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Euronext erhöhte Angebot für Börse Oslo

Die Mehrländerbörse Euronext befeuert den Bieterkampf um die Börse Oslo. Der Konzern stockte sein Angebot von 145 auf 158 norwegische Kronen je Oslo-Bors-Aktie auf. Damit bietet Euronext nun umgerechnet rund 693 Mio. Euro und übertrumpft das Angebot des US-Börsenbetreibers Nasdaq, der 152 Kronen je Aktie auf den Tisch legen wollte.

Anleger spekulierten offenbar, dass die Nasdaq nachlegt: Die Aktien der Börse Oslo stiegen um 2,6 Prozent auf 159 Kronen und notierten damit über dem Euronext-Offert. Die Börse Oslo bevorzugt weiterhin das Angebot der Nasdaq.

An der Einschätzung, dass die Nasdaq der beste Eigentümer wäre, habe sich nichts geändert, sagte die Chefin der Börse Oslo, Bente Landsnes, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Amerikaner betreiben bereits alle anderen großen Handelsplätze in Skandinavien und im Baltikum. Sie nutzen eine gemeinsame Technologieplattform, die den Handel zwischen den einzelnen Ländern erleichtert.

Eine knappe Mehrheit der Börse-Oslo-Aktionäre hat sich bereits "unwiderrufbar" für das Euronext-Angebot entschieden. An diese Zusagen sind sie aber nur bis zum Sommer gebunden. Euronext-Chef Stephane Boujnah ist zuversichtlich, die Transaktion bis Ende Juni abzuschließen.

Die Euronext versucht seit einiger Zeit, sich etwas breiter aufzustellen und das Gewicht nicht mehr so stark auf den Aktienhandel zu legen. Aus diesem Grund hat das Unternehmen auch schon die auf den Anleihenhandel spezialisierte Dubliner Börse gekauft.

Quelle: © APA - Austria Presse Agentur eG. Alle Rechte vorbehalten.

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