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Wolford nach neun Monaten stärker in Verlustzone

Sinkende Kundenfrequenzzahlen haben beim Vorarlberger Strumpf- und Wäschekonzern Wolford, der mehrheitlich dem chinesischen Fosun-Konzern gehört, den Umsatz sinken und den Verlust anwachsen lassen. Schon im Jänner hatte das Unternehmen fürs Gesamtjahr 2018/19 einen Verlust und im Februar 10 Mio. Euro Einsparungen avisiert.

In den ersten neun Geschäftsjahresmonaten 2018/19 (Mai bis Jänner) sank der Umsatz um 9 Prozent auf 108,2 (119,4) Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging weiter zurück auf -2,3 (-1,4) Mio. Euro, und der Nettoverlust vergrößerte sich im Jahresabstand auf 4,2 (2,6) Mio. Euro.

In Österreich sackten die Erlöse um 11,6 Prozent ab, in Deutschland um 6,8 Prozent und in der Schweiz um 7,6 Prozent. In Asien sank der Umsatz nur um 1,9 Prozent, hier stellt sich Wolford neu auf, um das Potenzial vor allem in China zu optimieren. Zuletzt erzielte Wolford 20 Prozent der Erlöse in Nordamerika, 15 Prozent in Deutschland, je 10 Prozent in Österreich und Frankreich, 39 Prozent im übrigen Europa, 6 Prozent in Asien/Ozeanien.

Die systematischen Kosteneinsparungen hätten den deutlichen Umsatzrückgang nicht ausgleichen können. Bis spätestens zum Geschäftsjahr 2020/21 will Wolford beim operativen Ergebnis (EBIT) wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Erst am 26. Februar hatte das Unternehmen die Einleitung weiterer umfassender Restrukturierungsmaßnahmen bekannt gegeben, um - wie es heißt - die Kostenstruktur an das Umsatzniveau anzupassen.

Quelle: © APA - Austria Presse Agentur eG. Alle Rechte vorbehalten.

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