Für Deutschland droht in diesem Jahr eine leichte Rezession. Die maue Weltkonjunktur, die hohen Zinsen sowie Energiepreise belasten die generelle Nachfrage. Darunter leidet vor allem die dt. Industriekonjunktur. Wegen der sinkenden Nachfrage aus dem Ausland kam es im Oktober zu einem überraschenden Auftragseinbruch in der dt. Industrie. Im Vergleich zum Vormonat schrumpfte das Neugeschäft um 3,7%. Gegenüber dem Vorjahresmonat schlägt ein Minus von 7,3% zu Buche, wie Destatis gestern mitteilte. Vor allem fehlende Großaufträge waren hauptursächlich für die negative Entwicklung. Während die Auslandsnachfrage um 7,6% einbrach, stiegen die Aufträge aus dem Inland um 2,4%. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes ist ein Großteil der schwachen Entwicklung auf den Maschinenbau zurückzuführen: hier brachen die Aufträge um 13,5% ggü. dem Vormonat ein. Zudem erhielten die Hersteller von Metallerzeugnissen, Metallerzeugung und -bearbeitung, von elektrischen Ausrüstungen sowie die Automobilindustrie weniger Bestellungen. Eine Verbesserung der Lage dürfte erst im nächsten Jahr zu erwarten sein.