Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

18.03.2019
Brexit und kein Ende

Eine neue Woche beginnt, und Premier May will das Unterhaus in London über den Brexit abstimmen lassen. Für übermorgen ist eine weitere Abstimmung im Parlament des sehr uneinigen Königreichs vorgesehen. Alles andere als eine weitere Niederlage für Theresa May wäre eine faustdicke Überraschung. Entsprechend haben Englands Handelsminister Fox und sein Finanzministerkollege Hammond dieses Wochenende zu Protokoll gegeben, einer weiteren Niederlage im Parlament zögen sie eine Absage der Abstimmung vor. Wenn der ausgehandelte Brexit-Vertrag im Unterhaus erneut durchfiele, müsste der anstehende EU-Gipfel Donnerstag und Freitag eigentlich einen Brexit-Aufschub beschließen, um einen "Harten Brexit" zu vermeiden.

Der Dow Jones verbesserte sich um 0,5 % auf 25.848 Punkte. Der Nasdaq ging 0,8 % höher bei 7.688 Punkten aus dem Handel. Der DAX schloss 0,8 % höher bei 11.685 Punkte.

15.03.2019
3. Akt des Brexit-Dramas

Der Aufzug zum 3.Akt in der Brexit-Tragödie erfolgte gestern Abend, als das britische Unterhaus Theresa May mit überwältigender Mehrheit den Auftrag erteilte, eine Verschiebung des Austrittstermins nach Artikel 50 des Vertrages der EU in Brüssel über den 29. März hinaus zu beantragen. Ein zweites Referendum über den Austritt Großbritanniens aus der EU wurde von Abgeordneten zuvor abgelehnt. EU-Ratspräsident Donald Tusk signalisierte seine Bereitschaft bei den EU-Staatschefs für eine ausgedehnte Fristverlängerung zu werben.

Zudem geht es heute um die Bonitätseinstufung italienischer Staatspapiere, welche heute von der Ratingagentur Moody`s zur Überprüfung anstehen. Sollte Moody`s heute den Daumen senken, verliert Italien die Eingruppierung in die Kategorie Investmentgrade und würde in der Bonitätstabelle dann eine Stufe tiefer in der gleichen Rubrik wie Namibia, der Oman oder Marokko geführt werden. Gestern blieb der Dow Jones unverändert mit 25.710 Punkten. Der Nasdaq verlor 0,2 % auf 7.631 Zähler. Der Dax ging 0,1 % höher bei 11.587 Punkten aus dem Handel.

14.03.2019
Britisches Unterhaus schließt Hard Brexit aus

Am gestrigen Mittwoch hat das britische Unterhaus darüber abgestimmt, ob das Vereinigte Königreich Ende März 2019 ohne Austrittsabkommen aus der Europäischen Union ausscheiden soll. Die britischen Volksvertreter haben diese Option mit 321 zu 278 Stimmen abgelehnt. Nach der Abstimmung gestern steht heute schon das nächste Votum an! Dieses Mal geht es darum, ob die Regierung eine Verlängerung des Austrittsdatums nach Artikel 50 des Vertrages über die Europäische Union stellen soll. Eine etwaige Verlängerung des Austrittsdatums könnte nach herrschender Meinung jedoch nur wenige Monate betragen. Andernfalls müsste das Vereinigte Königreich an der stattfindenden Wahl zum Europäischen Parlament teilnehmen, was den britischen Wählern vermutlich nur sehr schwer zu vermitteln wäre.

Der Dow Jones ging 0,7 % fester bei 25.702 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq schloss 0,7 % höher bei 7.643 Punkten. Der DAX kletterte 0,4 % höher auf 11.572 Punkte.

13.03.2019
May krachend gescheitert

Im Januar lehnten die Abgeordneten des britischen Unterhauses den mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag mit großer Mehrheit ab. Stein des Anstoßes war dabei die Backstop genannte Notfallregelung, welche verhindern soll, dass es nach dem Brexit zu einer neuen harten Grenze zwischen der Republik Irland und dem, zum Vereinigten Königreich gehörenden, Nordirland kommt. Gestern ließ Premierministerin Theresa May erneut über das Abkommen abstimmen. Weil die Abstimmung abermals krachend scheiterte, steht für heute bereits die nächste auf der Agenda. Nun soll das Unterhaus darüber befinden, ob das Vereinigte Königreich die EU am 29. März ohne Vertrag verlassen soll.

Der Dow Jones schloss 0,4 % im Minus bei 25.555 Punkten. Der Nasdaq sank um 0,4 % auf 7.591 Punkte. Der DAX ging 0,2 % tiefer bei 11.524 Punkten aus dem Handel. Für heute stehen die Januarzahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone auf der Agenda.

12.03.2019
Britisches Parlament vor Abstimmungsmarathon

Ab heute steht an der politischen Front das Thema Brexit im Vordergrund. Das britische Parlament sieht sich einem bis zu dreitägigen Abstimmungsmarathon gegenüber. Heute geht es zunächst um den von der Premierministerin und der EU ausgehandelten Ausstiegsvertrag. Sollte dieser von den Abgeordneten abgelehnt werden, ist am Mittwoch eine Abstimmung darüber geplant, ob Großbritannien am 29. März ohne Abkommen aus der EU austritt. Wird auch dies abgelehnt, soll am Donnerstag darüber abgestimmt werden, ob der Austrittstermin verschoben werden soll. Durch Mays Konzessionen an den europafreundlichen Teil der Parlamentarier scheint der unmittelbare Sturz ins Chaos eines harten Brexit so gut wie abgewendet.

Der Dow Jones verbesserte sich um 0,8 % auf 25.650 Punkte. Der Nasdaq legte um 2 % auf 7.558 Punkte zu. Der DAX schloss 0,75 % höher bei 11.543 Punkten. Die US-Einzelhändler konnten ihren Umsatz im Januar nach dem starken Einbruch Ende 2018 um 0,2 % steigern.

11.03.2019
Geht der Börsenrally die Puste aus?

Die US-Aktienmärkte gaben am Freitag den fünften Tag in Folge nach. Am Freitag belastete der schwache US-Arbeitsmarktbericht die Märkte. Der Chef der US-Zentralbank Powell deutete am Wochenende an, dass der weitere Bilanzsummenabbau sehr vorsichtig gestaltet werden wird, um die Stabilität der Finanzmärkte nicht zu gefährden. Einige Marktteilnehmer erwarten bereits Ende nächster Woche eine Ankündigung seitens der Fed, den Bilanzsummenabbau zu stoppen. Der Dow Jones ging 0,1 % tiefer auf 25.450 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq schloss 0,2 % tiefer bei 7.408 Punkten. Der DAX verringerte sich um 0,5 % auf 11.457 Punkte.

Heute Nachmittag steht in den USA die Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze an. Nach einem Rückgang zuletzt um 1,2 % wird nun ein unveränderter Wert zum Vormonat erwartet. Am Dienstag richten sich alle Blicke auf die Brexit-Abstimmung im britischen Parlament. Nach einem Bericht der Times befürchten Unterstützer von Premierministerin May, dass Mays Deal noch deutlicher als beim letzten Versuch abgeschmettert werden könnte.

08.03.2019
Negative Konjunktursicht überwiegt

Im Nachgang der EZB-Sitzung wertete der Euro auf unter 1,12 US-Dollar ab. Die Aktienmärkte reagierten letztlich verschnupft aufgrund des eingetrübten Konjunkturausblicks. Seit Jahresanfang hat der Dax schon fast 1.300 Punkte oder 9 % zugelegt. Auch in der vergangenen Börsenwoche gaben Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China den Börsen in Europa einen neuen Schub.

Bis zum Sommer könnte die Aufwärtsbewegung durchaus noch anhalten, auch wenn die Luft angesichts einiger Rückschlagsrisiken wie etwa dem Brexit oder einem etwaigen Zollstreit zwischen den USA und Europa zunehmend dünner wird. Auch die Bewertungsseite mahnt zu mehr Vorsicht, denn mit einem KGV von 12,8 auf Basis der Gewinne für 2019 und weiter drohenden Abwärtsrevisionen bleibt kaum mehr Spielraum nach oben. Nicht zuletzt sind die niedrigen Volatilitäten eher als negatives Signal zu werten. Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,8 % auf 25.471 Punkten. Der Nasdaq gab 1,1 % auf 7.241 Stellen nach. Auch der Dax in Frankfurt schloss im Minus bei 11.517 Punkten.

07.03.2019
OECD senkt Prognose

Die Serie der Prognosesenkungen hinsichtlich der globalen wirtschaftlichen Entwicklung reißt noch nicht ab. Gestern kappte die OECD ihre Erwartung für das Weltwirtschaftswachstum im laufenden Jahr von 3,5 % auf 3,3 %. Es ist vor allem der Euroraum, für den die Organisation bei ihrem Prognose-Update kräftig den Rotstift ansetzte. Die alte Prognose von 1,8 % wurde auf 1,0 % revidiert. Vor allem Handelsstreitigkeiten und politische Unsicherheit macht die OECD für ihren gestiegenen Pessimismus verantwortlich. An die Adresse der EZB gerichtet gab die OECD die Empfehlung, noch für längere Zeit niedrige Zinsen zu signalisieren. Der Dow Jones ging 0,5 % tiefer bei 25.673 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq schloss 0,9 % tiefer bei 7505 Punkten. Der DAX verringerte sich um 0,3 % auf 11.587 Punkte.

Heute richtet sich der Blick der Marktteilnehmer nach Frankfurt, wenn um 14:30 Uhr EZB-Chef Mario Draghi vor die Mikrofone tritt.

06.03.2019
Bonds interessanter als Aktien

Die Unsicherheiten über das Wirtschaftswachstum, den Brexit, den Zollstreit sowie gemischt ausgefallene Unternehmensergebnisse ließen Aktien gestern seitwärts tendieren. Dagegen kamen Bond-Anleger auf ihre Kosten. Die seit rund einem Jahrzehnt erste zehnjährige Staatsanleihe Griechenlands stieß bei Investoren auf großes Interesse, berichtete der Nachrichtendienst Reuters. Der Dow Jones ging 0,1 % tiefer bei 25.806 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq stagnierte bei 7.576 Punkten. Der DAX schloss 0,2 % höher bei 11.620 Punkten.

Der Ölpreis tendierte gestern unter Schwankungen seitwärts. Für Preisdruck sorgten Risse im globalen Konjunkturbild, nachdem das offizielle 2019er-BIP-Wachstumsziel für China auf 6,0-6,5 % gesenkt wurde. In nächster Zeit sind starke Preisrückgänge aufgrund der Sanktionen gegen Venezuela und der angekündigten OPEC-Förderkürzungen tendenziell nicht zu erwarten.

05.03.2019
Peking stellt Weichen

Heute begann der jährliche Nationale Volkskongress in Peking. Regierungschef Li Keqiang verkündete zum Auftakt, dass die chinesische Wirtschaft zwischen 6 % und 6,5 % wachsen soll. Der Verteidigungshaushalt soll mit +7,5 % dabei überdurchschnittlich aufgestockt werden. Als weiteren Konjunkturstimulus verkündete er zudem eine Senkung der Mehrwertsteuer von 16 % auf 13 %. In einigen Bereichen wie Transport und Bauwesen soll der Satz von 10 % auf 9 % sinken. Li versprach zudem mehr Marktzugang und Reformen. Ausländische Unternehmen sollten in mehr Bereichen als bisher Geschäfte machen können und auch der Finanzmarkt soll weiter geöffnet werden.

Der Dow Jones gab 0,8 % auf 25.819 Punkte nach. Der Nasdaq schloss 0,2 % tiefer bei 7.577 Punkten. Der DAX verringerte sich um 0,1 % auf 11.592 Punkte.

vorherige Seite nächste Seite

Rechtshinweis

Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Newsletter

Die wichtigsten Entwicklungen an Börsen & Märkten:



Hypo Anlegermagazin Am Puls