Die Inflationserwartungen der Verbraucher im Euroraum sind im Juni gesunken. Während das Ende der Zinsanhebungen zunehmend in den Fokus der EZB rückt, lagen sie allerdings weiter deutlich über dem 2%-Ziel der EZB. Auf Sicht der nächsten zwölf Monate rechnen die Konsumenten in der jüngsten EZB-Umfrage nur noch mit einer Teuerung von 3,4%, nach 3,9% im Mai. Die Inflationserwartungen auf Sicht von drei Jahren sanken auf 2,3% von 2,5% im Monat zuvor. Die rückläufigen Inflationserwartungen dürften denjenigen EZB-Direktionsmitgliedern zupasskommen, die bereits jetzt den Leitzinsgipfel erreicht sehen. Jedoch darf nicht unerwähnt bleiben, dass die aus Marktpreisen berechneten Inflationserwartungen zuletzt weiter zugelegt haben. Die LBBW hält an ihrer Prognose fest, dass die EZB noch einmal die Leitzinsen anheben wird - und zwar im September für den Einlagesatz von 3,75% auf 4,0%.

Heute stehen keine wesentlichen volkswirtschaftlichen Veröffentlichungen auf dem Datenkalender. Wesentlich interessanter wird es erst mit den US-Inflationszahlen morgen. Die asiatischen Aktienmärkte starten heute nach den negativen Vorgaben aus den USA und Europa ebenfalls mit Verlusten. Die Aktienfutures für Europa und den USA deuten auf eine uneinheitliche Öffnung der Märkte hin. 

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