Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

16.09.2019
Drohnen attackieren Saudi-Arabien

Am Wochenende haben Drohnen Ölfelder in Saudi-Arabien in Brand geschossen. Die Wiederherstellung der Förderanlage wird Wochen dauern. Betroffen sind etwa fünf Prozent der Weltproduktion. Diese Verknappung führte unmittelbar zu einem Anstieg der Rohölpreise.

Deutschland diskutiert derzeit ein 40 Mrd. Euro großes Subventionspaket, mit dem der Klimawandel bekämpft werden soll. Es geht darum, das Fliegen teurer zu machen und das Bahnfahren billiger. Außerdem soll mehr Güterverkehr auf die Schiene kommen und das Verkehrsnetz entlastet werden.

13.09.2019
Draghi liefert zum Abschied großes Paket

Mario Draghi lieferte den von vielen gewünschten Impuls. Die Wiederaufnahme der Anleihekäufe und die Senkung des Einlagensatzes um 10 Basispunkte auf ein Minus von 0,50% sind der erste Schritt zur Stärkung der Wirtschaft. Weitere Lockerungsmaßnahmen sind nicht ausgeschlossen.

Im Verlaufe des gestrigen Tages kamen Gerüchte auf, wonach ein Interimsdeal zwischen China und USA entstehen könnte. Dieser würde dazu führen, dass angedrohte Zollerhöhungen ausbleiben.

12.09.2019
Was bieten EZB, OPEC und Fed?

Die Marktteilnehmer blicken, auf die mit Spannung erwartete Notenbankentscheidung. Weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen stehen in Aussicht. Der deutsche Leitindex hat in diesem Monat bereits kräftig zugelegt und wohl kommende Maßnahmen eingepreist.

Spekulationen um weitere Förderkürzungen durch die OPEC und andere Ölförderländer haben den Ölpreis ansteigen lassen. Die Aufwärtsbewegung erreichte das höchste Niveau seit fast sechs Wochen.

11.09.2019
Was bieten EZB, OPEC und FED?

Die Hinweise aus der EZB und der Fed auf weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen waren auf den Anleihemärkten mit vielen Vorschusslorbeeren gewürdigt worden. So sank die Rendite von deutschen Staatsanleihen bis Anfang September etwas unter -0,7% für eine Laufzeit von zehn Jahren sowie -0,3% für dreißig Jahre. Auch die Staatsanleiherenditen in den USA und mehrheitlich im restlichen Europa waren deutlich zurückgekommen.

Der Ölpreis profitierte in den vergangenen Wochen von nicht mehr ganz so schlecht ausgefallenen Konjunkturzahlen weltweit. Diese Woche hat sich die Aufwärtsbewegung noch verstärkt und der Ölpreis erreichte das höchste Niveau seit fast sechs Wochen. Grund waren Spekulationen auf weitere Förderkürzungen durch die OPEC und andere Ölförderländer. Die Märkte warten gespannt auf entsprechende Signale, die aus der laufenden Energiekonferenz in Abu Dhabi dringen könnten.

10.09.2019
Brexit-Aufschub Nr. 3?

Das britische Parlament hat im Brexit-Machtkampf zum zweiten Mal binnen einer Woche einen Antrag von Premierminister Boris Johnson auf Neuwahlen abgelehnt. Wenige Stunden zuvor setzte Königin Elisabeth II. ein vom Unterhaus verabschiedetes Gesetz in Kraft, das Johnson verpflichtet, eine dreimonatige Verschiebung des Brexit bis Ende Januar zu beantragen, sofern er bis zum 19. Oktober kein Austrittsabkommen erzielt.

Johnson lehnt eine Fristverlängerung auch nach seiner erneuten Schlappe kategorisch ab und will Großbritannien auf jeden Fall wie vorgesehen Ende Oktober aus der EU führen, notfalls ohne Abkommen. Zum Ende der Debatte wurden die Abgeordneten bis zum 14. Oktober in eine Zwangspause geschickt. Nächster offizieller Termin aus Brüsseler Sicht ist ein EU-Gipfel am 17. und 18. Oktober. Zugleich laufen die Gespräche zwischen der EU und London weiter - bislang erfolglos. Die großen Fragen des Zeitpunkts des Abschieds von der EU, der Art und Weise und der künftigen Zusammenarbeit mit Brüssel sind weiterhin unklar. 

09.09.2019
Dax, Dow und Co. im Aufwind

An der Wall Street konnte sich am vergangenen Freitag die Rallye der vergangenen Tage trotz der mauen Arbeitsmarktdaten moderat fortsetzen. Auch wenn die US-Wirtschaft im August weniger Arbeitsplätze geschaffen hat als erwartet, außerhalb der Landwirtschaft waren in den USA im August 130 000 Stellen entstanden, während Experten im Schnitt mit 160 000 gerechnet hatten, konnte der Dow Jones die Woche mit einem Plus von 1,5% bei 26.797 Punkten beenden.

Positiv wurde von den Marktteilnehmern die Tatsache zur Kenntnis genommen, dass die Löhne stärker als erwartet gestiegen sind und diese Komponente besonders im Fokus der amerikanischen Notenbank Fed liegt und ein weiteres Argument für eine gelockerte Geldpolitik liefern sollte. Der marktbreite S&P 500 legte am Freitag knapp um 0,09% auf 2.979 Punkte zu, während der technologielastige Nasdaq 100 mit 7.853 Zählern und einem Minus von 0,13% die Gewinnzone verfehlte.

 

06.09.2019
Das Glas ist halb voll

Die Aktienmärkte legten am Donnerstag weltweit spürbar zu. Der S&P 500 stieg um 1,3%, der Dax um 0,85%. Die Renditen von Staatsanleihen, insbesondere aus den USA, kletterten wieder etwas nach oben. Dazu beigetragen haben eine ganze Reihe von positiven Nachrichten, die die Marktteilnehmer zu der Überzeugung brachten, dass das Glas wohl doch nicht halb leer sei. Zum einen verfestigten sich Hoffnungen, dass sich die beiden Streithähne USA und China in Sachen Handelsstreit im Oktober tatsächlich wieder gemeinsam an einen Tisch setzen werden. Des Weiteren nahmen die Sorgen vor einer direkt bevorstehenden US-Rezession ab, nachdem der Einkaufsmanager- Index für den US-Dienstleistungssektor überraschend deutlich zulegen konnte.

Das britische Pfund profitierte am Donnerstag deutlich und stieg wieder über die 1,23er Marke zum USD an. Getragen wurde der Anstieg von der Hoffnung, dass durch das im Unterhaus verabschiedete Gesetz zur Abwendung eines No-Deal-Brexits ein harter Brexit nun vermieden werden kann. Diese Hoffnung könnte jedoch trügerisch sein. Neuwahlen werden zwar zunehmend wahrscheinlicher. Mit Blick auf die aktuellen Wahlumfragen erscheint es aber bei weitem nicht ausgeschlossen, dass Boris Johnson eine absolute Mehrheit der Sitze im britischen Unterhaus bekommen könnte. Dann wäre das Thema Hard-Brexit schnell wieder ganz oben auf der Tagesordnung.

05.09.2019
Johnson in der Zwickmühle

Das britische Unterhaus beschloss ein Gesetz, das die Regierung verpflichtet, den EU-Austritt auf den 31.01.2020 zu verschieben, sollte vorher kein Austrittsvertrag zustande kommen. Das Parlament verweigerte Premier Johnson zudem, Neuwahlen für den 15. Oktober anzusetzen. Johnson bekräftigte unterdessen, unter seiner Regierung werde das Königreich Ende Oktober die EU verlassen. Die Lage bleibt damit verworren.

Aus den Reihen der EZB-Ratsmitglieder wurden jüngst einige skeptische Stimmen hinsichtlich neuerlicher Anleihekäufe laut. In diese Richtung äußerten sich der französische Notenbankchef Francois Villeroy sowie Estlands Madis Müller. Österreichs neues Ratsmitglied Robert Holzmann hatte sich zu Wochenbeginn sogar ablehnend gegenüber jeglicher geldpolitischer Lockerung geäußert. Die EZB-Vertreter befinden sich damit in Gesellschaft mit Jens Weidmann (Deutschland) und Klaas Knot (Niederlande), stehen aber im Widerspruch zum amtierenden EZB-Chef Mario Draghi und auch zur künftigen EZB-Chefin Christine Lagarde, die gestern bei ihrer Anhörung vor dem EU-Parlament eine sehr expansive Politik über einen längeren Zeitraum als gerechtfertigt bezeichnete. Die gelernte Juristin erklärte, sie wolle mit Agilität gegen eine anhaltend zu niedrige Inflation angehen.

04.09.2019
Satzball gegen Boris

Im britischen Parlament kam es gestern am späten Abend zu einer Machtprobe zwischen Premierminister Boris Johnson und den Gegnern eines ungeregelten EU-Austritts. Im Parlament drückten sie eine sogenannte Notfalldebatte durch - und könnten damit Johnsons No-Deal-Zeitplan kippen. Sollte das Parlament in der heutigen Sitzung für eine Verlängerung der Brexit-Frist mit Brüssel votieren, will Johnson auf der Insel Neuwahlen erzwingen. Weiterhin drohte Johnson, alle 21 Abgeordneten der Tories aus der Partei auszuschließen, sollten diese sich gegen seine Brexit-Pläne stellen. Das verspricht heute erneut ein spannender und vielleicht entscheidender Tag in der Causa Brexit zur werden.

Heute stehen die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor in Europa, in Japan und in China auf der Agenda. Am Donnerstag folgen die USA. Mit Spannung wird erwartet, ob der konjunkturelle Abschwung sich bereitsnegativ auf den Dienstleistungssektor auswirkt. Für Deutschland erwarten wir die Daten für den Monat August um 09:55 Uhr. Die Konsensschätzung liegt bei 54,4 und entspricht dem Wert der ersten Schätzung. Um 14:30 Uhr erwarten wir die Julidaten zur US-Handelsbilanz. Die Konjunkturbeobachter der LBBW erwarten eine Verringerung des Defizits auf -53,5 Mrd. US-Dollar nach -55,2 Mrd. USDollar im Vormonat. Angesichts des Handelskonflikts zwischen den USA und China sollten aber Überraschungen nicht ausgeschlossen werden. Um 20:00 Uhr gibt das Beige Book der Fed den neusten Einblick, wie die amerikanischen Notenbanker die Konjunkturentwicklung einschätzen.

03.09.2019
Showdown in London

Am heutigen Dienstag versuchen britische Abgeordnete, die einen Brexit ohne Abkommen ablehnen, dies durch ein neues Gesetz mit einer Fristverlängerung zu erreichen. Für den Fall, dass Johnson diese für ihn sehr bedeutende Abstimmung verlieren sollte, hat er Neuwahlen für den 14. Oktober angekündigt und die Absicht eines EU-Austritts zum 31. Oktober bekräftigt. Das britische Pfund geriet daraufhin weiter unter Druck und verzeichnete gegenüber dem USD ein neues Jahrestief.
 

Am gestrigen Feiertag in den USA hielten sich auch die Märkte außerhalb Amerikas zurück und schlossen kaum verändert. Während der August-Wert des Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland leicht von 43,6 auf 43,5 korrigiert wurde, blieb der finale Wert für die die Eurozone bei 47,0. Für China gab es hier positive Impulse, der von Caixin und Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex stieg im August auf 50,4 (Juli: 49,9) Punkte und kehrte wieder in den expansiven Bereich zurück. In den USA beginnt die Arbeitswoche erst mit dem heutigen Dienstag. Mit Spannung werden die dortigen August-Daten des ISM Manufacturing erwartet. Dieser Einkaufsmanager-Index, der vom Institute for Supply Management erhoben wird, notierte im Vormonat bei 51,2 und damit weiterhin über der wichtigen Expansionsschwelle von 50.

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