Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

18.06.2018
Handelsstreit geht in die Verlängerung

Die Eskalation des internationalen Handelsstreits drückte an den Aktienmärkten zu Wochenschluss auf die Stimmung. Donald Trump machte ernst und verhängte gegen China Strafzölle auf Waren im Wert von 50 Mrd. US-Dollar. Die Zölle werden vom 6. Juli an fällig. Als Reaktion hierauf kündigte Peking ebenfalls ab 6. Juli Vergeltungszölle auf amerikanische Waren an. Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 0,3% auf 25.090 Punkte.

Auch der DAX verabschiedete sich mit einem Minus von 0,7% ins Wochenende. Die Länder der Europäischen Union beschlossen bereits am Donnerstagabend auf die US-Importzölle mit eigenen Zöllen für US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder zu reagieren.

15.06.2018
Hausse dank EZB und Fusionsfantasien

Nach der eher „falkenhaften“ Überraschung der US-Notenbank, die für 2018 eher vier Zinserhöhungen in Aussicht stellte, folgte gestern die EZB. Das nach der Sitzung im lettischen Riga kommunizierte Ende des Anleihekaufprogramms zum Ultimo des laufenden Jahres überraschte eher wenig. Die bis in den Herbst 2019 frühestens avisierte Leitzinserhöhung dagegen schon. An den europäischen Aktienmärkten wurde die Entscheidung der EZB gefeiert, der DAX verbuchte den höchsten Tagesgewinn seit zehn Wochen.

Zudem sorgten Fusions- und Übernahmefantasien im Mediensektor für gute Stimmung. So wurde die milliardenschwere Übernahme von Time Warner durch AT&T genehmigt, und bei TwentyFirst Century Fox ist wegen des Interesses von Disney und Comcast ein Bieterwettkampf in Sicht.

14.06.2018
FED-Entscheidung im Fokus

Wie allseits erwartet, hat der Offenmarktausschuss der Fed im Rahmen seiner Sitzung beschlossen, das Zielband für den Tagesgeldsatz um 25 Basispunkte auf 1,75 % -2,00 % nach oben zu schleusen. Die US-Währungshüter stellten in ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung fest, dass die Wirtschaft mit solidem Tempo gewachsen sei, während sich der Arbeitsmarkt weiter in einer starken Verfassung befinde und die Inflation sich nahe dem Ziel der Fed bewege.

Die Zinskurve in den USA verflachte sich im Anschluss an die Bekanntgabe, die Differenz zwischen 2- und 10jährigen Anleihen ist so gering wie seit 2007 nicht mehr. Die Reaktion der Aktienmärkte hielt sich indes in Grenzen, Dow Jones und S&P 500 verzeichneten moderate Verluste. Die asiatischen Aktienmärkte tauchten etwas stärker ab, nachdem chinesische Konjunkturdaten schwächer als erwartet ausgefallen waren.

13.06.2018
Warten auf die US-Notenbank

Der DAX tendierte gestern fast unverändert (minus 0,6 Punkte, bzw. -0,005 %) und schloss mit 12.842 Punkten. Auf der einen Seite sorgte die Aussicht auf eine Deeskalation auf der koreanischen Halbinsel nach dem USA-Nordkorea-Gipfel zwar für Erleichterung. Auf der anderen Seite wurde die Stimmung durch schwache Konjunkturdaten aus Deutschland belastet. So sank der ZEW-Index im Juni um 7,9 Punkte auf einen Stand von minus 16,1.

Allerdings dürften sich die Markteilnehmer vor den Sitzungen der Federal Reserve am heutigen Mittwoch und der Europäischen Zentralbank am morgigen Donnerstag auch zurückgehalten haben. Diese Zurückhaltung setzte sich gestern Abend an der Wall Street fort. Der Dow Jones Index nahm den DAX als Blaupause und schloss ebenfalls quasi unverändert (minus 1,6 Punkte, bzw. -0,006 %).

12.06.2018
Alle Augen nach Singapur

Am Tag vor dem mit Hochspannung erwarteten Gipfel zwischen Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un war gestern an der Wall Street leiser Optimismus angesagt. Die wichtigsten Aktienindizes hielten sich knapp über der Gewinnschwelle. Die Sorge vor einer Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und anderen Industrienationen geriet damit etwas in den Hintergrund. Nachdem die Renditen in der zweiten Maihälfte eingebrochen waren, befinden sie sich nun wieder auf Erholungskurs. Diese Tendenz setzte sich gestern sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks weiter fort. Während der Goldpreis leicht nachgab, verharrte der Preis für ein Barrel Brent nahezu regungslos. Kaum Bewegung gab es auch bei EURUSD.

 

11.06.2018
US-Börsen kommen kaum voran - Handelsstreit verunsichert Anleger

An den New Yorker Börsen haben sich die Anleger zurückgehalten. Das Augenmerk liegt weiterhin auf den Handelsstreitigkeiten. Die USA hatten vorige Woche auf Stahl- und Aluminium-Einfuhren aus der EU, Kanada und Mexiko Schutzzölle verhängt. Kanada und Mexiko, die mit den USA über die Freihandelszone Nafta besonders eng verbunden sind, haben bereits Gegenmaßnahmen erlassen. Die EU will ab Juli zusätzliche Zölle auf bestimmte US-Produkte verhängen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent höher auf 25.316 Punkte. Der Nasdaq verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 7.645 Punkte.

Vor dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un haben die Börsen in Asien fester tendiert. Der Nikkei-Index in Tokio ging 0,5 Prozent höher bei 22.804 Punkten aus dem Handel. Der Leitindex an der Börse in Südkorea gewann 0,7 Prozent.

Die Furcht vor einem Handelskrieg zwischen den USA und der EU lässt auch Europas Anleger nicht los. Der deutsche Leitindex ging 0,4 Prozent schwächer mit 12.766 Punkten aus dem Handel. Der Euro Stoxx 50 verlor 0,4 Prozent auf 3.444 Punkte.

08.06.2018
EZB-Spekulationen belasten Aktienmärkte

Während Technologietitel nach tagelanger Rally absackten, legten die Standardwerte in New York zu. Viele Investoren halten sich in Erwartung mehrerer Großereignisse zurück. Beim G7-Gipfel in Kanada droht wegen der von US-Präsident Donald Trump eingeführten Schutzzölle Streit auf offener Bühne. Zusätzlich stehen geldpolitische Entscheidungen der US-Notenbank, der Europäischen Zentralbank  und der Bank von Japan an. Der Dow-Jones-Index schloss 0,4 Prozent höher auf 25.241 Punkte. Der Nasdaq verringerte sich um 0,7 Prozent auf 7.635 Punkte.

Anleger an den asiatischen Börsen haben Vorsicht walten lassen. Der Leitindex in Tokio verlor 0,6 Prozent auf 22.694 Zähler. Auf Wochensicht legte der Nikkei-Index allerdings 2,4 Prozent zu.

Spekulationen auf ein nahendes Ende der ultra-lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank haben dem Euro einen Schub verliehen. Weil aber die Euro-Aufwertung die Wettbewerbschancen europäischer Firmen auf dem Weltmarkt schmälert, gab der Dax 0,2 Prozent auf 12.811 Punkte nach. Der Euro Stoxx 50 stagnierte bei 3.461 Zählern.

07.06.2018
Konjunkturoptimisten ziehen US-Börsen nach oben

Die Wall Street hat trotz des eskalierenden Handelsstreits zwischen den USA und der EU zugelegt. Börsianern zufolge regten die günstigen Konjunkturaussichten die Anleger zu Aktienkäufen an. In den Hintergrund trat die Ankündigung der EU-Kommission, ab Juli Strafzölle gegen die USA zu verhängen in Reaktion auf die neuen amerikanischen Abgaben auf Stahl- und Aluminiumimporte. Der Dow-Jones-Index schloss 1,4 Prozent höher auf 25.146 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 7.689 Punkte.

Die guten Vorgaben von der Wall Street haben die Anleger in Asien optimistisch gestimmt. Der Nikkei-Index kletterte in der Spitze um ein Prozent auf 22.856 Punkte, den höchsten Stand seit mehr als zwei Wochen. Aus dem Handel ging die Börse in Tokio 0,9 Prozent fester.

Der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und der EU hält Europas Aktienmärkte weiter in Atem. Die Anleger wagten sich nur vereinzelt aus der Deckung. Die Aussicht auf ein mögliches baldiges Ende der Geldflut durch die EZB dämpfte zusätzlich die Lust auf Aktien. Der Dax ging bei 12.830 Zählern mit einem kleinen Plus von 0,3 Prozent aus dem Handel.

06.06.2018
Unsicherheitsfaktor Italien belastet europäische Märkte

Nach den Kursgewinnen zum Wochenanfang haben die New Yorker Aktienmärkte eine Verschnaufpause eingelegt. Der Dow Jones schloss 0,1 Prozent tiefer auf 24.799 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 7.637 Punkte. Bei den Einzelwerten stand Twitter nach der Aufnahme in den S&P-500-Index im Fokus. Die Aktien des Kurznachrichtendienstes zogen um mehr als 5 Prozent an.

Erneute Kursrekorde der US-Technologiewerte ermunterten einige Anleger zum Einstieg in asiatische Aktienwerte. Der Nikkei-Index stieg um 0,4 Prozent auf 22.625 Punkte.

An Europas Aktienbörsen machte sich kurz vor Handelsschluss Ernüchterung breit. Anleger fürchten, dass Italien letztlich doch auf Konfrontation mit der EU gehen wird. Denn der neue italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte radikale Änderungen an und bekannte sich zur Anhebung der öffentlichen Ausgaben trotz des riesigen Schuldenberges des Landes. Am Ende reichte es für den Dax nur zu einem mageren Plus von 0,1 Prozent auf 12.787 Zähler. Der Euro Stoxx 50  rutschte 0,4 Prozent ins Minus auf 3.456 Punkte.

05.06.2018
Apple zieht Wall Street mit nach oben

Kursgewinne von Apple und anderen Technologiewerten haben die US-Börsen beflügelt. Der Börsenwert des iPhone-Herstellers bewegt sich allmählich auf die Schwelle von einer Billion Dollar zu, die noch kein Unternehmen erreicht hat. Außerdem konzentrierten sich die Anleger wieder auf die zuletzt besseren Wirtschaftsdaten. Die Handelskonflikte der USA mit anderen großen Wirtschaftsmächten traten in den Hintergrund. Der Dow-Jones-Index schloss 0,7 Prozent höher auf 24.813 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 7.606 Punkte.

Auch in Asien waren Aktien von Tech-Firmen gefragt. Nach der Kursrally zum Wochenstart haben Anleger jedoch den Fuß wieder etwas vom Gas genommen. In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,3 Prozent fester bei 22.539 Zählern.

Die Anleger an Europas Börsen haben sich nur vereinzelt aus der Deckung gewagt. Die politische Unsicherheit in Italien bleibt ein Dauerthema. Daher könnte es dem Dax schwer fallen, sich bald wieder der psychologisch wichtigen 13.000-Punkte-Marke zu nähern. Der deutsche Leitindex ging mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 12.770 Zählern aus dem Handel.

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Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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