Kakaopreise erreichen Rekordhöhen. Die Mai-Futures-Kontrakte für Kakao überstiegen gestern die Marke von 10 000 USD pro metrische Tonne. Dies ist das Ergebnis schlechter Ernten bei den großen Erzeugern in der Elfenbeinküste und Ghana, die mit begrenzten Düngemitteln und Wetterbedingungen zu kämpfen haben. Dies hat zu einem Anstieg der Preise für Schokoladenerzeugnisse sowie zu einer Förderung schokoladenfreier Alternativen durch Schokoladenhersteller wie Hershey geführt.
Steigende wirtschaftliche Stimmung in der Eurozone. Mit einem Anstieg um 0,8 Zähler auf nun 96,3 stieg der Indikator zur wirtschaftlichen Stimmung in der Eurozone etwas stärker als erwartet, wobei mit Deutschland, Frankreich, Italien und Polen insbesondere die großen Volkswirtschaften zum Anstieg beitrugen. Bei einem Blick auf die Wirtschaftssegmente zeigt sich, dass die Dienstleistungen und der Handel stärker zulegen konnten als die Industrie.
Ein neuer Handelsstreit. US-Finanzministerin Janet Yellen kritisierte gestern bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Georgia die Subventionspolitik der chinesischen Regierung und betonte, dass man eine neuerliche Überschwemmung der US-Märkte durch subventionierte chinesische Importprodukte nicht hinnehmen werde. Bei den subventionierten Produkten handelt es sich um solche aus dem Bereich der sauberen Energie. Es wird geschätzt, dass China im vergangenen Jahr mehr als 130 Mrd. USD allein für den Solarmarkt ausgegeben hat. Die Biden-Administration hat ihre eigenen Subventionen für saubere Technologien, insbesondere für Elektrofahrzeuge, gewährt. Diese Subventionen waren der Streitpunkt in einer gestern von China bei der Welthandelsorganisation eingereichten Beschwerde.
Der schwache Yen. Nachdem der japanische Yen Anfang der Woche ein neues 34-Jahre-Tief gegenüber dem US-Dollar erreichte, versuchen japanische Politiker seither vergeblich, die scheinbar unaufhaltbare Abwertung verbal zu stoppen. Ein Faktor dafür ist die noch unsichere Zinswende in den USA. Eine Intervention auf der Seite der Japaner könnte bevorstehen.