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Nach Mieterprotesten: Vonovia-Chef will weniger modernisieren

Der größte deutsche Wohnungskonzern Vonovia will seine Investitionen in Modernisierungen drastisch kürzen. Hintergrund sei eine "dramatisch zurückgegangene" gesellschaftliche Akzeptanz für die in der Regel mit Mietsteigerungen verbundenen energetischen Modernisierungen, sagte Vonovia-Chef Rolf Buch.

Vonovia, in der aus Österreich die Buwog und die Conwert aufgegangen sind, hatte bisher durchschnittlich 7 Prozent der energetischen Modernisierungskosten - etwa für die Dämmung von Fassaden oder den Austausch alter Fenster - jährlich auf die Miete umgelegt, was in Einzelfällen zu Mieterhöhungen von mehr als 3 Euro pro Monat und Quadratmeter geführt hatte. Vonovia zählt mit einem Bestand von rund 400.000 ganz überwiegend in Deutschland gelegenen Wohnungen zu den größten deutschen Vermietern.

Ab sofort sei eine Kürzung der energetischen Investitionen um rund 40 Prozent geplant. Künftig werde es durch Sanierungen zudem keine Mietaufschläge von mehr als 2 Euro je Quadratmeter geben. Vonovia werde die frei werdenden Mittel künftig verstärkt in Neubauten und in Modernisierungen in Schweden investieren.

Das operative Ergebnis - gemessen an der für die Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations 1 (FFO 1), soll 2019 auf 1,14 bis 1,19 Mrd. Euro steigen.

Quelle: © APA - Austria Presse Agentur eG. Alle Rechte vorbehalten.

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