Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

07.12.2018
Neue Eskalation im Handelsstreit?

Die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Elektronikkonzerns Huawei, Meng Wanzhou, in Kanada verunsicherte die Kapitalmärkte massiv. Der Dax verlor über 3% an Wert und schloss bei nur noch etwas über 10.800 Punkten. Dem Huawei-Konzern werden seitens der USA und anderer Ländern u.a. Verstöße gegen Iran-Sanktionen sowie Spionage im Auftrag des chinesischen Staates vorgeworfen. Der Dow Jones schloss den Handel mit einem Minus von 0,3 % und fiel auf 24.947 Punkten. Der Nasdaq reagierte positiv und kam auf 7188 Punkte.

Das OPEC Treffen, welches noch keine Ergebnisse lieferte, führte zu einem Preisrückgang bei der Sorte Brent. Im Gespräch war zuletzt wohl eine Förderkürzung von 1 mbpd. Dabei war jedoch noch unklar, inwiefern Russland sich einer möglichen Drosselung des Outputs anschließt. Die asiatischen Aktienmärkte haben nach einer Verlustserie wieder leicht im Plus geschlossen. Der Nikkei schloss den gestrigen Handel positiv und legte auf 21.678 Punkte zu, jedoch wird heute ein unruhiger Handelstag erwartet.

06.12.2018
11.000-Punkte-Marke in Reichweite

Am gestrigen Mittwoch war anlässlich des Todes von George H.W. Bush ein Feiertag anberaumt, weswegen die US-Börsen geschlossen blieben. Hierzulande hielten sich die Verluste des Dax in Grenzen und schloss 1,2 % im Minus bei 11.200 Punkten. Auch weil das Treffen der Automanager mit US-Präsident Trump dem Vernehmen nach konstruktiv verlaufen war. Man hofft, um die angedrohte Erhöhung der Autozölle auf 25 % herum zu kommen. Heute drohen allerdings weitere Verluste, nach tiefroten Vorgaben aus Asien. Die Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei in Kanada schürte Befürchtungen. Die Spannungen zwischen China und USA könnten weiter angeheizt werden.

Nach dem ungebremsten Rückgang der Ölpreise seit Anfang Oktober (Brent gab in der Spitze um über 30 % nach) versucht das Kartell, mit Unterstützung von Russland und weiterer Staaten, die tägliche Fördermenge markant zu reduzieren, um dem Angebotsüberschuss zu begegnen und damit den Preis wieder zu stabilisieren.

05.12.2018
Optimistische Autobauer

Wachsende Zweifel an einer endgültigen Lösung des Zollkonflikts zwischen den USA und China haben gestern an den Aktienmärkten für Abschläge gesorgt. An der Wall Street ging der Dow Jones 3,1 % tiefer bei 25.027 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq rutschte 3,8 % ins Minus auf 7.158 Zähler. Auch der Dax gab einen Teil der Gewinne vom Wochenanfang wieder ab und fiel um 1 % auf 11.335 Punkte. Immerhin hielten sich die Kursverluste in Asien heute Morgen in Grenzen. Bewegung könnte es heute bei den Automobilwerten geben.

Die deutschen Autohersteller VW, Daimler und BMW wollen mit Investitionen in den USA Autozölle für US-Importe aus Europa verhindern. Nach einem Treffen der drei Unternehmen mit US-Präsident Trump im Weißen Haus stellte VW-Chef Diess eine Partnerschaft mit dem US-Autobauer Ford in Aussicht und zeigte sich optimistisch, dass die angedrohten Strafzölle auf Autoimporte aus der EU von bis zu 25 % abgewendet werden können. Aus den USA ist heute nicht mit Impulsen zu rechnen, da die Wall Street zum Gedenken an den verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George Bush Senior geschlossen bleibt.

04.12.2018
Märkte reagieren mit Erleichterung

Nachdem die großen zwei, USA und China, sich auf einen Burgfrieden am Rande des G20-Gipfels verständigt hatten, reagierten die Märkte für Risikopapiere erst einmal mit deutlicher Erleichterung. In den USA schloss der Dow Jones 1,1 % höher auf 25.826 Punkten. Der Nasdaq erhöhte sich um 1,5 % auf 7.441 Punkte. Vor allem die im Laufe des Jahres stark geprügelten Auto-Aktien, Chip-Hersteller mit starkem China-Exposure sowie generell Zykliker waren besonders gefragt. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte angekündigt, dass China kurzfristig seine Zölle auf US-Autos in Höhe von 40 % streichen werde sowie die Straftarife auf US-Agrarprodukte zurücknehmen werde.

In Europa ging es noch steiler bergauf. Der autolastige Dax legte 1,9 % auf 11.465 Punkte zu. Der Öl-Preis schoss im Zuge von Spekulationen auf eine Fördermengendrosselung beim nahenden OPEC-Treffen zeitweise um über 5 % nach oben auf 62,2 USD je Barrel. Der US-Dollar tendierte etwas schwächer bei 1,1385 EUR/USD.

03.12.2018
Vom G20 zum Autogipfel

Donald Trump und sein chinesischer Widerpart Xi Jinping schlossen am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires eine Art Burgfrieden. Also eine Vereinbarung, sich eine bestimmte Zeit lang nicht zu bekämpfen. Grundsätzlich darf die Vereinbarung schon als Erfolg gewertet werden. China soll den USA nun zeigen, dass es dazu bereit ist, selbst deutlich mehr US-Produkte zu importieren, um die zwischen den beiden Staaten bestehende Defizitlücke zu schließen. Für morgen steht ein weiteres Schicksalstreffen auf der Agenda, wenn die Bosse von BMW, Daimler und VW in einem Gespräch mit Trump versuchen werden, die angedrohten Strafzölle auf deutsche Autos noch zu verhindern. Für den Dax wäre dies von großer Bedeutung. Schließlich machen die vier Autowerte, inklusive Conti, satte 24 % am für 2019 prognostizierten Dax-Gewinn aus. Verflechtungen mit anderen Sektoren sind hier noch nicht eingerechnet.

Der Dow Jones schloss 0,8 % höher auf 25.538 Punkten. Der Nasdaq verbesserte sich um 0,8 % auf 7.330 Punkte. In Frankfurt ging der Dax bei 11.257 Zählern 0,4 % niedriger aus dem Handel.

30.11.2018
Anleger im Bann des G20-Gipfels

Im Fokus des G20-Treffens steht einzig und allein die am Rande des Treffens geplante Zusammenkunft zwischen Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Falls diese beiden den seit vielen Monaten schwelenden Handelsstreit für beendet erklären sollten, wäre an den Aktienmärkten wohl Jubelstimmung angesagt. Das bislang verkorkste Aktienjahr würde dann aller Wahrscheinlichkeit doch noch versöhnlich ausklingen. Sollte das Treffen hingegen im Desaster enden und damit noch mehr Öl ins ohnehin schon lodernde Feuer gegossen werden, dürften die Märkte nur eine Richtung kennen, nämlich nach unten. Gut möglich, dass die Zusammenkunft allerdings mit einem Ergebnis endet, welches von den Anlegern bei genauer Betrachtung als weder Fisch noch Fleisch empfunden werden dürfte. Kurzfristig wäre das für die Aktienmärkte in der Tendenz zwar wohl auch positiv.

Der Dow Jones gab 0,1 % auf 25.338 Punkten nach. Der Nasdaq verringerte sich um 0,3 % auf 7.273 Punkte. In Frankfurt ging der Dax bei 11.298 Punkten nahezu unverändert aus dem Handel.

29.11.2018
Aktienmärkte legen zu

Die Börsianer blicken gespannt auf das G20-Treffen in Buenos Aires am kommenden Wochenende. Dort dürfte vor allem die Begegnung der beiden Kontrahenten im Handelsstreit, Trump und Xi, im Vordergrund stehen. Da kam gestern nach Börsenschluss in Europa die Rede des US-Notenbankchefs Powell gerade recht, der den Fokus der Marktteilnehmer für eine Weile auf die Geldpolitik der Fed richtete. Die Rede wurde allgemein dovish gewertet, womit die Sorgen um eine zu restriktive Marschroute gedämpft wurden. Das aktuelle Leitzinsband von 2,0 bis 2,25 % läge nur knapp unter dem neutralen Zinsniveau. Die Fed selbst gibt diesen neutralen Zins derzeit bei 3,0 % an.

So ganz ohne Newsflow zum Handelsstreit ging es doch nicht. Zuvor machte Wirtschaftsberater Kudlow Hoffnung, das Treffen in Buenos Aires habe das Potenzial, das Blatt zu wenden. Die Marktteilnehmer wollten sich auf die optimistische Seite schlagen, die Aktienmärkte hatten bereits vor der Powell-Rede Zugewinne verbucht. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 2,5 % auf 25.366 Punkten. Der Nasdaq rückte knapp 3 % auf 7.291 Stellen vor. In Europa ging der Dax mit 11.299 Punkten aus dem Handel.

28.11.2018
Konjunktur nicht in Form

Wegen der jüngst eher enttäuschenden Nachrichten von konjunktureller Seite steigen die Erwartungen im Vorfeld des G20-Gipfels am Wochenende. Eine Annäherung im Handelsstreit zwischen den beiden wirtschaftlichen Schwergewichten USA und China wäre nach den konjunkturellen Nackenschlägen der letzten Zeit ein Zeichen für wieder freundlichere wirtschaftliche Perspektiven. Im September verhängten die USA Strafzölle in Höhe von 10 % auf chinesische Importe im Umfang von 200 Mrd. USD. Diese Zölle sollen Anfang 2019 auf 25 % angehoben werden. Die jüngsten Signale aus Washington klangen allerdings zunächst nicht danach, dass auf diese Erhöhung verzichtet werde.

Entsprechend reagierte in Frankfurt der Dax, der gestern um rund 0,4 % nachgab und bei 11.309 Punkten aus dem Handel. In Asien sorgten jedoch heute Morgen Aussagen von Larry Kudlow, dem Wirtschaftsberater im Weißen Haus für Rückenwind. Dieser zeigte sich wieder optimistischer in puncto Einigung im Handelsstreit. Der Dow Jones schloss 0,4 % höher auf 24.748 Punkten. Der Nasdaq stagnierte dagegen bei 7.082 Punkten.

27.11.2018
Erholungsrallye zum Wochenauftakt

Entspannungssignale im Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU sowie die Erholung der Ölpreise beflügelten den Dax zum Wochenauftakt. Das deutsche Leitbarometer schloss gestern 1,45 % höher auf 11.354 Punkten und baute damit seine vor dem Wochenende verbuchten moderaten Gewinne aus. Eine feste Wall Street gab dem Dax zu Handelsschluss zusätzlichen Auftrieb. Anleger freute zum Wochenbeginn, dass die beiden italienischen Vizepremiers Matteo Salvini und Luigi Di Maio bereit sind, mit der EU über die Höhe der Neuverschuldung im kommenden Jahr zu verhandeln. Dies verschaffte dem Bankensektor in Italien, aber auch in ganz Europa Auftrieb. Profiteur im Dax waren Deutsche Bank mit plus 4,8 %. Der Dow Jones stieg um 1,5 % auf 24.640 Punkte. Der Nasdaq stieg sogar um 2,3 % auf 6.678 Zähler.

Nach dem rund 3%igen Kurssprung von gestern ging es mit dem Ölpreis heute wieder nach unten. Brent Oil notierte heute früh 38 Cent tiefer auf 60,10 US-Dollar je Barrel. Der Ölpreis fällt und dennoch fördert Saudi-Arabien kräftig weiter.

23.11.2018
Brexit-Hoffnung beflügelt Pfund

Unterhändler der britischen Regierung und der EU-Kommission haben sich auf einen 26-seitigen Entwurf zu den künftigen Beziehungen nach dem Brexit geeinigt. Dies bestätigte EU-Ratspräsident Donald Tusk. Beide Parteien streben eine enge Partnerschaft in vielen Bereichen an. Unter anderem heißt es, dass im Wirtschaftsbereich die Schaffung eines Freihandelsgebiets ohne Zölle, Abgaben und mengenmäßige Beschränkungen das Ziel sei. Außerdem könne die Brexit-Übergangsphase um 1-2 Jahre verlängert werden. Beim EU-Sondergipfel am Sonntag soll der Entwurf von den EU-Staats- und Regierungschefs endgültig gebilligt werden. Als Reaktion darauf legte das britische Pfund von 1,1207 auf kurzfristig über 1,13 gegenüber dem Euro zu.

Dax und Eurostoxx50 verloren am Donnerstag jeweils ein knappes Prozent auf 11.138 und 3.126 Punkte. Von der Wall Street kamen keine Impulse, weil die US-Börsen wegen des Feiertages Thanksgiving geschlossen blieben.

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Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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