Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

24.05.2019
Schicksalstage für Europa, May & die Welt

Der deutsche Konjunkturmotor gerät ins Stocken. Einige exportorientiere deutsche Firmen sind mit großen Unsicherheiten konfrontiert. Der ifo-Geschäftsklimaindex gab erneut ab. Die Geschäftserwartungen für die kommenden Monate bleiben getrübt.

Die Investorenstimmung ist durch den Handelskonflikt weiter gedrückt. Es gibt Spekulationen, dass die US-Regierung ihre Sanktionen ausweiten könnte. Die anhaltenden Gespräche zwischen den beiden größten Volkswirtschaften gestalten sich schwierig.

23.05.2019
Die Fed und die Politik der ruhigen Hand

Aus den gestern veröffentlichten Protokollen der jüngsten Fed-Sitzung geht hervor, dass die Währungshüter derzeit keine Eile haben, an der Zinsschraube zu drehen, weder nach unten noch nach oben. Bis dato dürfte sich die Fed noch für geraume Zeit in Geduld üben.

Für Aufmerksamkeit dürften aufgekommene Gerüchte um einen Rücktritt der britischen Premierministern Theresa May sorgen. Gestern trat eine weitere Ministerin ihres Kabinetts aufgrund von Differenzen über Mays Brexit-Kurs zurück. Die Rücktrittsforderungen auch aus den eigenen Reihen werden lauter. Nach der Europawahl könnte es soweit sein.

22.05.2019
Mays vierter und vermutlich letzter Versuch

Eine Lockerung der Sanktionen gegen Huawei sorgte für eine vorsichtig positive Stimmung bei den Anlegern. Das US-Handelsministerium hat eine auf 90 Tage befristete Lizenz für US-Exporte an Huawei ausgesprochen. Bei Technologieaktien setzte daraufhin eine Erholung ein.

Wie hoch sind die Erfolgschancen für Mays vierten Versuch? Wohl sehr gering – zwei wesentliche Änderungen sind in den Austrittsdeal eingearbeitet worden. Ob das ausreicht, um eine Mehrheit zu erzielen, bleibt mit Vorsicht zu genießen.

21.05.2019
Handelskonflikt und Wahlen machen Kurse

Die europäischen Aktienmärkte sind gestern unter Druck geraten. Die beiden Hauptindizes DAX und Euro Stoxx 50 verloren im gestrigen Handel mehr als eineinhalb Prozent und gaben somit ihre Kursgewinne aus der vergangenen Woche fast wieder komplett ab.

Indiens Ministerpräsident Narendra Modi kann weitermachen und lässt Indiens Anleger aufatmen. Seit Freitag stieg Indiens Aktienindex (BSE-Index) um gut 5% an. Ebenfalls legte die Indische Rupie zu.

20.05.2019
Autobauer erhalten Galgenfrist

Europas Autobauer bleiben im Visier der US-Regierung. Vorerst kann diesbezüglich jedoch Entwarnung gegeben werden, denn die US-Regierung hat ihre Entscheidung über angedrohte Importzölle um bis zu sechs Monate verschoben.

Leittragend sind vor allem die US-Farmer, welche die Auswirkungen des Handelskonflikts besonders zu spüren bekommen. Im Zuge dessen ist der Preis für Soja auf den tiefsten Stand seit elf Jahren gesunken – 7,81 US-Dollar kostet ein Bushel Soja, das entspricht einem Preisverfall von 22%.

17.05.2019
DAX, US-Dollar, Brent & Co.

Die Stimmung bleibt fragil. In den USA sind die Daten über die Anzahl der Baubeginne (April) positiv ausgefallen. Der so wichtige Bausektor hat für viele Anleger eine hohe Relevanz und stützte die Aktienmärkte im gestrigen Handel.  

Die Kritik um Premierministerin Theresa May reißt nicht ab. Jetzt bringt sich Ex-Außenminister Boris Johnson als Nachfolger ins Spiel und positioniert sich vor einem möglichen erneuten Misstrauensvotum. May wird für das Versagen der Regierung verantwortlich gemacht. Ob ihre Person weiterhin tragbar ist bleibt fraglich.

16.05.2019
Trump und May: Fast kein Tag ohne sie

Die deutsche Volkswirtschaft zeigt sich robuster als erwartet, mit 0,4% zum Vorquartal legte die Wirtschaftsleistung in den ersten drei Monaten des Jahres zu. Zurückzuführen ist das Ergebnis vorwiegend auf die Inlandsnachfrage bei Bauten und Ausrüstungen.

Die Autobauer dürfen weiter hoffen. Trump ließ durchblicken, dass er seine Entscheidung hinsichtlich höherer Zölle für Autos bis zu einem halben Jahr hinauszögern möchte. Besonders der europäische Markt profitierte von dieser Nachricht und legte am Nachmittag zu.

15.05.2019
Hoffentlich nur ein Krieg der Worte

In Saudi-Arabien sind zwei Ölpumpstationen von bewaffneten Drohnen angegriffen worden. Aus Sicherheitsgründen wurde der Betrieb der Pipeline eingestellt. Wer hinter den Anschlägen steckt ist unklar. In diesem Zuge verteuerte sich die Rohölsorte Brent um knapp zwei Prozent.

Der ZEW-Konjunkturindikator für Deutschland sank im Mai entgegen den Erwartungen um 5,2 Punkte. Der Rückgang der Konjunkturerwartungen zeigt, dass die Finanzmarktexperten für die nächsten sechs Monate weiterhin von einem verhaltenen Wirtschaftswachstum in Deutschland ausgehen.

14.05.2019
China schlägt zurück

Der Handelskonflikt erreicht eine neue Dimension. China konterte die USA und kündigte ebenfalls Strafzölle auf zusätzliche US-Importgüter im Volumen von USD 60 Mrd. an. Darüber hinaus plant China einen Einkaufsstopp für Agrarprodukte in den USA und droht bei einer weiteren Eskalation amerikanische Staatsanleihen auf den Markt zu werfen.

Im Blickpunkt stehen am heutigen Tag die Veröffentlichung der Verbraucherpreise für den Monat April und der ZEW-Indikator, welcher die wichtigsten Einschätzungen und Prognosen von bis zu 300 Analysten wiederspiegelt. Der Frühindikator wird nach sechs Anstiegen in Folge etwa fünf Indexpunkte tiefer erwartet.

13.05.2019
Trump irrlichtert

An den Kapitalmärkten fielen die Reaktionen auf vorerst gescheiterte Verhandlungen relativ verhalten aus. Trump verlautbarte auf Twitter, dass es grundsätzlich keinen Grund zur Eile gebe und die Maßnahme den USA zusätzliche Einnahmen einbringe. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen im weiteren Verlauf ergriffen werden könnten.

Für den deutschen Leitindex (DAX) und dessen Automobilhersteller steht diese Woche einiges auf dem Spiel. Auf der Agenda steht seitens der US-Regierung die Entscheidung an, ob nun auch Strafzölle auf US-Automobilimporte aus europäischer Produktion verhängt werden.

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Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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