Börsen & Märkte

Hypo Börsenblick

08.04.2019
US-Konjunktur weiter auf Erholungskurs

Der am vergangenen Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht überraschte die Experten. Die Regierung in Washington meldete 196.000 neue Stellen und somit 16.000 Stellen mehr, als von den Analysten erwartet wurden. Damit war der Stellenaufbau wieder weit stärker als nötig, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten. Dafür ist Volkswirten zufolge eine Anzahl von rund 100.000 neuen Jobs pro Monat erforderlich. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 3,8 % und das schwächere Stundenlohnwachstum deutet zudem darauf hin, dass die US-Notenbank Fed mit weiteren Leitzinsanhebungen erst einmal weiter abwarten werde. Der Dow Jones schloss 0,2 % höher bei 26.424 Punkten. Der Nasdaq ging 0,6 % höher bei 7.938 Punkte aus dem Handel. Der DAX stieg um 0,2 % auf 12.009 Punkte.

Heute stehen die deutschen Exportdaten im Fokus. Die Konsensschätzungen der Analysten gehen bei den Exportdaten von einem Minus von 0,4 % zum Vormonat aus, die Importe werden ebenfalls schwächer mit einem Minus von 0,7 % erwartet.

05.04.2019
DAX gestern kurzzeitig über 12.000

Gestern hatten die Marktteilnehmer erneut schlechte Konjunkturnachrichten zu verdauen. Im Monatsvergleich zwischen Januar und Februar brachen die Auftragseingänge für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland um 4,2 % ein.

Die Finanzmärkte hatten bereits am Mittwoch negativ überraschende US-Daten abgeschüttelt und ließen sich auch gestern nicht die Laune verderben. Die Renditen von Bundesanleihen tendierten geringfügig niedriger und die internationalen Aktienmärkte erklommen neue Jahreshöchststände. Der DAX lugt sogar kurz über die 12.000er- Marke. Bislang nährt nach wie vor insbesondere die Hoffnung auf ein Ende des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits die gute Stimmung. Der Dax schloss 0,3 % im Plus bei 11.988 Zählern. Der Euro Stoxx 50 gewann 0,2 % auf 3.443 Stellen. In Amerika schloss der Dow Jones 0,6 % höher auf 26.384 Punkten. Der Nasdaq gab dagegen 0,1 % auf 7.891 Punkte nach.

04.04.2019
DAX mit neuem Jahreshoch

Der Aufschwung am deutschen Aktienmarkt hat sich gestern weiter fortgesetzt. Einmal mehr sorgte die Hoffnung auf eine baldige Lösung im US-chinesischen Handelsstreit für eine gute Stimmung. Der Dax kletterte auf den höchsten Stand seit fünf Monaten. In der Spitze notierte der deutsche Leitindex bei 11.961 Punkten und damit gut 13 % über dem Stand zu Jahresbeginn. Der Dow Jones legte 0,2 % auf 26.218 Punkte zu. Der Nasdaq erhöhte sich um 0,6 % auf 7.895 Zähler. Dennoch sollten die Börsianer langsam etwas vorsichtiger am Aktienmarkt agieren. Denn zum einen sind die Bewertungen der Aktien mittlerweile als moderat bis hoch einzuschätzen. Zum anderen haben sich die Konjunkturperspektiven zuletzt weltweit eher eingetrübt, erst gestern fiel beispielsweise der wichtige ISM-Service Index in den USA auf den tiefsten Stand seit 17 Monaten. Zudem herrscht bei den Unternehmen bereits seit einigen Monaten die Tendenz zu Gewinnrevisionen.

Das britische Unterhaus hat gestern mit hauchdünner Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das einen No-Deal-Brexit verhindern soll. Möglicherweise wird der EU-Austritt jetzt vom 12. April auf den 22. Mai verschoben.

03.04.2019
Die Dienstleister haben das Wort

Am Montag wurden die Indexstände für das Verarbeitende Gewerbe für den Monat März veröffentlicht. Das Bild war durchaus heterogen. Während für Deutschland der Index nach dem vorläufig veröffentlichten Wert von 44,7 sogar noch auf sehr niedrige 44,1 Punkte revidiert wurde, konnten jene für die USA und für China mit spürbaren Anstiegen positiv überraschen. Heute steht die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor in vielen Ländern auf der Agenda. China und Japan haben heute Nacht bereits vorgelegt. Im Reich der Mitte machte der Index einen Sprung von 51,1 auf 54,4 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit über einem Jahr.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent tiefer auf 26.179 Punkten. Der Nasdaq erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 7848 Punkte. In Europa stiegen der Dax und der Euro Stoxx 50 jeweils etwa ein halbes Prozent auf 11.754,79 beziehungsweise 3397,38 Punkte.

02.04.2019
EWU-Inflationsrate sinkt im März

Die Inflationsrate in der Euro-Zone fiel im März laut der Europäischen Statistikbehörde Eurostat gemäß einer Schnellschätzung auf 1,4 %. Die Preise für unverarbeitete Lebensmittel wie Obst und Gemüse zogen im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 1,2 % an, nach 2,9 % im Februar. Energie verteuerte sich hingegen im März weit stärker als im Vormonat. Hier lag der Zuwachs bei 5,3 % nach 3,6 % im Februar. Die EZB-Volkswirte kappten jüngst ihre Inflationsprognose für 2019 auf 1,2 % von zuvor 1,6 %. Vor diesem Hintergrund dürfte auch die EZB Leitzinswende bis mindestens Herbst 2020 auf sich warten lassen.

Aus Großbritannien gibt es auch heute keine bahnbrechende Meldung. Im zweiten Anlauf erteilte das Parlament wieder allen Alternativen zum Brexit-Deal eine Absage. Das Drama geht weiter. Der Dow Jones schloss 1,3 % höher auf 26.258 Punkte. Der Nasdaq verbesserte sich um 1,3 % auf 7.828 Zähler. Der Dax schloss 1,4 % im Plus mit 11.681 Punkten.

01.04.2019
Theresa May scheitert zum dritten Mal

Die britische Premierministerin Theresa May hat am Freitag ihr mit der EU ausgehandeltes Austrittsabkommen zum dritten Mal dem Unterhaus zur Abstimmung vorgelegt. Die Volksvertreter haben das Abkommen wieder abgelehnt, dieses Mal mit 344 zu 286 Stimmen. Die Zeit drängt: Die EU fordert vom uneinigen Königreich, bis zum 12. April zu entscheiden, ob es einen Austritt aus der Union ohne Abkommen geben soll, ob der Brexit auf die lange Bank geschoben oder ob er ganz abgeblasen werden soll. EU-Ratspräsident Tusk hat schon einmal vorsorglich für den 10. April zu einem EU-Sondergipfel eingeladen.

Ein Austritt zum 22. Mai des Jahres dürfte nach Lage der Dinge vom Tisch sein. Immerhin hatte der Europäische Rat eine Verlängerung des Austritttermins bis zu jenem 22. Mai nur unter der Bedingung zugestimmt, dass das britische Unterhaus bis zum Ende des vergangenen Monats das ausgehandelte Austrittsabkommen billigt. Der Dow Jones schloss 0,8 % höher auf 25.928 Punkten. Der Nasdaq verbesserte sich um 0,8 % auf 7.729 Punkte. Der Dax schloss 0,9 % im Plus bei 11.526 Punkten.

29.03.2019
China bewegt sich auf die USA zu

In Bezug auf den Handelsstreit der USA mit China gab es am Donnerstag wieder positive Signale, dass ein Abkommen in absehbarer Zukunft möglich ist. Berichten aus dem US-Handelsministerium zufolge gibt es Anzeichen, dass sich China in einigen Streitpunkten spürbar auf die US-Forderungen zubewegt, insbesondere beim strittigen Thema „Intellectual Property“. Der US-Handelsbeauftragte Lighthizer und der US-Finanzminister Mnuchin sind seit gestern zu einer neuen Verhandlungsrunde in Peking. Ein Deal zwischen den USA und China erscheint in den nächsten ein bis zwei Monaten durchaus möglich.

Ein Handelsdeal der USA mit China dürfte jedoch auch dazu führen, dass der Handelsstreit mit Europa wieder in den Fokus des US-Präsidenten rückt. Zunächst aber reagieren die Aktienmärkte positiv auf die Fortschritte bei den Verhandlungen mit China. Der Dow Jones schloss 0,4 % höher auf 25.717 Punkten. Der Nasdaq verbesserte sich um 0,3 % auf 7.669 Punkte. Der Dax rettete ein Mini-Plus von 0,1 % auf 11.428 Punkte in den Feierabend.

28.03.2019
Keine Brexit-Alternativen gefunden

Das Chaos geht weiter. Von den acht zur Wahl stehenden Brexit-Alternativen konnte gestern Abend im britischen Unterhaus keine einzige Variante eine Mehrheit finden. Wie es weitergeht ist derzeit unklar. Auch ein möglicher Rücktritt von Theresa May nach Abschluss des Brexit-Deals konnte den Koalitionspartner der nordirischen Regionalpartei DUP nicht überzeugen. Es bleibt spannend auf der Insel, und vielleicht kommt es am kommenden Freitag im Unterhaus schon zum „Staffelfinale“. Lehnt das Unterhaus den Deal zum dritten Mal ab, muss London bis zum 12. April neue Vorschläge unterbreiten. Der Dow Jones verringerte sich um 0,1 % auf 25.625 Punkte. Der Nasdaq schloss 0,6 % tiefer auf 7.643 Punkte. Der DAX trat auf der Stelle und ging mit 11.419 Punkten aus dem Handel.

Ende dieses Jahres soll an der Börse in Shanghai die chinesische Version des Nasdaq unter dem Namen „Science and Technology Innovation Board“ (STIB) eingeführt werden. Zum aktuellen Zeitpunkt haben 43 Hightechunternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Biotechnologie oder Cloud-Computing bereits Interesse an einer Erstplatzierung ihrer Aktien an diesem Marktsegment bekundet.

27.03.2019
May versucht Brexit-Deal zu retten

Die weltweiten Aktienmärkte übten sich gestern in verhaltenem Optimismus und schlossen leicht im Plus. Auch die asiatischen Aktienmärkte entfernten sich nicht deutlich von ihrem Vortagesstand. Heute dürfte einmal mehr das britische Unterhaus im Mittelpunkt des Interesses stehen. Die Abgeordneten wollen verschiedene Alternativen zum Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May ausloten. Geplant sind so genannte richtungsweisende Abstimmungen, um die Alternative mit der größten Zustimmung zu finden. Spräche sich das Parlament für einen der Vorschläge aus, wäre das rechtlich aber nicht bindend. Theresa May hofft indes weiter, eine Mehrheit für ihr Abkommen zu finden. Medienberichten zufolge könnte sie hierfür doch noch auf die Unterstützung von den eigenen Konservativen bauen. Allerdings sei der Preis hierfür, dass sie im Herbst von ihrem Amt zurücktreten solle.

Der Dow Jones verbesserte sich um 0,6 % auf 25.657 Punkte. Der Nasdaq legte um 0,7 % auf 7.691 Punkte. Der DAX schloss 0,5 % höher auf 11.419 Punkte.

26.03.2019
Ifo Index steigt im März deutlich

Das Geschäftsklima verbesserte sich von 98,7 auf 99,6. Der Lageindex legte dabei von 103,6 auf 103,8 zu. Die Erwartungen rückten von 94,0 auf 95,6 vor. Die Verbesserung kam vor allem aus dem Inland. Die Teilindizes für Dienstleistungen, Bau und Einzelhandel konnten teils deutlich zulegen. Im verarbeitenden Gewerbe ging es dagegen angesichts der anhaltenden internationalen Unsicherheiten erneut abwärts. Deswegen sieht sich das ifo Institut in seiner jüngst auf 0,6 % gesenkten Prognose für das BIP-Wachstum im Gesamtjahr 2019 für Deutschland bestätigt. Der Dow Jones ging 0,1 % höher bei 25.516 Punkte aus dem Handel. Der Nasdaq schloss 0,1 % tiefer auf 7.637 Punkte. Der DAX verringerte sich um 0,2 % auf 11.346,65 Punkte.

Die Europäische Kommission gab gestern bekannt, dass die EU und die Mitgliedstaaten ihre Vorbereitungen für einen möglichen Austritt Großbritanniens am 12. April ohne Abkommen vervollständigt haben. In einem No-Deal-Szenario wird das Vereinigte Königreich ohne Übergangszeitraum zu einem Drittland. Die EU müsste an ihren Grenzen mit Großbritannien sofort ihre Vorschriften und Zölle anwenden.

Rechtshinweis

Hierbei handelt es lediglich um allgemeine Marktinformationen. Diese wurden von der Hypo Vorarlberg erstellt und beruhen auf allgemein zugänglichen öffentlichen Informationen, welche die Hypo Vorarlberg als zuverlässig erachtet. Die in dieser Publikation enthaltenen Empfehlungen sind nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt worden und unterliegen auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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