Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

18.01.2019
Dax rappelt sich auf

Gestern sah es zunächst nicht gut aus für den Dax. Im frühen Handel gab der Deutsche Leitindex bis auf 10.824 Punkte nach. Dann rappelte sich der Dax jedoch auf und mit Unterstützung aus den USA hielten sich die Verluste zum Handelsschluss mit -0,1 % in Grenzen. Nach anfänglichen Verlusten ging es auch an der Wall Street nach oben. Berichte über eine mögliche Aufhebung der Strafzölle gegen chinesische Importe sorgten für gute Stimmung. Der Dow Jones beendete den Handel mit einem Plus von 0,7 % bei 24.370 Punkte. Auch der Nasdaq verbesserte sich um 0,7 % auf 7.084 Punkte. In Asien setzte sich heute Morgen die freundliche Tendenz fort. Damit dürfte der Dax heute die Marke von 11.000 Punkten ins Visier nehmen.

In Sachen Brexit steht bereits die nächste Deadline fest. Premierministerin May muss schon am Montag im Unterhaus einen neuen Plan zum Austritt aus der EU präsentieren. Dabei hat die britische Regierungschefin die Forderung von Oppositionsführer Corbyn zurückgewiesen, einen harten Brexit ohne eine Vereinbarung mit der EU auszuschließen.

17.01.2019
Globale Risiken nehmen zu

Der gestern veröffentliche Risikobericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) zeichnet ein verheerendes Bild vom Zustand der Erde. Die globalen Risiken nehmen zu, wobei der Klimawandel als dringlichste Herausforderung genannt wird. Bei der Umwelt sei es am offensichtlichsten, dass die Welt in eine Katastrophe schlafwandelt. Datenbetrug sowie Cyberattacken werden ebenfalls zu den größten Bedrohungen gezählt. Allein in Deutschland sind laut einer Umfrage des Digitalverbands Deutschland, kurz bitkom, 7 von 10 Industrieunternehmen in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Sabotage, Spionage oder Datendiebstahl geworden. Der Schaden beläuft sich auf 43,4 Mrd. Euro, wobei die Dunkelziffer deutlich darüber liegen dürfte. Der Dow Jones ging 0,6 % höher bei 24.207 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq verbesserte sich um 0,2 % auf 7.034 Punkte. Der DAX schloss 0,4 % höher bei 10.931 Punkten.

Die britische Premierministerin Theresa May gewann gestern Abend die Vertrauensabstimmung im Unterhaus. Mit 325 zu 306 Stimmen wurde der Misstrauensantrag von Labour-Chef Jeremy Corbyn abgelehnt.

16.01.2019
Brexit-Deal gescheitert

Das britische Unterhaus hat gestern Abend wie erwartet das mit der Europäischen Union ausgehandelte Austrittsabkommen mit klarer Mehrheit abgelehnt. Nach dem Willen des britischen Unterhauses soll die Regierung nun innerhalb von drei Sitzungstagen, also bis Montag nächster Woche, einen Plan B präsentieren. Angesichts der demütigenden Abstimmungsniederlage hat Oppositionsführer Jeremy Corbyn die Gunst der Stunde genutzt und einen Misstrauensantrag gegen die Regierung gestellt. Hierüber soll noch heute abgestimmt werden. Der Dow Jones schloss 0,7 % höher bei 24.065 Punkten. Der Nasdaq verbesserte sich um 1,7 % auf 7.023 Punkte. Der DAX schloss 0,3 % im Plus bei 10.891,79 Punkten.

Neben dem Brexit-Drama beschäftigen sich die Märkte heute mit den um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung anstehenden US-Einzelhandelsumsätzen für den Dezember – unter der Voraussetzung, dass diese Daten aufgrund des aktuellen Government Shutdown überhaupt zur Verfügung gestellt werden.

15.01.2019
Konjunktur macht Sorgen

Die Aktienmärkte haben gestern weltweit mit Abschlägen auf schwächere Konjunkturdaten reagiert. Im Euroraum sank die Industrieproduktion im November 2018 gegenüber Oktober 2018 um 1,7% und im Vergleich zum November 2017 um 3,3%. Die stärksten Rückgänge verzeichneten Irland, Portugal und Deutschland. Die größten Zuwächse wurden in Estland, Griechenland und Malta registriert. Sorgen um die Stärke der Weltkonjunktur bereiteten vor allem auch Daten aus China. Die chinesischen Exporte schrumpften im Dezember zum Vorjahresmonat um 4,4% und die Importe kamen um 7,6% zurück. Auch der Neuwagenabsatz in China sank weiter. Der Dow Jones schloss 0,4 % tiefer auf 23.909 Punkten. Der Nasdaq verringerte sich um 0,9 % auf 6.905 Punkten. Der DAX ging 0,5 % tiefer auf 10.855,91 Punkten aus dem Handel.

Für Verunsicherung sorgte auch, dass US-Präsident Trump via Twitter der Türkei im Konflikt um Syrien mit der wirtschaftlichen Zerstörung drohte, sollte die Türkei die syrischen Kurden angreifen.

14.01.2019
Der Countdown läuft

Am Dienstag werden die britischen Abgeordneten über das mit der Europäischen Union ausgehandelte Austrittsabkommen von Premierministerin Theresa May abstimmen. Im Vorfeld dieses Ereignisses zeigt sich das britische Pfund am Devisenmarkt deutlich gestärkt. Der britische Außenminister Jeremy Hunt sagte zudem, wenn das Parlament die Brexit-Vereinbarung am Dienstag ablehne, könnte der Brexit ganz vom Tisch sein und Oppositionsführer Jeremy Corbyn hat für den Fall einer weiteren Schlappe Mays am Dienstag bereits eine Abstimmung über Neuwahlen und eine Verschiebung des EU-Austritts gefordert. Der Ausgang dieser Abstimmung ist ungewiss. Der Dow Jones schloss kaum verändert bei 23.995 Punkten. Der Nasdaq verringerte sich um 0,2 % auf 6.971 Punkte. Der DAX schloss 0,3 % tiefer auf 10.887 Punkten.

Die Verhandlungen im Handelsstreit mit China konnten noch nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Einem Pressebericht zur Folge sollte die Grundstimmung weiter positiv sein, auch weil sich Chinas Vizepremier Liu He Ende Januar mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und US-Finanzminister Steven Mnuchin treffen werden.

11.01.2019
US-Aktien beflügelt

An der Wall Street ging gestern die Kursrally weiter. Die Aktienkurse an der New Yorker Börse konnten gestern weiter zulegen und dies bereits den fünften Handelstag in Folge. Die unerwartet gut ausgefallenen wöchentlichen US-Arbeitsmarktzahlen lieferten hierbei die Initialzündungen und führten dazu, dass anfängliche Verluste schnell ausgeglichen wurden. Der Dow Jones konnte um 0,5 % zulegen und schloss knapp über der 24.000er Marke. Der Nasdaq verbesserte sich um 0,4 % auf 6.986 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 % höher bei 10.921 Stellen. US-Notenbanker bestätigten, die zuletzt bereits vermehrt zu hörenden dovishen Aussagen und stützten somit die gute Stimmung am Aktienmarkt.

In der letzten Dezemberwoche notierte der Ölpreis der europäischen Sorte Brent noch knapp unter der 50 US-Dollarmarke und bildete hierbei ein 18-Monatstief aus. Seit Jahresbeginn kletterten die Preise kontinuierlich und haben mittlerweile bereits einen erneuten Blick über die 60 US-Dollarmarke gewagt.

10.01.2019
Druck auf Theresa May steigt

Das britische Unterhaus nahm gestern die Debatte über das mit der EU ausgehandelte Austrittsabkommen wieder auf. Nachdem die Abstimmung über die Vereinbarung im Dezember noch von Premierministerin Theresa May abgesagt wurde, soll diese nun am 15. Januar stattfinden. Die Fronten sind nach wie vor verhärtet. Theresa May droht mit den Folgen eines ungeordneten Austritts aus der EU, um die Parlamentarier von der Vereinbarung mit der EU zu überzeugen. May musste gestern bereits eine Niederlage einstecken. Das Unterhaus stimmte dafür, dass die Regierung bereits innerhalb von drei Tagen ihre weiteren Pläne offenlegen muss, sollte der Brexit-Deal vom Parlament nicht angenommen werden. Der Dow Jones schloss 0,4 % höher auf 23.879 Punkten. Der Nasdaq verbesserte sich um 0,9 % auf 6.957 Stellen. Der Dax legte 0,8 % auf 10.893 Zähler zu.

China und die USA scheinen sich im Handelsstreit angenähert zu haben. Details zu den Ergebnissen der Handelsgespräche könnten heute im Mittelpunkt stehen.

09.01.2019
Schwache deutsche Industrie

Von der deutschen Industrie kamen zum Jahresstart enttäuschende Zahlen. So schrumpften die Aufträge im November im Vergleich zum Vormonat um 1,0 %. Verantwortlich hierfür war vor allem ein um 3,2 % rückläufiges Auslandsgeschäft. Dabei brachen die Bestellungen aus der Euro-Zone nach kräftigen Zuwächsen im Vormonat um 11,6 % ein. Die Orders aus Drittstaaten - zu denen die weltgrößten Volkswirtschaften USA und China gehören - wuchsen hingegen um 2,3 %. Der Dow Jones schloss 1,1 % höher auf 23.787 Punkten. Der Nasdaq rückte um 1,1 % auf 6.896 Punkten vor. In Frankfurt ging der DAX 0,5 % höher bei 10.803,98 Punkten aus dem Handel.

In seiner Rede an die Nation bekräftigte Trump gestern Abend, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu wollen. Er forderte die Demokraten auf, die dafür nötige Mittel freizugeben. Diese lehnten das aber ab. Damit hält der Shutdown nun mehr als 2 Wochen an. Den Notstand rief der US-Präsident aber (noch) nicht aus, um so ohne Zustimmung des Kongresses Gelder zu beschaffen.

08.01.2019
Schwacher Dienstleistungs-ISM ordentlich aufgenommen

Nach 60,7 Punkten im November sank der ISM Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor auf nur noch 57,6 Punkte und lag damit klar unter den im Konsens prognostizierten 58,5 Zählern. Die Anleger scheinen diese Zahl trotzdem wohlwollend aufgenommen zu haben, weil nach dem Einbruch des Schwesterindex zum Verarbeitenden Gewerbe in der vergangenen Woche um satte 5,2 Zähler, hinter vorgehaltener Hand wohl ein noch stärkerer Rückgang befürchtet wurde. Wegen des Shutdowns sind die Veröffentlichungstermine der für diese Woche angekündigten US-Wirtschaftszahlen vage. Dies gilt auch für die Veröffentlichung des Handelsbilanzdefizits für November 2018. Der Dow Jones schloss am Montag 0,4 % höher auf 23.531 Punkten. Der Nasdaq verbesserte sich um 1,3 % auf 6.823 Stellen. Der DAX ging mit einem Minus von 0,2 % auf 10.747 Punkten aus dem Handel.

US-Präsident Donald Trump kündigte via Twitter für heute 21 Uhr Ostküstenzeit eine Rede an die Nation an. Dabei wird es um den Streit bezüglich der von ihm gewünschten Grenzmauer zu Mexiko gehen.

07.01.2019
Finanzmärkte deutlich erholt

Die Aktienmärkte haben sich am Freitag deutlich erholt. Zunächst beflügelten einmal mehr Hoffnungen auf einen baldigen Durchbruch im Handelsstreit zwischen den USA und China die Phantasie der Börsianer. Heute und morgen finden Gespräche in puncto Handelsstreit in Peking statt, dies sind die ersten direkten Verhandlungen seit der Ankündigung eines Waffenstillstands Anfang Dezember. Des Weiteren sorgte ein sehr starker US-Arbeitsmarktbericht für Rückenwind an den Finanzmärkten. Und schließlich signalisierte die US-Notenbank eine dennoch behutsame Geldpolitik. Der Dow Jones kletterte um 3,3 % auf 23.433 Punkte. Auch der Nasdaq verbesserte sich um 4,3 % auf 6.738 Zähler. Der Dax verzeichnete am Freitag ein Plus von satten 3,4 % und ging mit 10.767 Punkten aus dem Handel. In Asien setzte sich heute Morgen die positive Tendenz fort.

Die zuletzt immer stärker aufkommenden Konjunktursorgen an den Märkten traten am Freitag nach einem sehr starken US-Arbeitsmarktbericht zunächst in den Hintergrund. Im Dezember wurden in den USA 312.000 neue Jobs geschaffen.

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