Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

13.12.2018
Aktienmärkte setzen Erholung fort

Einer Nachrichtenagentur zufolge fanden in den vergangenen Monaten Gespräche unter anderem zwischen dem Chef der Deutschen Bank und Finanzminister Scholz statt mit dem Ziel, eine mögliche Fusion mit der Commerzbank von staatlicher Seite zu erleichtern. Die Aktienkurse beider Häuser kletterten vor diesem Hintergrund gestern um knapp 6 %. In Frankfurt setzte der Dax gestern seine Erholung mit einem Plus von 1,4 % fort und schloss bei 10.929 Punkten. Der Dow Jones beendete den Tag mit einem Plus von 0,64 % auf 24.527 Punkten. Auch der Nasdaq ging mit einem Plus von 0,95 % bei 7.098 Stellen aus dem Handel. Die asiatischen Börsen notieren heute früh ein gutes Prozent höher.

Das Misstrauensvotum gegen die Premierministerin May ist gescheitert. Die britische Premierministerin hat zumindest insofern nun erst einmal Ruhe, als dass sie aus ihrer eigenen Partei heraus in den nächsten zwölf Monaten nicht noch einmal herausgefordert werden kann. Gleichwohl machte sie das Zugeständnis, dass sie für keine weitere Legislaturperiode kandidieren werde.

12.12.2018
Hoffnung im Zollstreit

Nach fünf Verlusttagen in Folge legte der Dax gestern deutlich mehr als ein Prozent zu und ging bei 10.780 Punkten aus dem Handel. Laut Nachrichtenagenturen, gibt es weitere Verhandlungen zur Lösung des Handelskonflikts mit USA und China. Zudem plane China, die Senkung der Zölle auf Importautos aus den USA auf 15 % von 40 %. Gegen den Trend brachen die Hornbach-Aktien nach einem enttäuschenden dritten Quartal und der Reduktion des Gesamtjahresgewinnziels um über 15 % ein, die Holding erreichte dabei ein neues Rekordtief.

Amerikanische Aktienanleger konnten sich der europäischen Euphorie nicht anschließen und die führenden US-Aktienindizes kamen etwas zurück. Der Dow Jones ging 0,2 % schwächer bei 24.370 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq dagegen stieg um 0,2 % auf knapp 7.032 Zähler. US-Präsident Trump drohte im Streit mit den Demokraten über die Finanzierung der von seinen Republikanern geplanten Mauer an der Grenze zu Mexiko mit einem Regierungsstillstand.

11.12.2018
No Exit today

Die britische Regierungschefin Theresa May hat gestern überraschend die für heute terminierte Parlamentsabstimmung über die Brexit-Vereinbarung mit der EU auf unbekannte Zeit verschoben. Dies erzeugte Unsicherheit am Devisenmarkt und verschreckte die Anleger. Daraufhin verlor das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar wie auch zum Euro ca. 1,5 % an Wert.

Der deutsche Aktienmarkt startet mit einem deutlichen Minus in die 50. Kalenderwoche des Jahres. Der Dax 1,5 % im Minus bei 10.622 Punkten. Analysiert man die Kursreihe des Dax-Index und seiner Vorläuferindizes, kann man ein statistisches Marktphänomen erkennen. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit bilden die ersten beiden Dezemberwochen eine Schwächephase aus, welche in der Vergangenheit in fast 80 % aller Ereignisse zu einer positiven Entwicklung zu Weihnachten bzw. über den Jahreswechsel führte. Der Dow Jones schloss bei 24.423 Punkten 0,14 % im Plus. Der Nasdaq gewann 0,74 % und schloss bei 7.020 Punkten.

10.12.2018
Keine Festtagsstimmung an den Märkten

Die vergangene Woche ist denkwürdig zu Ende gegangen. So hat die US-Volkswirtschaft mit 155 Tsd. neu geschaffenen Stellen im November einige Marktbeobachter enttäuscht. Zudem hat die Furcht vor einer Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China die Wall Street zum Wochenausklang wieder fest in den Griff bekommen. Der Dow-Jones-Index ging mit einem Minus von 2,2 % auf 24.388 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq gab 3,1 % auf 6.969 Stellen nach. Auf dieser Seite des Atlantiks hat die CDU mit Annegret Kramp-Karrenbauer eine neue Vorsitzende als Nachfolgerin für Angela Merkel gefunden. Derweil ist in Belgien die dortige Regierung zerbrochen. Der Dax schloss am Freitag 0,2 % im Minus bei 10.788,09 Punkten.

Bis Weihnachten stehen noch ein paar Ereignisse auf dem Kalender. Die letzten geldpolitischen Entscheidungen der Fed und der EZB für dieses Jahr stehen noch aus. Bis dahin wird sich die Aufmerksamkeit wohl auf den Brexit verlagern. Für morgen ist die zentrale Brexit-Abstimmung des britischen Unterhauses anberaumt.

07.12.2018
Neue Eskalation im Handelsstreit?

Die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Elektronikkonzerns Huawei, Meng Wanzhou, in Kanada verunsicherte die Kapitalmärkte massiv. Der Dax verlor über 3% an Wert und schloss bei nur noch etwas über 10.800 Punkten. Dem Huawei-Konzern werden seitens der USA und anderer Ländern u.a. Verstöße gegen Iran-Sanktionen sowie Spionage im Auftrag des chinesischen Staates vorgeworfen. Der Dow Jones schloss den Handel mit einem Minus von 0,3 % und fiel auf 24.947 Punkten. Der Nasdaq reagierte positiv und kam auf 7188 Punkte.

Das OPEC Treffen, welches noch keine Ergebnisse lieferte, führte zu einem Preisrückgang bei der Sorte Brent. Im Gespräch war zuletzt wohl eine Förderkürzung von 1 mbpd. Dabei war jedoch noch unklar, inwiefern Russland sich einer möglichen Drosselung des Outputs anschließt. Die asiatischen Aktienmärkte haben nach einer Verlustserie wieder leicht im Plus geschlossen. Der Nikkei schloss den gestrigen Handel positiv und legte auf 21.678 Punkte zu, jedoch wird heute ein unruhiger Handelstag erwartet.

06.12.2018
11.000-Punkte-Marke in Reichweite

Am gestrigen Mittwoch war anlässlich des Todes von George H.W. Bush ein Feiertag anberaumt, weswegen die US-Börsen geschlossen blieben. Hierzulande hielten sich die Verluste des Dax in Grenzen und schloss 1,2 % im Minus bei 11.200 Punkten. Auch weil das Treffen der Automanager mit US-Präsident Trump dem Vernehmen nach konstruktiv verlaufen war. Man hofft, um die angedrohte Erhöhung der Autozölle auf 25 % herum zu kommen. Heute drohen allerdings weitere Verluste, nach tiefroten Vorgaben aus Asien. Die Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei in Kanada schürte Befürchtungen. Die Spannungen zwischen China und USA könnten weiter angeheizt werden.

Nach dem ungebremsten Rückgang der Ölpreise seit Anfang Oktober (Brent gab in der Spitze um über 30 % nach) versucht das Kartell, mit Unterstützung von Russland und weiterer Staaten, die tägliche Fördermenge markant zu reduzieren, um dem Angebotsüberschuss zu begegnen und damit den Preis wieder zu stabilisieren.

05.12.2018
Optimistische Autobauer

Wachsende Zweifel an einer endgültigen Lösung des Zollkonflikts zwischen den USA und China haben gestern an den Aktienmärkten für Abschläge gesorgt. An der Wall Street ging der Dow Jones 3,1 % tiefer bei 25.027 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq rutschte 3,8 % ins Minus auf 7.158 Zähler. Auch der Dax gab einen Teil der Gewinne vom Wochenanfang wieder ab und fiel um 1 % auf 11.335 Punkte. Immerhin hielten sich die Kursverluste in Asien heute Morgen in Grenzen. Bewegung könnte es heute bei den Automobilwerten geben.

Die deutschen Autohersteller VW, Daimler und BMW wollen mit Investitionen in den USA Autozölle für US-Importe aus Europa verhindern. Nach einem Treffen der drei Unternehmen mit US-Präsident Trump im Weißen Haus stellte VW-Chef Diess eine Partnerschaft mit dem US-Autobauer Ford in Aussicht und zeigte sich optimistisch, dass die angedrohten Strafzölle auf Autoimporte aus der EU von bis zu 25 % abgewendet werden können. Aus den USA ist heute nicht mit Impulsen zu rechnen, da die Wall Street zum Gedenken an den verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George Bush Senior geschlossen bleibt.

04.12.2018
Märkte reagieren mit Erleichterung

Nachdem die großen zwei, USA und China, sich auf einen Burgfrieden am Rande des G20-Gipfels verständigt hatten, reagierten die Märkte für Risikopapiere erst einmal mit deutlicher Erleichterung. In den USA schloss der Dow Jones 1,1 % höher auf 25.826 Punkten. Der Nasdaq erhöhte sich um 1,5 % auf 7.441 Punkte. Vor allem die im Laufe des Jahres stark geprügelten Auto-Aktien, Chip-Hersteller mit starkem China-Exposure sowie generell Zykliker waren besonders gefragt. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte angekündigt, dass China kurzfristig seine Zölle auf US-Autos in Höhe von 40 % streichen werde sowie die Straftarife auf US-Agrarprodukte zurücknehmen werde.

In Europa ging es noch steiler bergauf. Der autolastige Dax legte 1,9 % auf 11.465 Punkte zu. Der Öl-Preis schoss im Zuge von Spekulationen auf eine Fördermengendrosselung beim nahenden OPEC-Treffen zeitweise um über 5 % nach oben auf 62,2 USD je Barrel. Der US-Dollar tendierte etwas schwächer bei 1,1385 EUR/USD.

03.12.2018
Vom G20 zum Autogipfel

Donald Trump und sein chinesischer Widerpart Xi Jinping schlossen am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires eine Art Burgfrieden. Also eine Vereinbarung, sich eine bestimmte Zeit lang nicht zu bekämpfen. Grundsätzlich darf die Vereinbarung schon als Erfolg gewertet werden. China soll den USA nun zeigen, dass es dazu bereit ist, selbst deutlich mehr US-Produkte zu importieren, um die zwischen den beiden Staaten bestehende Defizitlücke zu schließen. Für morgen steht ein weiteres Schicksalstreffen auf der Agenda, wenn die Bosse von BMW, Daimler und VW in einem Gespräch mit Trump versuchen werden, die angedrohten Strafzölle auf deutsche Autos noch zu verhindern. Für den Dax wäre dies von großer Bedeutung. Schließlich machen die vier Autowerte, inklusive Conti, satte 24 % am für 2019 prognostizierten Dax-Gewinn aus. Verflechtungen mit anderen Sektoren sind hier noch nicht eingerechnet.

Der Dow Jones schloss 0,8 % höher auf 25.538 Punkten. Der Nasdaq verbesserte sich um 0,8 % auf 7.330 Punkte. In Frankfurt ging der Dax bei 11.257 Zählern 0,4 % niedriger aus dem Handel.

30.11.2018
Anleger im Bann des G20-Gipfels

Im Fokus des G20-Treffens steht einzig und allein die am Rande des Treffens geplante Zusammenkunft zwischen Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Falls diese beiden den seit vielen Monaten schwelenden Handelsstreit für beendet erklären sollten, wäre an den Aktienmärkten wohl Jubelstimmung angesagt. Das bislang verkorkste Aktienjahr würde dann aller Wahrscheinlichkeit doch noch versöhnlich ausklingen. Sollte das Treffen hingegen im Desaster enden und damit noch mehr Öl ins ohnehin schon lodernde Feuer gegossen werden, dürften die Märkte nur eine Richtung kennen, nämlich nach unten. Gut möglich, dass die Zusammenkunft allerdings mit einem Ergebnis endet, welches von den Anlegern bei genauer Betrachtung als weder Fisch noch Fleisch empfunden werden dürfte. Kurzfristig wäre das für die Aktienmärkte in der Tendenz zwar wohl auch positiv.

Der Dow Jones gab 0,1 % auf 25.338 Punkten nach. Der Nasdaq verringerte sich um 0,3 % auf 7.273 Punkte. In Frankfurt ging der Dax bei 11.298 Punkten nahezu unverändert aus dem Handel.

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Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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