Regierungskrise ließ Sentix-Indikator einbrechen

Die Regierungskrise in Österreich hat den Sentix-Konjunkturindikator einbrechen lassen. "Der Gesamtindex fällt um sagenhafte 21,4 Punkte", heißt es in der Auswertung zu monatlichen Befragung. Mit +3,8 Punkten liege der Wert auf einem Niveau wie zuletzt im November 2016. Die Erwartungen seien um 32,6 Punkte "kollabiert" und liegen nun im Minus und auf dem niedrigsten Stand seit September 2011.

Allerdings ist auch die Stimmung im Umfeld Österreichs schlecht. Sentix befragt jeden Monat Anleger aus der Eurozone und ausgewählten anderen Ländern nach ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und zum Konjunkturausblick. Im Zuge der Handelsrhetorik von US-Präsident Donald Trump erlebe die US-Wirtschaft "eine Vollbremsung", der Sentix-Index fiel im Juni um 10 Punkte auf den tiefsten Wert seit Februar 2016.

In Deutschland drehte der Wert sogar ins Minus, auf den niedrigsten Wert seit 2010. "Einerseits belastet der US-China-Handelsstreit die stark Exportlastige Wirtschaft in hohem Maße. Andererseits wird nirgendwo in Europa mehr über den Klimawandel gesprochen und die eigene Industrie so sehr in Frage gestellt", schreiben die Analysten.

Auch in der Eurozone insgesamt brach die Konjunktureinschätzung ein. "Die Hoffnung, dass die konjunkturelle Schwächephase rund um den Jahreswechsel 2018/2019 zügig beendet werden könnte, scheint damit verflogen. Die Euroland-Ökonomie steht wieder an der Schwelle zur Rezession", heißt es in der Analyse. Einzig in der Schweiz gab es Anstiege in allen Kategorien.

Quelle: © APA - Austria Presse Agentur eG. Alle Rechte vorbehalten.

Newsletter

Die wichtigsten Entwicklungen an Börsen & Märkten: