ETFs haben zuletzt an Beliebtheit gewonnen: Sie sind breit diversifiziert, handelbar – und günstig. Ihr größter Vorteil ist die Kosten- und Effizienzstruktur: Wer Marktrendite sucht, erhält einen Indexzugang bei niedrigen Gebühren. Gleichzeitig ist das Konzept indexgebunden und wenig flexibel. Je nach Index können Klumpenrisiken entstehen, die Privatanleger:innen leicht übersehen.

Flexibilität als strategischer Hebel in dynamischen Märkten


Aktive Fonds setzen dem Flexibilität entgegen. Das Management kann Allokationen anpassen, Risiken reduzieren, Liquidität aufbauen oder Chancen nutzen. Wer global und über mehrere Assetklassen investieren möchte, kann davon profitieren, dass Risiken taktisch abgefedert werden, beispielsweise durch eine defensivere Positionierung oder Umschichtungen zwischen Regionen, Sektoren und Laufzeiten.

ETFs als Bausteine – gesteuert durch aktives Allokationsmanagement

Auch Vermögensverwalter:innen investieren – neben Einzeltiteln – regelmäßig in ETFs, da sie effiziente und liquide Bausteine zur Abbildung von Marktsegmenten sind. Der Unterschied liegt im aktiven Management dieser Bausteine. So werden ETF-Allokationen kombiniert, über- oder untergewichtet und an das Umfeld angepasst. Das gelingt, weil die Manager:innen die Zusammensetzung, die Risikotreiber und die Strukturmerkmale laufend analysieren und bewerten. Je nach Marktphase lassen sich auch Rohstoffe oder Edelmetalle als stabilisierender Diversifikationsbaustein beimischen.

Natürlich gilt: Nicht jeder aktive Ansatz rechtfertigt höhere Gebühren. Wenn Prozess, Kosten und eine über längere Zeit nachvollziehbare Wertentwicklung stimmig sind, kann aktives Management Renditepotenzial erschließen und zugleich die Volatilität reduzieren.

Die Mischung macht es!

ETFs als kosteneffiziente Basis, ergänzt um aktives Management dort, wo Flexibilität und Risikosteuerung den Unterschied machen. Bei höheren Vermögen empfiehlt es sich, ausgewiesene Experten:innen hinzuzuziehen, um Struktur, Risiken und Umsetzung abzustimmen.

Zu beachten ist, dass Veranlagungen in aktiv gemanagte oder indexgebundene Finanzinstrumente stets mit Risiken verbunden sind. Kursschwankungen und -verluste sind möglich. Ein aktives Management stellt keine Garantie für eine bessere Performance oder eine Reduzierung von Risiken und Volatilität dar.

Zum Autor: Karl-Heinz Strube, CIIA, SIP, ist Prokurist der Hypo Vorarlberg und Leiter des Hypo Asset Management.

Marketingmitteilung.

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