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Wiener Börse schließt erneut tiefrot, ATX mit 5. Verlusttag in Folge

Die Wiener Börse hat am Donnerstag erneut tiefrot geschlossen. Der ATX fiel satte 1,50 Prozent auf 3.204,11 Einheiten. In einer sehr schwachen internationalen Börsenlandschaft ging auch in Wien der jüngste Abwärtsschub weiter. Der ATX musste damit bereits seinen 5. Verlusttag in Folge hinnehmen und rutschte in seiner aktuellen Minusserie in Summe bereits um etwa sechs Prozent ab.

Im Verlauf wurden in Europa und Wien die Verluste vorübergehend merklich eingegrenzt, nachdem sich die Wall Street nach der Talfahrt am Vortag kurzfristig stabilisiert gezeigt hatte. Als wichtigste Verkaufsargumente gelten international die Sorgen vor rasch anziehenden US-Zinsen und eine mögliche Eskalation im Handelskonflikt zwischen den zwei weltgrößten Volkswirtschaften USA und China.

In Wien stand auf Unternehmensebene KapschTrafficCom im Fokus. Der heimische Marktausrüster hat gute Chancen, einen Teilauftrag im Wert von bis zu 120 Mio. für das in Deutschland geplante Pkw-Mautsystem zu erhalten. Es geht um die technische Ausrüstung, die nötig ist, um die Mautpflicht von Verkehrsteilnehmern zu kontrollieren. Die Kapsch-Aktie grenzte im Verlauf die satten Zuwächse vom Frühhandel von fast zehn Prozent merklich ein und schlossen mit plus drei Prozent auf 35,05 Euro.

Die Kursverluste gingen heute quer durch die Branchen. Ans untere Ende der Kursliste rutschten die Zumtobel-Titel mit einem Abschlag von 6,3 Prozent auf 7,61 Euro. Mehr als fünfprozentige Rückgänge mussten die Aktien von Rosenbauer und Do&Co hinnehmen. CA Immo bauten ein Minus von 3,6 Prozent bei 15,0 Euro. Nicht viel besser erging es den Papieren von Semperit mit einem Abschlag von 3,5 Prozent.

Unter den Schwergewichten gaben Immofinanz-Aktien 3,3 Prozent auf 20,38 Euro nach. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International mussten ein Minus von 3,2 Prozent verbuchen. OMV fielen unter Eindruck deutlich tieferer Ölpreise um 2,2 Prozent auf 48,41 Euro. voestalpine schwächten sich um 2,1 Prozent auf 36,40 Euro ab. Erste Group konnten hingegen ein Plus von 0,3 Prozent auf 35,90 Euro verbuchen.

Quelle: © APA - Austria Presse Agentur eG. Alle Rechte vorbehalten.

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