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Strafzölle - Trump warnt vor Vergeltungszöllen der EU

In der Debatte um US-Strafzölle auf ausländischen Stahl sowie auf Aluminium hat US-Präsident Donald Trump erneut schwere Geschütze in Richtung Europa aufgefahren. Sollte die EU Vergeltungszölle beschließen, wie etwa von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vorgeschlagen auf Jeans, Bourbon-Whiskey und Motorräder, dann würden die USA zurückschlagen.

"Dann belegen wir ihre Autos mit einer Steuer von 25 Prozent - und glaubt mir, dann machen sie es nicht sehr lange", sagte Trump. "Die Europäische Union war besonders hart zu den Vereinigten Staaten", sagte Trump bei einem Treffen mit dem schwedischen Regierungschef Stefan Löfven am Dienstag im Weißen Haus in Washington. "Sie machen es fast unmöglich für uns, Geschäfte mit ihnen zu machen, und trotzdem senden sie ihre Autos und alles andere in die Vereinigten Staaten", sagte Trump. "Die Europäische Union hat uns nicht sehr gut behandelt und es ist eine sehr, sehr unfaire Situation", fuhr er fort.

Trump kommt unterdessen wegen seiner Zoll-Ankündigung auch in den USA selbst mehr und mehr unter Beschuss. Die beiden führenden Republikaner im Repräsentantenhaus und im Senat, Paul Ryan und Mitch McConnel, sowie weitere Vertreter von Trumps eigener Partei haben große Bedenken geäußert.

Trumps Wirtschaftsberater, Gary Cohn, trat unterdessen zurück. Cohn lehnt die Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte ab. Einem Medienbericht zufolge soll Cohn im Vorfeld mit seinem Rücktritt gedroht haben, sollten tatsächlich harte und umfangreiche Maßnahmen eingeführt werden.

Quelle: © APA - Austria Presse Agentur eG. Alle Rechte vorbehalten.

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