Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

21.09.2018
Euro im Aufwind

Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar gestern in einer fulminanten Aufwärtsbewegung die Marke von 1,1750 USD geknackt. Der Weg zu einem neuen Dreimonats-Hoch oberhalb von 1,18 USD scheint geebnet. Auf weltwirtschaftlicher Ebene sieht es nach Entspannung aus, nachdem die Vereinigten Staaten und China diese Woche in ihrem Handelsstreit jeweils weniger heftig agiert haben als befürchtet. Auch schreckt die Marktakteure dieser Tage das Szenario eines „Hard Brexit“ allem Anschein nach nicht mehr so stark wie beispielsweise noch Ende August.

An der Wall Street schloss der Dow Jones gestern knapp 1 % höher auf einem Rekord von 26.656 Punkten. Der Nasdaq verbesserte sich ebenfalls um rund 1 % auf 8.028 Punkte. Auch in Europa legte der Dax etwa 1 % auf 12.326 Punkte zu.

20.09.2018
Einigung im Zollstreit noch vor den Kongresswahlen?

War das schon ein Erfolg? Mit 10 % statt 25 % will der US-Präsident ab Montag chinesische Waren im Wert von 200 Mrd. US-Dollar verzollen. Der Satz soll allerdings bis Ende des Jahres auf 25 % steigen, um den Druck aufrecht zu erhalten. Zwei Aspekte lassen in dem Zusammenhang aufhorchen. Erstens kontern die Chinesen ihrerseits „nur“ mit Zöllen in einer Spanne von 5-10 % im Wert von 60 Mrd. US-Dollar und zweitens nahmen die USA rund 300 Produktkategorien aus dem Technologie- und Agrarchemiebereich von der ursprünglichen Sanktionsliste. Trump warf den Chinesen zwar Wahlkampfmanipulation und mangelndes Entgegenkommen vor. Allerdings bleibe die Tür für Gespräche offen und irgendwann würde es zu einer Handelsvereinbarung kommen, so der US-Präsident.

Die Aktienbörsen legen in der ohnehin starken Handelswoche weiter zu. Der Dow Jones schloss 0,6 % höher auf 26.405 Punkten. Der Nasdaq hingegen verringerte sich um 0,1 % auf 7.950 Punkte. In Europa ging der Dax 0,5 % fester bei 12.219 Punkten aus dem Handel.

19.09.2018
Wall Street sieht Zoll-Eskalation mit China gelassen

Ungeachtet der zehnprozentigen US-Strafzölle auf Waren aus China im Wert von 200 Mrd. US-Dollar und einer chinesischen Gegenmaßnahme auf amerikanische Exporte von 60 Mrd. US-Dollar haben die US-Börsen gestern ihren Vorwärtsgang beibehalten. Vor allem mehrere Zoll-Ausnahmen für Tech-/Konsumprodukte gaben den betroffenen FAANG-Aktien (Facebook, Amazon, Apple, Netflix, Google) ordentlich Rückenwind.

Im Ergebnis kletterte der S&P 500 Index gestern um 0,5 % auf 2.904 Punkte, an der Nasdaq ging es sogar um 0,8 % aufwärts auf 7.956 Punkte. Auch der Dow Jones schloss höher, nämlich 0,7 % auf 26.246 Punkten. In Frankfurt ging der Dax bei 12.157 Punkten 0,5 % höher aus dem Handel. Am frühen Morgen blieb in Asien die Tonlage optimistisch. Dazu trug auch der dritte Nord-Südgipfel in Korea bei, auf dem u.a. der Denuklearisierungskurs für die Halbinsel weiter befördert wurde. In Japan schloss der Nikkei-Index 1,2 % höher auf 23.704,37 Zählern.

18.09.2018
Handelsstreit bleibt Thema Nummer eins

Wie allseits erwartet kündigte der US-Präsident am Montagabend zehnprozentige Zuschläge auf Waren aus China in einem Wert von 200 Mrd. US-Dollar an. Zugleich drohte Trump mit einer weiteren Eskalation, falls das Land der Mitte mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren sollte. Laut Aussagen eines Regierungsbeamten sollen die neuen Zölle ab dem kommenden Montag erhoben und bis Jahresende auf 25 % erhöht werden. In einer ersten Reaktion auf Trumps Ankündigung sagte der chinesische Handelsminister Zhong Shan, ein Handelskrieg nütze keiner Seite. Der einzige Weg sei eine Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten. Vorige Woche hatten Hoffnungen auf eine Annäherung der beiden größten Wirtschaftsmächte die Börsen noch angeschoben.

An der Wall Street schloss der Dow Jones gestern 0,4 % tiefer auf 26.062 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 1,4 % auf 7.895 Punkte. In Frankfurt gab der Dax leicht nach und schloss 0,2 % niedriger bei 12.096 Punkten.

17.09.2018
Neue China-Zölle erwartet

Medienberichten zufolge hat US-Präsident Trump neue Sonderzölle gegen China beschlossen. Die öffentliche Bekanntgabe wird heute im Laufe des Tages erwartet. Eine Reaktion aus China dürfte anschließend nicht ausbleiben. Zuletzt gab es Signale der Annäherung. Die US-Regierung sprach eine Einladung zu neuen Gesprächen aus, jedoch blieben Zeit und Ort unklar. Im Falle neuer US-Zölle droht das Treffen zu platzen. Laut chinesischen Regierungskreisen habe man nicht vor, mit „einer Waffe am Kopf“ Gespräche zu führen. Damit bleibt der Zollstreit eines der Hauptrisiken für die Weltwirtschaft und damit auch für die Finanzmärkte.

An der Wall Street schloss der Dow Jones mit 26.154 Punkten. Der Nasdaq verringerte sich um 0,05 % auf 8.010 Punkte und in Europa beendete der Dax den Handel mit 12.124 Punkten.

14.09.2018
Türkischer Leitzins steigt drastisch

Angesichts des massiven Verfalls der türkischen Lira in den vergangenen Wochen und Monaten stellte die gestrige Sitzung der türkischen Notenbank die beiden Treffen der EZB und der Bank of England klar in den Schatten. Als Reaktion auf die Krise hoben die dortigen Währungshüter ihren Leitzins von bislang 17,75 % auf glatt 24 % an. Die britischen Notenbanker hielten hingegen an ihrem erst im vergangenen Monat auf 0,75 % angehobenen Leitzins fest.

Von der EZB gab es gestern ebenfalls nur wenig Neues. Das von ihr für die Eurozone prognostizierte BIP-Wachstum wurde für das laufende und das kommende Jahr marginal um je einen Zehntel-Prozentpunkt auf 2,0 bzw. 1,8 % nach unten korrigiert. Die EZB verkündete, die Wirtschaft weiter durch billiges Geld zu unterstützen. Hingegen stellen sie ihre Netto-Käufe des Anleihekaufprogrammes zum Jahresende ein. Der Dax legte gestern etwa 0,2 % auf 12.056 Punkte zu. An der Wall Street schloss der Dow Jones 0,6 % höher auf 26.146 Punkte. Der Nasdaq verbesserte sich um 0,7 % auf 8.013 Punkte.

13.09.2018
Hoffnung auf Annäherung im Handelsstreit

Die überraschenden Aussichten auf neue Handelsgespräche zwischen den USA und China schoben am gestrigen Handelstag die Wall Street an und damit auch den Dax. Der deutsche Leitindex eroberte mit einem Plus von 0,5 % die Marke von 12.000 Punkten zurück. Die anfängliche Freude an der Wall Street über eine mögliche Entspannung im Handelsstreit verpuffte allerdings bis Handelsschluss. Am Ende legte der US-Leitindex Dow Jones Industrial nur magere 0,1 % zu. Der Nasdaq verringerte sich um 0,2 % auf 7.954 Punkte.

Der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed ließ das Börsenbarometer trotz positivem Grundton kalt. Auch die Produktpräsentation des iPhone-Herstellers Apple konnte kein Feuerwerk an der Börse entfachen. Bei Börsenschluss notierten die Apple-Papiere 0,8 % schwächer. Die Bewegung im Handelsstreit sorgt auch heute früh an den Märkten in Asien für steigende Kurse. Der Nikkei Index kletterte um gut 1,0 % auf 22.799 Punkte.

12.09.2018
Dax im Bann des Handelskonflikts

Die Rückeroberung der 12.000er-Marke beim Dax konnte der gestern veröffentlichte ZEW-Indikator nicht auslösen. Auch die neue Fusionsfantasie für Deutsche Bank und Commerzbank ließ den Funken nicht überspringen. Zu groß sind die Ängste vor neuen globalen Krisen. Lediglich die anziehende Wall Street verhinderte, dass der Dax weiter abrutschte. Am Ende stand ein nur leichter Tagesverlust von 0,1 % auf 11.970 Punkte.

Der US-Leitindex Dow Jones schloss 0,4 % höher bei 25.971 Punkten. Der Nasdaq gewann sogar 0,8 %. Der von US-Präsident Donald Trump losgetretene Handelsstreit mit China bleibt aktuell der größte Belastungsfaktor. Trump hatte dem Land erst am Wochenende mit weiteren Strafzöllen gedroht, die schon bald verhängt werden könnten. Zuletzt hat China die Welthandelsorganisation WTO nach einer Genehmigung zur Verhängung von Vergeltungssanktionen gegen die USA gefragt.

11.09.2018
Dax kämpft mit der Marke von 12.000-Punkten

Der Dax startete gestern einen Erholungsversuch. Der Leitindex pendelte zum Wochenstart um die viel beachtete Marke von 12.000 Punkten, unter die er in der Vorwoche erstmals seit April gefallen war. Nach einem recht nachrichtenarmen Handelstag stand das wichtigste deutsche Börsenbarometer zum Handelsschluss bei 11.986 Punkten, das war ein Plus von 0,2 %. Die nachlassende Furcht vor einer direkten Konfrontation zwischen der italienischen Regierung und der EU in der Haushaltspolitik hatte Anleger in Europa zum Wiedereinstieg ermuntert.

In den USA sorgte die Aussicht auf zusätzliche Steuererleichterungen für Impulse. Belastungsfaktor bleibt allerdings weiter der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China. Der Dow Jones trat mit einem Minus von 0,2 % nahezu auf der Stelle und schloss bei 25.857 Punkten, der Nasdaq kletterte hingegen um rund 0,2 %.

10.09.2018
Schwellenländer entwickeln Zinsängste

Der am vergangenen Freitag besser als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktbericht signalisiert in den kommenden Monaten grünes Licht für weitere Zinsschritte der US-Notenbank. Der Dow Jones konnte sich deutlich von dem Tagestief erholen und beendete den Handel mit einem Minus von 0,3 % bei 25.917 Punkten. Der Nasdaq verringerte sich um 0,2 % auf 7.902 Punkten. In Europa schloss der Dax minimal höher bei 11.959 Punkten.

Mit großer Sorge blicken viele Marktteilnehmer in diesen Tagen auf die Währungen der Schwellenländer, welche gegenüber dem US-Dollar und dem Euro in den vergangenen Tagen weitere Verluste hinnehmen mussten. Die jüngsten Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt in Südafrika führten dazu, dass der südafrikanische Rand gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen war. Neben den bisherigen Sorgenkindern, der türkischen Lira und dem argentinischen Peso, wurde die Liste durch die indische Rupie ergänzt. Diese ist gegenüber der US-Valuta auf ein historisches Tief gesunken.

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Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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