Monate brauchen, um sich zu erholen.

Heute erwarten uns Arbeitsmarktdaten aus Deutschland, welche zum Stichtag 12. März erhoben wurden. Die Anträge auf Kurzarbeit dürften zu diesem Zeitpunkt schon deutlich angestiegen sein. Kurzarbeit findet verstärkt in den Branchen Transport, Logistik, Hotel- und Gastgewerbe sowie dem Tourismus statt.

30.03.2020
Wuhan, Bergamo, New York, New Orleans

Seit Donnerstag ist bekannt, dass es keine Corona-Bonds in Frankreich, Italien und Spanien zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen geben wird. Damit ist eine Diskussion um eine mögliche Vergemeinschaftung von Schulden in der Europäischen Union entbrannt. Die jeweiligen Finanzminister sind beauftragt, binnen 14 Tagen nach Alternative zu suchen.

Trotz der bereits absolut sehr hohen Zahl an Infizierten dürfte den Vereinigten Staaten noch viel Schlimmeres bevorstehen, sobald sich Corona stärker in die Fläche ausbreitet. Bislang konzentrierte sich die Corona Krise auf New York, inzwischen kommen weitere Bundesstaaten hinzu. Die Lage wird ernst und könnte Experten zufolge in den USA bis zu 100.000 Todesopfer fordern.

27.03.2020
USA haben nun die meisten Corona-Fälle

Den internationalen Aktienmärkten ist eine Woche der Stabilisierung gelungen. Der DAX beendete den Handelstag oberhalb der 10.000er Marke. Nichtsdestotrotz breitet sich die Coronavirus-Epidemie weiter aus. In den USA kamen alleine gestern 17 Tsd. neu infizierte Fälle dazu. Der US-Arbeitsmarkt ist in einer dramatischen Lage. In dieser Woche sind bereits über 3,2 Mio. Anträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt worden.

Der deutsche Traditionskonzern Bosch gab gestern bekannt einen Covid-19-Schnelltest entwickelt zu haben, welcher in weniger als 2,5 Stunden eine Corona-Infektion verlässlich feststellt. Der Test könnte in Deutschland bereits im April verfügbar sein.

26.03.2020
Finanzielle Rettungspakete gegen Corona

Die Erholung an den Aktienmärkten setzte sich bis Mitte der Woche fort. Investoren schöpfen neuen Mut, nachdem die US-Regierung und die FED Rettungspakete beschlossen haben. Auch hierzulande sind Staatsbeteiligungen und Hilfsmaßnahmen in großem Umfang geplant. Die Schuldenbremse ist in vielen europäischen Ländern aktuell ausgesetzt.

Einige große Unternehmen wie beispielsweise Bertelsmann, Carrefour oder Heineken nutzen das Marktumfeld und emittieren Anleihen. Die Nachfrage scheint hoch zu sein und die Rahmenbedingungen zur Kapitalbeschaffungen stehen gut. Auch Banken dürften in dieser Woche wieder als Emittent aktiv werden.

25.03.2020
Euroländer im Rezessionsmodus

Der Markit-Einkaufsmanagerindex für den Euroraum ist im März auf Grund der Corona-Krise auf 31,4 Punkte abgestürzt (Februar 51,6 Punkte). Besonders schwer wurde der Dienstleistungssektor getroffen. Der Teilindex fiel auf 28,4 Punkte, was dem tiefsten Stand seit Beginn der Umfrage im Jahr 1998 entspricht. Hingegen konnte die Industrie ein stabileres Ergebnis in den Umfragen erzielen.

Die schlechten Konjunkturdaten waren im Aktienmarkt wohl schon eingepreist. Die Kurse kletterten gestern weltweit kräftig nach oben. Der wichtige deutsche Leitindex DAX und der große Dow Jones schlossen mit zweistelligen Renditen den Tag ab. Für den US-Index war es der höchste Tagesgewinn seit dem Jahr 1933.

24.03.2020
Warten auf das US-Rettungspaket

Die US-Regierung möchte ein Hilfspaket in Höhe von knapp 2 Billionen US-Dollar auf den Weg bringen. Am Sonntag war das Rettungspaket noch am Widerstand der Demokraten gescheitert. Die Gespräche werden jedoch weitergeführt. Die Märkte zeigten sich am Montag noch enttäuscht, konnten sich im Laufe des Tages aber stabilisieren. Die US-Notenbank gab bekannt, Anleihen in unbegrenzter Höhe kaufen zu wollen.

Die Kapitalmarktteilnehmer warten heute mit Spannung auf die Veröffentlichung der Markit Einkaufsmanagerindizes für verschiedene Staaten. Die Indizes dürften die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen und eine Tendenz für die Zukunft aufzeigen. Außerdem wurden Ausgangssperren in Washington und UK verhängt.

23.03.2020
Was taugt der deutsche Corona-Weg?

Die am Sonntag verhängten Maßnahmen gleichen den der österreichischen Regierung. Die Reduzierung der sozialen Kontakte und gewisse Einschränkungen in der Öffentlichkeit sollen die Ausbreitung des Virus in Deutschland verlangsamen. Gemäß Aussagen des Robert-Koch-Institut kann mit einem Impfstoff frühstens ab Herbst 2020 gerechnet werden, jedoch ist Frühjahr 2021 wahrscheinlicher.

Der Mittelstand und manche Großunternehmen zeigen sich solidarisch. Mit der Herstellung von Atemmasken und Desinfektionsmitteln versuchen einige Unternehmen einen Teil zur Pandemiebekämpfung beizutragen. Es ist davon auszugehen, dass die Märkte auch in dieser Woche hochvolatil bleiben. Spannend wird die weitere Entwicklung in den USA zu beobachten sein, denn dort hinkt der Pandemiezyklus noch 1-2 Wochen hinterher.

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Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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