Die anschließend veröffentlichten US-Daten zeigten sich ebenfalls stärker als erwartet. Der Wohnungsmarkt-Index NAHB, der die Erwartungshaltung von Bauunternehmen in den USA ausdrückt, stieg im Januar von 37 auf 44 Punkte. In dieses Bild passt, dass sich die US-Hypothekenanträge gegenüber der Vorwoche um 10,4 % erhöhten. Auch die Einzelhandelsumsätze in den USA entwickelten sich im Dezember besser als erwartet mit +0,6 % gegenüber dem Vormonat. Hinzu kam ein leichter Anstieg der US-Industrieproduktion (+0,1 %) statt eines prognostizierten leichten Rückgangs (-0,1 %). Mit der robusteren Entwicklung der US-Wirtschaft schwanden die Hoffnungen der Investoren auf sehr schnelle Leitzinssenkungen. Die Renditen in den USA und auch in Europa stiegen deutlich, was die Aktienmärkte belastete. In Europa litten dabei die zinssensitiven Immobilienaktien am stärksten unter den Kursrückgängen.
Am Nachmittag werden in den USA die Dezember-Zahlen zu Baugenehmigungen, Neubaubeginnen, Neubauverkäufen sowie zu Verkäufen bestehender Häuser bekanntgegeben.
In Europa steht wieder die Geldpolitik im Fokus. Nachdem Notenbankchefin Lagarde gestern eine erste Leitzinssenkung für den Sommer in Aussicht stellte, veröffentlicht die EZB heute das Protokoll ihrer letzten Ratssitzung vom Dezember. Daraus könnten sich weitere Hinweise auf die Haltung der EZB-Ratsmitglieder bezüglich einer erwarteten Leitzinssenkung ergeben.