Führungskräfte treffen sich diese Woche in Peking zum China Development Forum. Führungskräfte aus den USA stellen Berichten zufolge die größte Teilnehmergruppe dar, darunter Tim Cook von Apple, Stephan Schwarzman von Blackstone und Laxman Narasimhan von Starbucks. Dies ist ein starker Kontrast zum letztjährigen Treffen, bei dem viele US-Führungskräfte aus Angst vor chinesischer Spionage nicht teilnahmen. Nach dem Abschluss der Veranstaltung sollte sich Chinas Staatschef Xi Jinping mit den Teilnehmern treffen. Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang hat gestern bereits neue Prioritäten für die chinesische Regierung vorgestellt, darunter Investitionen in saubere Energie, Wissenschaft und Technologie. Dies dürfte dazu beitragen, das Wachstum der chinesischen Wirtschaft inmitten eines schwachen Immobiliensektors anzukurbeln, der traditionell eine wichtige Wachstumsquelle war.
Während sich Führungskräfte in China treffen, stehen bestimmte ihrer Unternehmen in Europa unter Beobachtung. Die EU-Kommission wirft Apple, der Google-Mutter Alphabet sowie dem Facebook-Konzern Meta vor, gegen den Digital Markets Act verstoßen zu haben und leitete gegen diese drei Unternehmen daher gestern ein Verfahren ein. Dieses könnte die Tech-Riesen teuer zu stehen kommen. Im schlimmsten Fall drohen nämlich Strafen bis zu 10 % des jeweiligen weltweiten Umsatzes. Amazon und Microsoft, welche seitens der EU ebenfalls als Gatekeeper mit besonders hoher Marktmacht eingestuft werden, sind vom aktuell eingeleiteten Verfahren hingegen nicht betroffen.
In den USA könnte noch in dieser Woche ein neues Unternehmen an die Börse gehen. Am Freitag fusionierte die Trump Media & Technology Group, die Muttergesellschaft der Social-Media-Plattform Truth Social, mit der Digital World Acquisition Group (DWAC). Der ehemalige US-Präsident Donald Trump und Gründer von Truth Social besitzt 60 % des neu gegründeten Unternehmens. Mit einer Marktkapitalisierung von 5 Milliarden US-Dollar wird dieses Unternehmen voraussichtlich diese Woche mit dem Handel an der Börse beginnen. Die Aktien von DWAC legten gestern im vorbörslichen Handel zu. Dies alles dürfte Trump in seinem 2024 Präsidentschaftswahlkampf einen Glücksfall bescheren. Diese Kampagne geriet in letzter Zeit durch eine Klage des Bundestaates New York gegen Trump unter Druck.