Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

07.09.2018
Handelsstreit belastet Börsen

In puncto Handelsstreit meldete sich gestern Peking zu Wort und kündigte Vergeltungsmaßnahmen an, sollte sich Trump nicht von den Last-Minute-Überzeugungsversuchen diverser US-Unternehmen umstimmen lassen. Der Dax beendete den Handel erstmals seit über fünf Monaten unter 12.000 Punkten und schloss 0,7 % tiefer bei 11.955 Punkten. In den USA verringerte sich der Nasdaq um 0,9 % auf 7.922 Punkte. Der Dow-Jones-Index schloss hingegen 0,1 % höher bei 25.995 Punkten.

Die Emerging-Markets-Krise schwelt weiterhin. Der russische Rubel etwa tauchte gestern gegenüber dem Dollar um 2,1 % ab. Aktien aus Schwellenländern standen weiter auf den Verkaufslisten - der MSCI Emerging Markets verlor 1,7 %. Dieses Umfeld begünstigte die klassischen sicheren Häfen wie Bundesanleihen und Treasuries, auf Währungsseite den japanischen Yen und den Schweizer Franken.

06.09.2018
Viele US-Konjunkturzahlen, aber die Marktteilnehmer warten auf Trump

Heute ist das Kalenderblatt gut gefüllt mit potentiell den Finanzmarkt bewegenden Daten. Nach den Auftragseingängen der deutschen Industrie heute in aller Frühe kommen am Nachmittag ähnliche Zahlen aus den Vereinigten Staaten. Alle diese Wirtschaftsdaten könnten am heutigen Tage von der so sattsam bekannten Problematik des US-Handelskonfliktes überschattet werden. Gestern hat auf Seiten der Vereinigten Staaten in diesem Zusammenhang eine wichtige Prüffrist geendet. Schon heute könnte US-Präsident Trump eine weitere Kurzmitteilung absetzen: Neue US-Zölle auf China-Importe oder nicht?

Der Dow-Jones-Index schloss gestern 0,1 % höher bei 25.974 Punkten. Der Nasdaq verringerte sich um 1,2 % auf 7.995 Punkte. In Europa fiel der Dax um 1,4 % auf 12.040 Zählern. Der Euro Stoxx 50
verlor 1,3 %.

05.09.2018
Wall Street trotzt dem September-Blues

Trotz einem sehr positiv überraschenden ISM-Einkaufsmanagerindex zum Verarbeitenden Gewerbe beendete der Dow den gestrigen ersten Handelstag im Monat September mit einem leichten Minus. Das Börsenbarometer ging mit einem Minus von 0,1 % bei 25.952 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq sank 0,23 % auf 8.091 Stellen. In Europa verlor der Dax 1,1 % und schloss auf 12.210 Punkten.

Gemessen am US-Dollarindex, hierbei handelt es sich um einen gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen gegenüber dem US-Dollar, konnte sich die amerikanische Valuta den 4.Tag in Folge weiter festigen. Gegenüber dem Euro notiert der Greenback weiter unter der 1,16er-Marke.

04.09.2018
Klima an der Börse wird rauer

Das Klima an den internationalen Aktienmärkten ist seit Septemberbeginn etwas rauer geworden. Die schwelenden internationalen Handelsstreitigkeiten, die Währungsturbulenzen in einigen Schwellenländern sowie die politische Unsicherheit in Italien können als Vorboten eines heißen Herbstes gedeutet werden.

Aufgrund des Feiertages in den USA verlief der gestrige Handel mit einem kleinen Abschlag beim DAX von 0,14 % auf 12 346 Punkte noch relativ ruhig. Die Investoren an den asiatischen Märkten traten heute früh ebenfalls auf die Bremse. Der MSCI Asia-Pacific ohne Japan lag 0,2 % im Minus. Der Nikkei- Index gab 0,3 % ab. Die Stimmung an den Börsen bleibt gedämpft, solange das Risiko einer Emerging-Markets-Krise schwelt. Darüber hinaus bleibt das Risiko einer Eskalation des Handelsstreits.

03.09.2018
Risiko eines No-Deal-Brexits gestiegen

Die britische Premierministerin Theresa May bestand am Wochenende im Rahmen eines Interviews, erneut auf ihren Forderungen einer Freihandelszone für Güter und Agrarprodukte. Im Dienstleistungs- und Finanzsektor will London hingegen ausscheren. Und auch einen freien Personenverkehr soll es gemäß Mays Wünschen nicht geben. EU-Chefunterhändler Michel Barnier erteilte Mays Plänen jedoch eine klare Absage. Der Dax verlor am Freitag 1,0 % und schloss bei 12.364 Punkten. In New York schloss der Dow Jones 0,1 % tiefer bei 25.957 Punkten. Der Nasdaq stieg hingegen um 0,25 % auf 8.109 Stellen.

Die Agenda ist diese Woche prall gefüllt: Morgen und am Donnerstag stehen die ISM Einkaufsmanagerindizes zum Verarbeitenden Gewerbe bzw. zum Dienstleistungssektor auf der Agenda. Am Donnerstag werden zudem Zahlen zu den Auftragseingängen der US-Industrie erwartet. An diesem Tag endet auch die Prüffrist bezüglich weiteren Strafzöllen gegenüber China im Warenwert von 200 Mrd. US-Dollar. Und am Freitag wird die US-Arbeitsmarktstatistik für August präsentiert.

31.08.2018
Trump droht mit Ausstieg aus der WTO

EU-Handelskommissarin Malmström setzte gestern US-Präsident Trump, mit ihrem Vorschlag, die Autozölle beider Seiten im Rahmen eines Handelsabkommens abzuschaffen, unter Zugzwang. Aktuell fallen auf US-PKWs 10 % Zoll an, während auf EU-Exporte lediglich 2,5 % fällig werden. Trump hielt das Angebot jedoch für zu schlecht und lehnte es heute Nacht ab. Gleichzeitig drohte er mit einem Ausstieg seines Landes aus der Welthandelsorganisation (WTO). Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 0,5 % auf 25.986 Punkten. Der Nasdaq büßte 0,3 % auf 8.088 Stellen ein. In Frankfurt verlor der Dax 0,5 % und schloss auf 12.494 Punkte.

Zuletzt gerieten diverse Währungen massiv unter Druck und werteten teilweise deutlich ab. So erreichte die Indische Rupie gegenüber dem US-Dollar gestern ein neues Allzeittief. Auch der Argentinische Peso schwächelte weiter und hat seit Jahresbeginn bereits 54 % an Wert verloren. Im Zuge dessen erhöhte die Notenbank gestern drastisch die Leitzinsen von 45 % auf 60 %. Indien und Argentinien leiden genauso wie u.a. Russland, Brasilien oder Mexiko unter dem Kursverfall der Türkischen Lira sowie der Aussicht auf eine weitere Zuspitzung im Handelsstreit zwischen den USA und China.

30.08.2018
Lira setzt Talfahrt fort

Die türkische Währung wertete gestern gegenüber dem Euro sowie dem US-Dollar mit mehr als 2% weiter ab. Die türkische Regierung sieht jedoch keine großen Risiken für die Wirtschaft oder das Finanzsystem. Analysten der US-Bank JP Morgan vertreten dazu eine kritischere Meinung. Nach gestern veröffentlichten Schätzungen der Analysten werden in der Türkei bis Mitte nächsten Jahres umgerechnet rund 153 Mrd. Euro an Auslandsschulden fällig. Für eine starke Bewegung am FX-Markt sorgte gestern der EU-Chefunterhändler Michel Barnier. Mit seiner Aussage, die Staatengemeinschaft werde Großbritannien für die Zeit nach dem Brexit eine Partnerschaft anbieten, die bislang kein anderer Drittstaat erhalten hat, keimte Hoffnung auf einen Brexit-Deal auf. Das britische Pfund verteuerte sich binnen weniger Minuten um mehr als eineinhalb Cent.

Anfang der Woche erzielte US-Präsident Trump bereits mit Mexiko eine vorläufige Einigung bei den Verhandlungen für ein neues Handelsabkommen. Heute Nacht zeigte sich Trump zudem zuversichtlich, bis Freitag auch mit Kanada ein Abkommen erreichen zu können. Die US-Börsen schlossen in der Hoffnung auf eine Einigung gestern fester. Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 % höher bei 26.126 Punkten. Der Nasdaq stieg um 1,0 % auf 8.109 Stellen. In Europa schlossen der Dax und der Euro Stoxx 50 jeweils 0,3 % höher bei 12.561,68 und 3.456,13 Punkten.

29.08.2018
Folgt Kanada dem Mexiko-Deal?

Die Resultate der vor den US-Kongresswahlen offensichtlich forcierten Handelsgespräche mit Mexiko sind an den US-Börsen per Saldo positiv angekommen. Offen ist nun, ob das bisherige Nafta-Mitglied Kanada den Regelungen folgen kann, die kanadische Außenministerin sieht zumindest positive Ansätze für ihre aktuellen Gespräche in Washington. Das noch vorläufige, auf 16 Jahre angelegte Abkommen sieht Zollverzichte in einer Reihe von Sektoren vor. Künftig sollen z.B. Autos zollfrei in die USA importiert werden können, wenn mindestens 75 % der Bauteile aus beiden Ländern stammen. Zudem gibt es z.T. Arbeiter-Lohnvorgaben. Die etwas gemilderten Protektionismus-Sorgen und das im August unerwartet kräftig um 5,5 auf 133,4 gesprungene US-Konsumentenvertrauen ließen die US-Börsen moderat im Plus abschließen.

Der Dow-Jones schloss 0,06% im Plus bei 26.064 Punkten. Die Technologiebörse NASDAQ erhöhte sich ebenfals leicht um 0,15% auf 8.030 Punkte. Der DAX beendete den Handelstag -0,09% tiefer bei einem Stand von 12.527. Auf der Währungsseite hat der Greenback nach der US-mexikanischen Einigung zunächst einmal nicht weiter zugelegt. Unmittelbarer Gewinner war der Peso, aber auch Europas Gemeinschaftswährung befestigte sich gestern zwischenzeitlich wieder deutlicher über 1,17 US-Dollar je Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit Ende des letzten Monats.

28.08.2018
USA und Mexiko mit neuem Handelsabkommen

Nach monatelangem Ringen haben sich die USA und Mexiko auf ein neues Handelsabkommen geeinigt. Es soll das bisherige Nafta-Abkommen ablösen, an dem auch Kanada beteiligt ist. Laut Angaben des US-Handelsvertreters umfasst der Deal mit Mexiko Regelungen unter anderem für die Autoindustrie - so zur Herkunft von Bauteilen sowie zum Lohnniveau der Beschäftigten. Ferner sind wohl Vereinbarungen über zollfreien Warenhandel sowie zum Patentschutz biologischer Medikamente getroffen worden. Gespräche mit Kanada über ein ähnliches Abkommen stehen anscheinend unmittelbar bevor. Nach Angaben aus Washington haben sich zudem Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Trump in einem Telefonat für eine Entschärfung des Handelsstreits ausgesprochen.

Der Dow-Jones-Index schloss satt im Plus (+1,01%) bei 26.049 Punkten. Der NASDAQ beendete den Handelstag 0,91% höher bei 8.017 Punkten. Der deutsche Leitindex verbuchte ebenfalls einen starken Handelstag, er schloss 1,16% im Plus bei 12.538 Punkten. Dank der guten Vorgaben aus Übersee rechnen wir heute an Europas Börsen mit einer Fortsetzung des positiven Trends. Im Fokus steht um 13 Uhr die Rede des EZB-Chefvolkswirts Praet. Am Nachmittag folgen mit dem S&P Case-Shiller-Hauspreisindex neueste Zahlen zur Entwicklung des US-Immobilienmarktes. Das Hauptaugenmerk dürfte jedoch auf dem US-Konsumentenvertrauen liegen, denn der Konsumanteil am US-BIP beträgt immerhin gut zwei Drittel.

27.08.2018
Fed auf Kurs

Die US-Notenbank hält an ihrem Kurs schrittweiser Zinserhöhungen fest. Die große Notenbankerkonferenz in Jackson Hole steht traditionell im Fokus der Anleger, da hier Einblicke in die grundsätzlichen Notenbankstrategien gewährt werden. Die Momentaufnahme zeigt, dass sich die US-Fed auf einer Gratwanderung zwischen Überhitzung der Wirtschaft und Abwürgen des aktuellen Aufschwungs befindet. Laut Fed-Chef Jerome Powell seien weitere Zinsschritte wahrscheinlich, wenn das starke Wachstum bei Einkommen und Arbeitsplätzen anhalte. Allerdings gebe es trotz historisch niedriger Arbeitslosigkeit kein Inflationsproblem.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 % höher auf 25.790 Punkten. Der Nasdaq verbesserte sich um 0,9 % auf 7.945 Punkte. In Europa gingen der Dax und der Euro Stoxx 50 jeweils 0,2 % höher bei 12.394 und 3.427 Zählern aus dem Handel.

Rechtshinweis

Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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