Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

29.11.2018
Aktienmärkte legen zu

Die Börsianer blicken gespannt auf das G20-Treffen in Buenos Aires am kommenden Wochenende. Dort dürfte vor allem die Begegnung der beiden Kontrahenten im Handelsstreit, Trump und Xi, im Vordergrund stehen. Da kam gestern nach Börsenschluss in Europa die Rede des US-Notenbankchefs Powell gerade recht, der den Fokus der Marktteilnehmer für eine Weile auf die Geldpolitik der Fed richtete. Die Rede wurde allgemein dovish gewertet, womit die Sorgen um eine zu restriktive Marschroute gedämpft wurden. Das aktuelle Leitzinsband von 2,0 bis 2,25 % läge nur knapp unter dem neutralen Zinsniveau. Die Fed selbst gibt diesen neutralen Zins derzeit bei 3,0 % an.

So ganz ohne Newsflow zum Handelsstreit ging es doch nicht. Zuvor machte Wirtschaftsberater Kudlow Hoffnung, das Treffen in Buenos Aires habe das Potenzial, das Blatt zu wenden. Die Marktteilnehmer wollten sich auf die optimistische Seite schlagen, die Aktienmärkte hatten bereits vor der Powell-Rede Zugewinne verbucht. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 2,5 % auf 25.366 Punkten. Der Nasdaq rückte knapp 3 % auf 7.291 Stellen vor. In Europa ging der Dax mit 11.299 Punkten aus dem Handel.

28.11.2018
Konjunktur nicht in Form

Wegen der jüngst eher enttäuschenden Nachrichten von konjunktureller Seite steigen die Erwartungen im Vorfeld des G20-Gipfels am Wochenende. Eine Annäherung im Handelsstreit zwischen den beiden wirtschaftlichen Schwergewichten USA und China wäre nach den konjunkturellen Nackenschlägen der letzten Zeit ein Zeichen für wieder freundlichere wirtschaftliche Perspektiven. Im September verhängten die USA Strafzölle in Höhe von 10 % auf chinesische Importe im Umfang von 200 Mrd. USD. Diese Zölle sollen Anfang 2019 auf 25 % angehoben werden. Die jüngsten Signale aus Washington klangen allerdings zunächst nicht danach, dass auf diese Erhöhung verzichtet werde.

Entsprechend reagierte in Frankfurt der Dax, der gestern um rund 0,4 % nachgab und bei 11.309 Punkten aus dem Handel. In Asien sorgten jedoch heute Morgen Aussagen von Larry Kudlow, dem Wirtschaftsberater im Weißen Haus für Rückenwind. Dieser zeigte sich wieder optimistischer in puncto Einigung im Handelsstreit. Der Dow Jones schloss 0,4 % höher auf 24.748 Punkten. Der Nasdaq stagnierte dagegen bei 7.082 Punkten.

27.11.2018
Erholungsrallye zum Wochenauftakt

Entspannungssignale im Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU sowie die Erholung der Ölpreise beflügelten den Dax zum Wochenauftakt. Das deutsche Leitbarometer schloss gestern 1,45 % höher auf 11.354 Punkten und baute damit seine vor dem Wochenende verbuchten moderaten Gewinne aus. Eine feste Wall Street gab dem Dax zu Handelsschluss zusätzlichen Auftrieb. Anleger freute zum Wochenbeginn, dass die beiden italienischen Vizepremiers Matteo Salvini und Luigi Di Maio bereit sind, mit der EU über die Höhe der Neuverschuldung im kommenden Jahr zu verhandeln. Dies verschaffte dem Bankensektor in Italien, aber auch in ganz Europa Auftrieb. Profiteur im Dax waren Deutsche Bank mit plus 4,8 %. Der Dow Jones stieg um 1,5 % auf 24.640 Punkte. Der Nasdaq stieg sogar um 2,3 % auf 6.678 Zähler.

Nach dem rund 3%igen Kurssprung von gestern ging es mit dem Ölpreis heute wieder nach unten. Brent Oil notierte heute früh 38 Cent tiefer auf 60,10 US-Dollar je Barrel. Der Ölpreis fällt und dennoch fördert Saudi-Arabien kräftig weiter.

23.11.2018
Brexit-Hoffnung beflügelt Pfund

Unterhändler der britischen Regierung und der EU-Kommission haben sich auf einen 26-seitigen Entwurf zu den künftigen Beziehungen nach dem Brexit geeinigt. Dies bestätigte EU-Ratspräsident Donald Tusk. Beide Parteien streben eine enge Partnerschaft in vielen Bereichen an. Unter anderem heißt es, dass im Wirtschaftsbereich die Schaffung eines Freihandelsgebiets ohne Zölle, Abgaben und mengenmäßige Beschränkungen das Ziel sei. Außerdem könne die Brexit-Übergangsphase um 1-2 Jahre verlängert werden. Beim EU-Sondergipfel am Sonntag soll der Entwurf von den EU-Staats- und Regierungschefs endgültig gebilligt werden. Als Reaktion darauf legte das britische Pfund von 1,1207 auf kurzfristig über 1,13 gegenüber dem Euro zu.

Dax und Eurostoxx50 verloren am Donnerstag jeweils ein knappes Prozent auf 11.138 und 3.126 Punkte. Von der Wall Street kamen keine Impulse, weil die US-Börsen wegen des Feiertages Thanksgiving geschlossen blieben.

22.11.2018
Aktienmärkte erholen sich etwas

Nach den starken Kursverlusten der vergangenen Tage, ausgelöst durch eine Neubewertung der Tech-Aktien, erfuhren die US-Börsen gestern eine Gegenbewegung. Während der Dow fast unverändert mit 24.465 Zählern aus dem Handel ging, legte der Nasdaq 0,9 % zu. Die sogenannten FAANG-Aktien erholten sich zwar etwas, allerdings kann man hier angesichts eines Novemberverlusts in Höhe von 19 % bspw. der Apple-Aktie nur von einem Tropfen auf den heißen Stein sprechen. Die Skepsis der Anleger dürfte noch eine Weile anhalten und die Aktienbörsen weiteren Prüfungen unterziehen. In Europa gewann der DAX gut 1,6 % und ging nach erfolgreicher Verteidigung der 11.000-Punkte-Marke mit 11.244 Zählern aus dem Handel.

Derweil verlief ein Treffen zwischen Juncker und May zu den Brexit-Verhandlungen ergebnislos, soll jedoch am Samstag in Brüssel fortgesetzt werden. Am Sonntag folgt dann der EU-Sondergipfel, auf dem der Deal von den EU-Staaten abgesegnet werden soll. Zudem sandte Italien nach erneuter Ablehnung seines Haushaltsentwurfs durch die EU-Kommission beschwichtigende Signale aus.

21.11.2018
Wall Street unter Druck

Die US-Börsen haben gestern ihren zuletzt eingeschlagenen Rückwärtsgang beibehalten. Erneut standen Technologie Titel auf der Verkaufsliste, nachdem Anfang der Woche Medienberichte über Produktionskürzungen bei Apple wegen schwächelnder iPhone-Nachfrage die Runde gemacht hatten. Hinzu kamen Bedenken bezüglich des Weihnachtsgeschäfts. Fallende Rohölpreise belasteten zudem die Energiewerte. Am Ende rutschte der Dow Jones um 2,2 % auf 24 466 Punkte und damit unter den Ultimo-Stand 2017 ab. Der Nasdaq verringerte sich um 1,7 % auf 6.909 Punkte. In Frankfurt fiel der Dax um 1,6 % auf ein Zwei-Jahres-Tief von 11.066 Punkten.

Am frühen Morgen präsentierten sich die meisten Börsen in Fernost mit per Saldo eher begrenzten Verlusten. In Japan verlor der Nikkei-Index rund 0,4 % an Terrain. Chinas marktbreiter CSI300-Index blieb angesichts von Hoffnungen auf staatliche Impulse für die Binnenwirtschaft stabiler.

20.11.2018
Schwacher Wochenauftakt an den Börsen

Die europäischen Aktienmärkte starteten schwach in die neue Woche. Als Belastungsfaktor fungierte neben dem Haushaltsstreit mit Italien vor allem die Brexit-Regierungskrise. Britischen Forderungen, nach einer Neuverhandlung des Brexit-Vertragsentwurfs erteilten Deutschland und andere EU-Staaten eine Absage. Auch Theresa May, die stark unter Druck steht und sich womöglich einem Misstrauensvotum stellen muss, verteidigte die Vereinbarung. Während May selbst eine Verlängerung der Übergangsfrist ablehnt, schloss der britische Wirtschaftsminister Greg Clark unterdessen eine Verlängerung der Übergangsperiode bis 2022 nicht aus.

Auch an der Wall Street kannten die Kurse nur eine Richtung, nämlich nach unten. Hier dämpfte der US-Handelsstreit mit China erneut die Kauflaune. Zudem belastete ein Kurssturz bei Apple die Stimmung. Nicht zuletzt hielten sich die Anleger vor dem Thanksgiving-Feiertag am Donnerstag mit Käufen zurück. Der Dow Jones schloss 1,6 % tiefer auf 25.017 Punkten. Der Nasdaq sackte um 3 % auf 7.028 Punkte ab. In Europa fiel der Dax um 0,9 % auf 11.244 Punkte.

19.11.2018
Uneinheitliche Vorgaben für die neue Börsenwoche

Die New Yorker Börse schloss am Freitag uneinheitlich. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,5 % auf 25.413 Punkten. Der Nasdaq dagegen um 0,2 % schwächer bei 7.247 Zählern. In Frankfurt hatte der Dax am Freitag knapp im Minus auf 11.341 Punkten geschlossen. Die asiatischen Börsen starteten heute Morgen etwas freundlicher in die neue Woche.

Nach ihrem knappen Sieg im Kabinett für den ausgehandelten Brexit-Vertrag muss die britische Premierministerin May weiterkämpfen. So plant angeblich der rechte Flügel ihrer Partei ein Misstrauensvotum. Dieses könnte schon diese Woche stattfinden, wenn mindestens 48 Stimmen zusammenkommen. Die wichtigste Nagelprobe kommt dann Anfang Dezember mit der Abstimmung im Parlament, in dem Mays Partei keine Mehrheit mehr hat, nachdem der nordirische Bündnispartner gegen den Vertrag stimmen will. Ihre Gegner von rechts und links wissen allerdings, dass ein ungeordneter Austritt massive Risiken birgt.

16.11.2018
Abschluss einer ereignisreichen Woche

Die US-Aktienmärkte haben gestern im Plus geschlossen. Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,8 % auf 25.289 Punkten. Der Nasdaq rückte 1,7 % auf 7.259 Zähler vor. Die Wertpapierhändler hat das Gerücht gefreut, dass die Vereinigten Staaten nicht unmittelbar vor der Einführung neuer Zölle gegenüber China stehen. Demgegenüber hat die Trump-Administration wissen lassen, dass die jüngsten Vorschläge Chinas im beiderseitigen Handelsdisput als nicht ausreichend beurteilt werden. In Europa hat der Dax ein halbes Prozent auf 11.353 Punkte verloren.

Derweil kämpft Theresa May gegenüber dem Parlament in London um ihren Brexit-Deal, bei dem der Ausgang noch offen ist. Die Stimmung von den Parlamentariern im Plenum war gestern offen feindlich gegenüber der Premierministerin.

15.11.2018
Deutsches BIP im Rückwärtsgang

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank auf Basis der gestern veröffentlichten Zahlen im 3. Quartal 2018 erstmals wieder seit 2015 und zwar um 0,2 %. Vor allem die Probleme mit dem neuen Auto-Abgasprüfstandard zeigen Wirkung. Allerdings konnten den Zahlen auch entwarnende Signale entnommen werden. Gegen eine beginnende Rezession spricht, dass die deutschen Unternehmen im abgelaufenen Quartal wieder mehr investierten. Sorgen bereitet den Anlegern zudem die Eskalation im Haushaltsstreit zwischen Italien und der Europäischen Union. Rom steuert nun auf ein Defizitverfahren zu. Im nächsten Schritt könnten finanzielle Sanktionen folgen.

Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,81 % auf 25.081 Punkten. Der Nasdaq gab um 0,9 % nach und notierte mit 7.136 Zählern. In Frankfurt schloss der Dax 0,5 % schwächer bei knapp 11.413 Punkten.

Rechtshinweis

Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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