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Halbjahresergebnis im Plan

Die Hypo Vorarlberg liegt zum Halbjahr 2017 auf Kurs ihrer Mittelfristplanung. Das operative Ergebnis der Bank per 30. Juni liegt mit EUR 33,3 Mio wie erwartet unter dem Vorjahr. Angesichts der Niedrig- bzw. Negativzinsen, der zunehmenden Regulierung und der Veränderungen durch die Digitalisierung ist der Geschäftsverlauf dennoch zufriedenstellend für Mag. Michel Haller, der im Jänner den Vorstandsvorsitz der größten Vorarlberger Bank übernommen hat.

Die Auswirkungen der Negativzinspolitik der EZB zeigen sich im Zinsergebnis, das trotz gestiegener Kreditforderungen an Kunden (+ 2,4 %) rückläufig war. Der Zinsüberschuss lag per 30. Juni 2017 bei EUR 81,5 Mio und damit um 4,0 % unter dem Vorjahreswert. Beim Provisionsüberschuss konnte hingegen ein Anstieg auf EUR 17,7 Mio (2016: EUR 16,9 Mio) verbucht werden. Die Risikokosten im Kreditgeschäft befinden sich insgesamt auf einem sehr niedrigen Niveau und es wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen.

Beim operativen Ergebnis kam es wie geplant zu einem Rückgang, was vor allem auf die Negativ- bzw. Niedrigzinsen sowie hohe Investitions- und Projektkosten für die digitale Weiterentwicklung zurückzuführen ist. In Summe liegt die Bank mit einem Ergebnis vor Steuern von EUR 34,5 Mio auf Kurs ihrer Planung.

Hohes Kundenvertrauen

Die Einlagenseite der Bank hat sich trotz niedriger Zinsen im ersten Halbjahr positiv entwickelt. Die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind um 2,3 % auf über EUR 5,4 Mrd gestiegen. Diese hohen Liquiditätszuflüsse spiegeln das uneingeschränkte Vertrauen der Kunden in die Stabilität der Hypo Vorarlberg wider. Das wird durch das ausgezeichnete Rating bestätigt: Standard & Poor‘s (S&P) bewertet die Bank mit „A-", Moody‘s stuft sie mit „Baa1" ein. Der Ausblick ist bei beiden Ratingagenturen stabil. Damit befindet sich die Hypo Vorarlberg weiterhin unter den bestgerateten Banken Österreichs.

Ausgezeichnetes Nachhaltigkeitsrating

Eine sehr gute Beurteilung gibt auch die Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research ab: Die Hypo Vorarlberg hat im Mai als erste Vorarlberger Bank die Note „C" auf der oekom-Skala erhalten und wird im Prime-Bereich eingestuft. „Mit diesem Ergebnis qualifizieren sich unsere auf dem Markt gehandelten Wertpapiere für Investments aus ökologischer und sozialer Sicht. Künftig können also auch Investoren mit speziellen Nachhaltigkeitskriterien unsere Anleihen erwerben", freut sich Haller. Die ausgezeichnete Beurteilung sei zudem eine wichtige Grundlage für die Green Bond-Emission im September 2017.

Ausbau digitaler Bankdienstleistungen

2017 hat die Hypo Vorarlberg weiter in den Ausbau der Digitalisierung investiert. Um den Zahlungsverkehr für Unternehmenskunden zu erleichtern, wurde im Frühjahr mit „Hypo Office Banking" (kurz: HOB) eine innovative Lösung eingeführt. HOB basiert auf dem EBICS-Standard und ermöglicht Unternehmen die vollständige Verwaltung nationaler und internationaler Konten in einem webbasierten System. „Mit HOB sind wir die erste österreichische Bank mit einer internationalen, multibankfähigen Online-Zahlungsverkehrs-Anwendung für Unternehmen", erklärt Michel Haller. Für Privatkunden wurde bereits im Herbst 2016 ein neues Online-Banking inkl. App eingeführt, seit August können u.a. auch Giro-, Gehalts- oder Tagesgeldkonten online abgeschlossen werden. Trotzdem liegt der Fokus der Bank weiterhin auf hochwertiger Beratung: „Wir wollen die bestehenden Filialen so mit der neuen Technik vernetzen, dass unsere Kunden von einem optimalen Zusammenspiel profitieren."

Solide Eigenkapitalausstattung

Die Eigenmittelausstattung der Hypo Vorarlberg ist solide. Per 30. Juni 2017 betragen die gesamten anrechenbaren Eigenmittel EUR 1,2 Mrd. Damit liegt die Bank deutlich über den gesetzlichen Anforderungen. Die Kernkapitalquote (T1) von 13,42 % bzw. harte Kernkapitalquote (CET 1) von 13,29 % sind in Anbetracht des Risikoprofils zwar komfortabel, dennoch legt der Vorstand ein spezielles Augenmerk auf den weiteren Ausbau der Eigenmittelausstattung.

Ausblick 2017

Trotz zahlreicher wirtschaftlicher und politischer Unsicherheitsfaktoren ist das erste Halbjahr 2017 im Kerngeschäft zufriedenstellend verlaufen. In Hinblick auf wettbewerbsintensive Märkte, die Niedrig- bzw. Negativzinsen und steigende Kosten rechnet der Vorstand mit einem guten Jahresergebnis, das operativ jedoch unter den Vorjahren liegen wird.

Auch in Hinblick auf das Auslaufen der Landeshaftung per 30. September ist die Bank gerüstet: Die letzten Wertpapieremissionen, für die das Land Vorarlberg noch eine Haftung ausgesprochen hat, laufen an diesem Tag ab. Aufgrund der bereits vorgenommenen Emissionen zur Refinanzierung der auslaufenden Wertpapiere und der Zuflüsse aufgrund des hohen Kundenvertrauens ist die Liquiditätssituation der Hypo Vorarlberg weiterhin sehr gut. „Ab Oktober 2017 sind wir dann eine „normale" Bank, also eine Bank ohne spezielle Landeshaftung. Auf unsere Eigentümerstruktur hat das keinen Einfluss, das heißt das Land Vorarlberg bleibt weiterhin unser Haupteigentümer", so Haller abschließend. Dieses Datum nimmt die Hypo Vorarlberg auch zum Anlass für den Start der neuen Markenstilistik in der Öffentlichkeit.

Ihr Kontakt

Mag. (FH) Sabine Nigsch
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Hypo-Passage 1
6900 Bregenz

+43 50 414-1000

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