Tagesgewinner gestern war Airbus: Reuters veröffentlichte Berichte, wonach American Airlines vor der Platzierung einer größeren Order steht. Knapp 100 Flugzeuge sollen demnach bestellt werden, wobei Airbus ein etwas größeres Stück vom Orderkuchen erhalten dürfte als der amerikanische Kontrahent Boeing. Aus dem DAX legte gestern kein Unternehmen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr vor, dafür ein ehemaliges DAX-Mitglied, das inzwischen dem MDAX angehört. Lanxess verbuchte in der Bilanz Sonderabschreibungen auf Firmenwerte von über eine halben Milliarde Euro. Die Aktie rutschte um mehr als 3 % ab.
Die Mutter aller Kryptowährungen Bitcoin legte im laufenden Jahr um über 40 % zu und überwand gestern die Marke von 60.000 US-Dollar. Damit gerät auch das Allzeithoch vom November 2021 bei 69.000 US-Dollar in Reichweite. Bitcoin erhielt durch die Zulassung von ETFs in den USA im Januar dieses Jahres einen neuen Schub: Dadurch kam die Cyberdevise endgültig im Mainstream an. US-Anleger können nun einfach an der Performance von Bitcoin partizipieren. Sie benötigen nur ein Konto bei einer Bank, um den ETF eines Fondshauses für ihr Depot erwerben zu können. Von Verwahrstellen und sonstigen beteiligten Finanzdienstleistern gar nicht zu reden. Ob das im Sinne des (unbekannten) Erfinders war? Dezentralisierung und Demokratisierung der Finanzmärkte sieht anders aus. Derweil geht die Hausse weiter, solange sie von frischem Anlagegeld befeuert wird und diese Nachfrage das Angebot (neu geschürfte Coins und Verkäufe) übersteigt.
Im Januar hatte der Preisdruck in Deutschland zwar nachgelassen, die Abschwächung blieb jedoch erstmals seit mehreren Monaten hinter den Erwartungen zurück. Für Februar stehen die Zeichen nach der Meinung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) auf einen fortgesetzten Abwärtstrend. Die LBBW geht angesichts von Basiseffekten davon aus, dass das Tempo der Desinflation wieder etwas zulegen sollte. Konkret erwarten sie ein Rückgang der jährlichen Inflationsrate von 2,9 % im Januar auf 2,6 % im Februar. Auch die Kernrate dürfte rückläufig sein. Sorgen, dass sich die EZB-Zinswende (weit) ins zweite Halbjahr hinein verschiebt, dürften damit beschwichtigt werden. Eine halbe Stunde später wird in den USA der PCE-Deflator veröffentlicht. Dies ist das von den Währungshütern der US-Notenbank favorisierte Maß für die Entwicklung der Verbraucherpreise.