Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

22.01.2021
Gute Stimmung in den Vereinigten Staaten

Erwartungsgemäß ergab sich aus der gestrigen EZB-Sitzung keine Veränderung in der Leitzinspolitik. Die EZB belässt zudem den Zielwert des Anleihekaufprogramms PEPP bei 1,85 Mio. Euro. Die sogenannte „Forward Guidance“ bleibt ebenso unverändert. Blickt man in die USA, war der Handelstag schon spannender – die US-Hausbaubeginne legten im Dezember überraschend stark zu.

Gleichzeitig vermeldete die Federal Reserve Bank of Philadelphia, dass der Index für die Stimmung der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes von 9,1 Punkten im Dezember auf 26,5 Punkte im Januar gestiegen ist. Obwohl unter dem neuen Präsidenten Joe Biden die Erhöhung von Unternehmenssteuern möglich erscheint, zeigen sich Unternehmen in Sachen Investitionsneigung wenig zurückhaltend. Dies geht aus einer gesonderten Befragung der Federal Reserve Bank of Philadelphia hervor.

21.01.2021
Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel

Am heutigen Tag beraten die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten über eine Videoschalte darüber, wie die Verschleppung des Virus bei der Einreise verhindert werden kann. Zur Diskussion stehen dabei Maßnahmen zur Erkennung und Eindämmung der Virusmutanten und zur Reduzierung des Infektionsgeschehens. Deutschland könnte beispielsweise die Grenzen noch etwas mehr dichtmachen und die Einreisen noch stärker kontrollieren. Ebenfalls werden die Impfziele der EU besprochen. Konkret sollen bis August 70% der Erwachsenen in Europa geimpft sein.

Der EZB Zinsentscheid wird wohl kein Highlight der Woche sein. Der EZB kommt zudem der etwas schwächer notierende EUR zugute. Anpassungen auf der Zinsseite sind keine zu erwarten. Konjunkturell betrachtet erwarten uns die Daten zum Verbrauchervertrauen der EWU und dem Wohnungsbau in den USA. Des Weiteren ist die Amtseinführung von Joe Biden ein Thema der Woche. Erste politische Äußerungen können bereits bewertet werden. Das Verhältnis der EU zu den USA sollte in den kommenden Monaten einen Wiederaufbau erfahren. 

20.01.2021
Der Lockdown geht weiter

Der Lockdown und die vorherrschenden Maßnahmen wurden bis Mitte Februar in Deutschland verlängert. Ein Super-Lockdown, bei dem auch die Betriebe geschlossen werden, ist vorerst abgewendet worden. Mit den Beschlüssen ist vorerst das Schlimmste verhindert worden.

 

In den USA macht Janet Yellen, die Finanzministerin, Hoffnung auf zusätzliche massive Konjunkturhilfen. Weitere Hilfen seinen nötig und stehen in Aussicht. Der Streaming-Anbieter Netflix veröffentliche positive Quartalszahlen und überwand die Schwelle von 200 Mio. Abonnenten.

 

19.01.2021
Rufe nach neuen Corona-Auflagen

Obwohl die Zahl der Corona-Infektionen jüngst zurück geht, werden Nachschärfungen der Auflagen durchgeführt oder wie in Deutschland neu diskutiert. In Deutschland findet diesbezüglich eine vorgezogene Bund-Länder-Konferenz statt, bei der sich über weitere Corona-Auflagen unterhalten wird. Zur Debatte steht die Einführung einer generellen FFP2-Maskenpflicht und mehr Druck auf die Umsetzung von Homeoffice. Grundsätzlich ist von einer Verlängerung diverser Maßnahmen auszugehen.

 

Europäische Börsen sehen in einer möglichen Verschärfung der Corona-Restriktionen auch die Gefahr, dass sich die Wirtschaftserholung verzögern könnte. Während sich die chinesische Wirtschaft sehr schnell erholt und einen neuerlichen Wachstumspfad verfolgt, kämpft Europa um eine Art Stabilisierung der Wirtschaftsleistung. Das Augenmerkt der Kapitalmarktteilnehmer richtet sich unter dessen auch auf die anstehende EZB-Zinssitzung.

18.01.2021
Chinas BIP wächst auch im Corona-Jahr

Die chinesische Stadt Wuhan gilt als Ursprung der Corona-Pandemie. Von dort aus nahm das Virus seinen Lauf um die Welt. Unter den größten Volkswirtschaften hat China die Folgen der Pandemie am besten gemeistert. Die Statistikbehörden des Landes teilen ein Wachstum von 2,30% zum Vorjahr mit. Dies entspricht zwar einer Verlangsamung, ist jedoch im Vergleich zu Europa und den USA eine starke Jahresperformance. Für das laufende Jahr 2021 wird sogar ein BIP-Wachstum von 7,90% prognostiziert. China gilt auch während der Pandemie als ein wichtiges Produktionsland für diverse Waren und Güter.

Die Gemeinschaftswährung des Euro setzt auch zu Wochenbeginn mit seiner Schwäche fort. Zum US-Dollar ging es bis auf 1,2070 abwärts. Dieser Trend ist bereits seit letzter Woche intakt und steht wohl im Zusammenhang zu den schlechten Nachrichten zur Corona-Lage in Deutschland. Aus Sicht der EZB dürfte die Kurskorrektur des Euro willkommen sein.

15.01.2021
Diskussion um weitere Verschärfung

Das Auseinanderbrechen der Regierung in Italien wurde durch die Finanzmärkte schnell verdaut. Wie bereits gestern angemerkt waren die Reaktionen des Finanzmarktes in Italien sehr verhalten. Die Renditedifferenz zwischen deutschen und italienischen Staatsanleihen weitete sich um 7 Basispunkte aus. Der europäische Aktienmarkt tendierte leicht aufwärts, wohingegen die US-Börsen mit einem Minus aus dem Handel gingen. Das von Joe Biden angekündigte US-Konjunkturpaket muss noch durch den Kongress, was Anlegern eine gewisse Skepsis verleiht.

Das deutsche BIP ist gemäß einer ersten Schätzung im Gesamtjahr 2020 um 5% geschrumpft. Das BIP dürfte im Schlussquartal zumindest stagniert haben, was unter Berücksichtigung der vorherrschenden Lockdowns eine Überraschung ist. Weitere Verschärfungen sind dennoch zu erwarten. Insbesondere die Möglichkeit noch stärker das Homeoffice zu nutzen, soll ausgeweitet werden. Beschlüsse hierzu sind um den 25. Januar zu erwarten.

14.01.2021
In Italien kippt die Regierung

Die italienische Regierung unter der Führung von Ministerpräsident Guiseppe Conte ist zerbrochen. Grund hierfür sollen Uneinigkeiten im Bezug auf die zur Verfügung stehenden Mittel aus dem europäischen „Wiederaufbaufonds“ sein. Und dies obwohl man sich zuvor in Rom und Brüssel geeinigt hatte. Als das wahrscheinlichste Szenario erscheint ein neuerliches Mitte-Links-Bündnis. Die Spreads der italienischen Staatsanleihen haben auf die Neuigkeiten nur temporär reagiert.

Am heutigen Tag erwartet uns die erste Schatzung zur Entwicklung des deutschen BIP für 2020. Das Jahr 2020 wird zur Einordnung der Krise ziemlich wahrscheinlich mit dem Jahr 2009 und der letzten großen Krise verglichen. Überraschend positiv ist die Industrieproduktion im Euroraum für den November 2020 verlaufen und auch die US-Wirtschaft habe in gemäßigtem Tempo zugelegt.

13.01.2021
Merkel rechnet mit langem Lockdown

Nach den Regierungsgesprächen zeichnet sich in Deutschland eine Verlängerung des Lockdowns ab. Die Gerüchte darüber wurden vom Aktienmarkt weitestgehend ignoriert. Der Handel in Europa und den USA entwickelte sich unspektakulär. In den USA startet in Kürze die US-Berichtssaison, von der neue Impulse ausgehen können. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor stellt die neue Virusvariante aus Großbritannien dar. Die erhöhte Ansteckungsgefahr führt dazu, dass zum Teil harte Lockdowns eingeführt oder verlängert werden müssen. Des Weiteren greift die EU bei den Impfdosen zu und möchte ein Ende des Mangels bis April erreichen.

Die US-Notenbank dürfte weiterhin hohes Interesse daran haben die Renditen im Anleihemarkt der USA zu begrenzen. So zeichnet sich indes eine Ausweitung des Angebots ab. Die Analysten der LBBW haben zwar die Prognosen für die USD-Langfristrenditen angehoben, sehen aber eine klare Begrenzung der Renditen durch die Notenbankpolitik der FED. Heute Morgen gaben die 10j. Treasury-Renditen bereits wieder deutlich nach und liegen aktuell nur noch bei 1,11%.

12.01.2021
Abverkäufe bei Aktien, Renten und Bitcoin

Anleger zeigen sich besonders optimistisch. Dies zeigt die jüngste Auswertung des Sentix Konjunkturindex Welt, als eine Erwartungskomponente für die weitere konjunkturellen Entwicklung. Die Kennzahl erreichte in Deutschland, der Eurozone, den USA, sowie weltweit jeweils ein neues Allzeithoch. Zu erklären ist diese Euphorie lediglich mit den anlaufenden Impfungen und bereits gestarteten Kampagnen. Negativ beeinflussen könnte nach wie vor die Verlängerung des aktuellen Lockdowns.

Der US-Arbeitsmarkt kann als ein Warnzeichen wahrgenommen werden. Der Stellenwiederaufbau verlangsamt sich und im Dezember gingen erstmals wieder Stellen verloren. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist eine Verschiebung von Vollzeitarbeitsplätzen hin zu Teilzeitarbeitsplätzen. Folglich dürften zwar einige Arbeiter wieder in einem Arbeitsverhältnis sein, allerdings muss folglich der Lohn kleiner ausfallen.

 

11.01.2021
Rekorde über Rekorde

Der Wochenstart in das neue Börsenjahr 2021 verlief äußerst positiv. So konnte der deutsche Leitindex DAX mit einem Wochenplus von 2,4% aus dem Handel gehen. Der neue historische Höchststand liegt jetzt bei 14.131,50 Punkten. Obwohl der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Dezember enttäuschte, gelangen auch dem S&P 500 und dem Nasdaq 100 Kurszuwächse. Weitere Staatshilfen wurden inzwischen durch den US-Präsident Joe Biden in Aussicht gestellt und könnte weiterhin Teil der Euphorie sein.

Die größte Kryptowährung Bitcoin ist im Hype-Modus und erreichte zwischenzeitlich ein Rekordhoch bei 41.198,80 US-Dollar. Damit legte die Cyberwährung in den ersten neun Handelstagen des neuen Jahres um 38% an Wert zu und knüpft unmittelbar an das erfolgreiche Jahr 2020 an. Begründet wird die Rally mit verschiedenen Faktoren. Zum einen die Alternativlosigkeit bei den Anleihen, zum anderen die Meldung, dass Paypal Bitcoin als Zahlungsinstrument einführen könnte.

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Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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