Kommende Woche treffen sich nicht nur die Vertreter der Fed um neu über die Höhe ihrer Leitzinsen zu entscheiden, sondern auch die Euro-Währungshüter. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane stimmte die Märkte in einem Interview der französischen Tageszeitung Le Monde bereits auf letzteren Termin ein und avisierte angesichts des besser als lange Zeit befürchteten Konjunkturverlaufs sowie der nach wie vor hartnäckigen Teuerung - insbesondere bei der Kernrate - einen weiteren Leitzins-Anhebungsschritt. Dies wäre die siebte Zinserhöhung in Folge, seit die Euro-Währungshüter im Juli 2022 die Zinswende einleiteten. Ob es sich dabei um einen Schritt in Höhe von 25 Basispunkten handeln wird, oder nochmals um einen kräftigen 50-Punkte-Schritt wird sich zeigen. Die Analysten der LBBW gehen von einer Erhöhung um 25 Basispunkte aus. An den Terminmärkten sank die eingepreiste Wahrscheinlichkeit eines weiteren 25-Punkte-Leitzinserhöhungsschrittes der Fed in der kommenden Woche hierdurch von 90% auf nur noch 70%. Heute werden die Augen der Anleger auf der Flut an Quartalsberichten gerichtet sein. Schließlich berichtet aus dem S&P 500 heute jedes zehnte Mitglied, darunter Boeing, sowie nach US-Börsenschluss eBay und Meta Platforms (Facebook). Und im Stoxx Europe 600 gewähren 34 Mitglieder einen Blick in ihre Bücher, darunter die Deutsche Börse, Iberdrola, Kone, MTU Aero Engines und Puma.