Die deutsche Wirtschaft zeigt seit Jahren nur eine geringe Dynamik. Neben konjunkturellen Schwächen treten zunehmend strukturelle Probleme wie eine sinkende Wettbewerbsfähigkeit und Unsicherheiten im Welthandel hervor. Hoffnung für das kommende Jahr liegt in staatlichen Investitionsprogrammen und einer nachlassenden Inflation. Dennoch bleibt das Umfeld durch geopolitische Spannungen, die US-Zollpolitik und einen fragilen Arbeitsmarkt belastet.
Anhaltende Stagnation und strukturelle Herausforderungen
Seit drei Jahren befindet sich Deutschland in einer Phase der Stagnation. Ursachen sind nicht allein konjunkturell, sondern auch strukturell: sinkende Produktivität und hohe regulatorische Anforderungen. Die Bundesregierung setzt auf Investitionsprogramme, deren Wirkung jedoch begrenzt sein dürfte, da Teile der Mittel lediglich bereits geplante Ausgaben ersetzen.
Arbeitsmarkt bleibt fragil, sinkende Teuerung entlastet Konsumenten
Das schwache Verbrauchervertrauen belastet die Wachstumsperspektiven. Der Arbeitsmarkt zeigt sich fragil, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe häufen sich Meldungen über Stellenabbau. Positiv wirkt hingegen der Rückgang der Inflation, der die Realeinkommen stabilisiert und den Konsum stützen könnte. Auch vorgelagerte Preisindikatoren wie Einfuhr- und Erzeugerpreise deuten derzeit keinen neuen Auftrieb an.
Leichte Erholung, aber Unsicherheiten bleiben hoch
Für 2026 zeichnet sich eine moderate Erholung ab, getragen von Investitionspaketen, stabileren Preisen und verbesserten Finanzierungskonditionen. Gleichzeitig bleibt das internationale Umfeld unsicher: Höhere US-Zölle und geopolitische Konflikte belasten den Außenhandel. Innenpolitisch sind weitere Reformen notwendig, um strukturelle Schwächen zu verringern. Insgesamt könnte die deutsche Wirtschaft langsam aus der Stagnation herausfinden, doch die Erholung bleibt anfällig.
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