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Euro-Finanzminister beraten über schwaches Wachstum

Die Euro-Finanzminister sind am Montag in Brüssel zusammengekommen, um über ein eigenes Eurozonen-Budget und über die abgeschwächten Wachstumsaussichten für die Eurozone zu beraten. Außerdem wollen die Minister den irischen Notenbankchef Philip Lane als Nachfolger des Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank (EZB), Peter Praet, vorschlagen.

Praets Amtszeit endet am 31. Mai. Einziger Kandidat ist Lane. Er erwarte breite Unterstützung für ihn, sagte Eurogruppenchef Mario Centeno. Lane sei ein erfahrener und breit ausgebildeter Ökonom.

Der Abschwung in der EU und in der Eurozone sei eine Warnung für Politiker, sagte Centeno. So müssten Risiken im Zusammenhang mit dem Handel und mit dem Brexit reduziert werden. Die Grunddaten der europäischen Wirtschaft seien heute stärker als vor der Krise. Die Lage in Italien, für das die EU-Kommission heuer nur mehr 0,2 Prozent Wachstum erwartet, stehe nicht auf der Tagesordnung.

Der Franzose Moscovici versicherte, er werde gegenüber Italien trotz der jüngsten Spannungen mit Objektivität vorgehen. Es gebe die Vereinbarung zum italienischen Haushalt, mit der ein Defizitverfahren verhindert worden sei, welches eine schreckliche Krise ausgelöst hätte, sagte Moscovici. Frankreich und Italien dürften keine Krise untereinander haben, dies wäre "dumm und absurd". "Lasst uns wieder zur Vernunft zurückkehren", plädierte der EU-Kommissar.

Kein Ökonom erwarte für 2019 eine Rezession, alle Euro-Länder würden weiter wachsen, betonte Moscovici.

Quelle: © APA - Austria Presse Agentur eG. Alle Rechte vorbehalten.

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