Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

16.07.2018
Asien's Börsen unter Druck

Donald Trump schreitet in seinem Feldzug gegen „unfaire“ Handelspartner weiter voran. Jüngst bezeichnete er die EU als „foe“, was sich wahlweise als „Feind“ oder „Gegner“ übersetzen lässt. Dieser „foe“ nämlich, behandelt die USA mit seinen Handelspraktiken unfair, investiert nicht ausreichend in Verteidigung und kauft auch noch Energie aus Russland, das ebenfalls ein „foe“ ist, genau wie China. Allerdings betrachtet der US-Präsident in seiner Handelslogik stets nur den Gütermarkt. Bezieht man den Austausch von Dienstleistungen dies und jenseits des Atlantiks mit ein, ergibt sich auf Ebene der Leistungsbilanz gegenüber der EU ein ziemlich ausgewogenes Bild. Der Dow Jones schloss 0,4% höher bei 25.019 Punkten den Handel. Die Technologiebörse Nasdaq blieb unverändert bei 7.825 Punkten.

Das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich in Q2 im Jahresvergleich wie erwartet von 6,8% auf 6,7% leicht abgeschwächt. Die Industrieproduktion wuchs im Juni mit 6% weniger stark als erwartet.

 

Die europäischen Börsen schlossen die Woche leicht im Plus. Der Dax beendete den Handel mit 12.541 Punkten.

13.07.2018
Zwischen Handelsstreit und Nato-Gipfel

Es ist alles eine Frage der Erwartungen: Gestern haben die Anleger an den globalen Aktienmärkten alleine deshalb aufgeatmet, weil man an zwei Trump-Fronten Schlimmeres befürchtet hatte: So hat sich der US-Präsident zum Abschluss des Nato-Gipfels zum atlantischen Bündnis bekannt, nachdem er zuvor hinter verschlossenen Türen die Bündnispartner mit einem Ultimatum zur Steigerung der Militärausgaben unter Druck gesetzt hatte. Alle Mitglieder seien nun wieder im gleichen Geiste vereint, so Trump am Ende des Treffens. Zuvor hatte Trump im Handelsstreit mit seiner Androhung gegenüber China eine weitere Eskalationsstufe gezündet. Worauf China unter dem Eindruck der schwachen heimischen Aktienkurse auf einen raschen Gegenschlag verzichtet hatte.

Der Dow Jones legte um 0,91 % auf 24.924,89 Punkte zu, der DAX schloss 0,61 % höher. Auch die asiatischen Börsenplätze tendierten heute früh freundlich. Der Nikkei erhöhte sich um 1,85%. Unterdessen setzten Technologietitel ihren Aufwärtstrend fort. Facebook, Amazon und Microsoft erreichten neue Allzeithochs, wie auch die Technologiebörse Nasdaq nach einem Tagesgewinn von 1,3 %.

12.07.2018
Handelsstreit verschärft sich

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Aktienmärkte wieder voll im Griff. Die von Trump angedrohten Zölle könnten Ende August in Kraft treten. Damit wäre die Hälfte aller Einfuhren aus China von Sonderabgaben betroffen. China kündigte für den Fall des Inkrafttretens Gegenmaßnahmen an und werde umgehend eine Klage bei der Welthandelsorganisation in Genf einreichen. Die Märkte reagierten mit deutlichen Kursabschlägen. Der DAX gab gestern 1,53 % nach auf 12.417,13 Punkte, der Dow Jones Index verlor am Abend 0,88 % und schloss bei 24.700,45 Punkten. Ein Hoffnungsschimmer kam heute Morgen immerhin aus Asien. Dort konnte der Nikkei wieder etwas zulegen.

Auf der Währungsseite steht die Türkische Lira im Fokus. Der türkische Präsident Erdogan hat seinen Einfluss auf die Notenbank des Landes verstärkt. Erdogan erließ ein Dekret, das ihn künftig ermächtigt, den Präsidenten und den Vizepräsidenten der Zentralbank zu ernennen. Nachdem er gerade erst seinen Schwiegersohn zum Finanzminister ernannt hatte, kam auch diese Maßnahme an den Finanzmärkten nicht gut an. EUR/TRY fiel bis auf 5,77. Seit Jahresanfang hat die türkische Währung damit in der Spitze bereits um fast 27 % abgewertet.

11.07.2018
USA planen weitere Strafzölle gegen China

Die USA legten eine neue Liste mit chinesischen Waren im Wert von 200 Mrd. US-Dollar für mögliche Strafzölle vor. Vorgesehen sind demnach Zölle in Höhe von 10%. Die Strafzölle könnten bereits im September in Kraft treten. Die Liste dürfte in etwa in zwei Monaten fertiggestellt sein. Dann steht die Entscheidung an, ob Trump die Zölle verhängt. Von den möglichen neuen US-Zöllen wären Lebensmittel, aber auch Chemikalien, Textilien, Metalle, elektronische Geräte und andere Waren aus China betroffen. Grund für die möglichen neuen Zölle sind die chinesischen Vergeltungsmaßnahmen und die Weigerung der Regierung in Peking, ihre Vorgehensweise zu ändern.

Ein Vertreter des chinesischen Handelsministeriums erklärte, die Pläne der USA schadeten dem System der Welthandelsorganisation und der Globalisierung. Bislang kündigte China zwar noch keine Gegenmaßnahmen an, allerdings ist mit einer Reaktion der chinesischen Regierung jederzeit zu rechnen. Der Dow-Jones-Index legte um 0,58% auf 24.919,66 Punkte zu. Der DAX schloss 0,53% im Plus bei 12.609,85 Punkten.

10.07.2018
US-Banken sind wieder salonfähig

An der Wall Street kam es im gestrigen Handelsverlauf erneut zu deutlichen Kursgewinnen. Beflügelt von den robusten Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag konnte der Dow Jones den Handel mit einem Aufschlag von 1,31 % auf 24.776,59 Punkte beenden. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,95 % auf 7.276,00 Punkte nach oben. US-Bankenwerte konnten vor dem Auftakt der Berichtssaison, die am Freitag mit den Zahlen von JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo startet, besonders deutlich zulegen. JP Morgan gewannen 3,1 % und zählten damit zu den Dow-Favoriten.

Am Devisenmarkt sorgte der Rücktritt von Außenminister Boris Johnson für eine deutliche Abschwächung der britischen Valuta. Das Pfund notiert aktuell gegenüber dem US-Dollar bei 1,3238 und gegenüber dem Euro bei 0,8860. Die Schweizer Börse SIX plant den Aufbau einer neuen Plattform für den Wertpapierhandel mit der Blockchain-Technologie. Der Start der SIX Digital Exchange ist für Mitte 2019 geplant. Damit schafft die Schweizer Börse die erste vollständig integrierte Infrastruktur für den Handel, die Abwicklung und Verwahrung von digitalen Vermögenswerten.

09.07.2018
Briten schlagen eine Art "Brexit Light" vor

Großbritannien möchte auch nach dem Ausscheiden aus der EU im Binnenmarkt für Güter und Waren verbleiben. Hierfür strebt London ein "gemeinsames Regelbuch" mit der EU an, um Standards und Richtlinien zu harmonisieren. Gleichzeitig möchte die britische Regierung allerdings die ungehinderte Einreise von EU-Bürgerinnen und -Bürgern stoppen und im Dienstleistungssegment – dem dominierenden Sektor Großbritanniens – eigene Wege gehen. Dabei würde sie in Kauf nehmen, dass Banken und Versicherungen keinen uneingeschränkten Zugang mehr zum EU-Binnenmarkt haben.

Die im Laufe des Freitags veröffentlichten offiziellen Zahlen zum Stellenaufbau in den USA hatten es in sich. Mit 213 Tsd. neu geschaffenen Stellen fiel die Arbeitsmarktstatistik deutlich besser aus als von den Volkswirten im Konsens erwartet (+195 Tsd.). Zudem wurden auch noch die Mai-Zahlen von 223 auf 244 Tsd. nach oben revidiert. Der Burgfrieden zwischen den beiden Unionsparteien und dem Koalitionspartner SPD im Asylstreit sowie der US-Vorschlag Autoimporte in beiden Richtungen gänzlich zollfrei zu stellen, standen ebenfalls Pate für die Erholung der Aktienmärkte in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,4% auf 24.456 Punkte. Der Dax schloss 0,3% im Plus bei 12.496 Punkten.

06.07.2018
Dax feiert Entspannungssignale im Handelskonflikt

Spekulationen über den Verzicht der USA auf Einfuhrzölle für europäische Autos sorgten gestern für Auftrieb am deutschen Aktienmarkt. Der DAX schloss mit einem Plus von 1,2% auf 12 464 Punkte. Auch die US Börsen wurden durch die positiven Signale beflügelt. Der Dow Jones ging um 0,8% höher bei 24.357 Punkten aus dem Handel. Auch der Nasdaq stieg um 1,1% auf 7.586 Punkten. Laut einem Handelsblatt-Bericht brachte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, bei einem Treffen mit den Chefs der Autokonzerne VW, BMW und Daimler einen Komplettverzicht auf Autozölle ins Gespräch. Damit wäre die Drohung des US-Präsidenten Donald Trump für europäische Autos, die in die USA exportiert werden, Zölle von 20% zu erheben, wenn die EU ihre Handelsbarrieren nicht abbaut, vom Tisch.

Auch die Tokioter Börse nahm die Entspannungssignale im Streit mit der EU über Autozölle positiv auf. Der Nikkei Index legte bis Redaktionsschluss um 0,8% auf 21 721 Punkte zu. Die Hoffnung besteht, dass auch im Konflikt mit China der große Knall in letzter Minute abgewendet werden kann.

05.07.2018
China rüstet sich

Der Handelskonflikt zwischen den weltweit größten Wirtschaftsmächten China und USA droht sich weiter zu verschärfen. Die Volksrepublik China plant ab Freitag Zölle auf US-Güter im Wert von 34 Milliarden Dollar zu erheben und hat damit einen deutlichen Vergeltungsschlag gegenüber von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle auf Güter aus dem Reich der Mitte avisiert. Das Finanzministerium in Peking erklärte, China werde in einem Handelskrieg aber keinesfalls den "ersten Schuss" abgeben. Aufgrund des Unabhängigkeitstages blieben die US-Börsen geschlossen. Der eskalierende Handelsstreit machte Druck auf die europäischen Aktienmärkte. Der Dax schloss um 0,3 % schwächer bei 12.317 Punkten.

Deutlich erholen konnte sich der Preis des gelben Metalls von seinem am vergangenen Dienstag erzielten Siebenmonatstief knapp unter der 1.238 US-Dollarmarke. Im fernöstlichen Handel notierte der Preis für eine Feinunze Gold bei 1.257,10 US-Dollar.

04.07.2018
Asylkompromiss löst DAX-Erholung aus

Nach dem Asylkompromiss zwischen CSU und CDU atmeten die Anleger erst einmal durch. Der DAX legte um 0,8 % zu, der Euro Stoxx 50 knapp 1 %. Zwar überlagert das Thema Migration in Deutschland derzeit fast alles, international bleiben aber die von Donald Trump angezettelten Handelsstreitigkeiten der dominierende Einflussfaktor. Sorgen um eine weitere Eskalation derselben drückte in den USA nach freundlichem Start die Benchmarks ins Minus. Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 % tiefer auf 24.174 Punkten. Der Nasdaq gab um 0,9 % nach.

Besonders spürbar wird der Gegenwind für den Welthandel an den Handelsplätzen der Volksrepublik China. A-Shares fielen auf den tiefsten Stand seit über zwei Jahren, und die Landeswährung Yuan (CNY) ging in den letzten Wochen ebenfalls auf Talfahrt. Seit Mitte Juni verlor der CNY zum US-Dollar knapp fünf Prozent an Wert und erreichte gestern den niedrigsten Stand seit Mitte August.

03.07.2018
Asiatische Börsen unter Druck - Yuan wertet ab

An den asiatischen Aktienmärkten dominierten heute früh allerdings – wie auch schon die Tage davor – Molltöne. Vor allem die Kurse in China und Hongkong gaben massiv nach, nachdem die chinesische Währung abermals deutlich an Wert verlor. Die chinesische Notenbank setzte den Referenzkurs des Yuan zum US-Dollar auf den niedrigsten Kurs seit rund einem Jahr fest. Der Nikkei 225 Index schloss um 0,1 % tiefer bei 21.785 Punkten.

Zentrales Thema des gestrigen Tages war jedoch, neben der von US-Präsident am Wochenende nochmals wiederholten Drohung, Automobile aus europäischer Produktion mit einer Strafsteuer belegen zu wollen, die Zuspitzung im Showdown um den Asylstreit innerhalb der Union. Nach zähem Ringen und langwierigen Verhandlungen präsentierten die beiden Parteien schließlich ein Konzept, dass es sowohl Angela Merkel als auch Horst Seehofer ermöglicht, die Affäre gesichtswahrend und als Teilsieger zu beenden und ihre jeweiligen Ämter als Bundeskanzlerin bzw. Minister des Inneren weiterzuführen. Der Dax gab um 0,6 % nach und schloss bei 12.238 Punkten.

 

Vor dem Independence Day schlossen die US-Märkte relativ moderat. Der Dow Jones ging 0,2 % höher aus dem Handel.

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Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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