EU-Parlament vertagt Handelsdeal

Das EU-Parlament hat den Handelsdeal mit den USA vorerst vertagt und macht damit deutlich, dass die wirtschaftliche Kooperation eine gewisse Verlässlichkeit voraussetzt. Präsident Trump hatte nach seiner Niederlage vor dem Supreme Court eilig neue Zölle in Höhe von mittlerweile 15 % verhängt. Solange Washington nach Belieben und unberechenbar den Zollhammer schwingt, ist ein Abkommen für Europa politisch wie ökonomisch riskant. Kurzfristig erhöht dies die Unsicherheit für exportorientierte Unternehmen, doch strategisch stärkt die EU ihre Position. Ein Deal unter Druck und ohne stabile Regeln würde die geopolitische Bedeutung Europas langfristig schwächen. Die Aktienmärkte beiderseits des Atlantiks ließen Federn. Sowohl der DAX als auch der S&P 500 schlossen ein ganzes Prozent tiefer.

 ifo-Geschäftsklima legt zu

Das ifo-Geschäftsklima legte im Februar von 87,6 auf 88,6 zu. Die Lage verbesserte sich von 85,7 auf 86,7, während die Erwartungen von revidiert 89,6 auf 90,5 vorrückten. Die Zahlen untermauern die von der LBBW erwartete Trendwende in der Industrie. Diese Erholung ist allerdings rein konjunkturell, denn der Rückenwind kommt von der Fiskalpolitik sowie der im Vorjahr vollzogenen Lockerung der Geldpolitik. Über die Strukturprobleme der deutschen Wirtschaft geben weder das ifo-Geschäftsklima noch die Monatsdaten zur Produktion im Moment Auskunft.

Heute Verbrauchervertrauen im Fokus

Die heute anstehenden Daten zur Verbraucherstimmung in den USA dürften das verbesserte Konsumklima weiter untermauern. Der Conference-Board-Index für Februar wird bei 87 Punkten erwartet (zuvor 84,5 Zähler im Januar), nachdem bereits der Index der University of Michigan zu Jahresbeginn einen Aufwärtstrend signalisiert hatte. Darüber hinaus geht die Berichtssaison weiter: Heute wird unter anderem die US-Baumarktkette Home Depot ihre Zahlen vorlegen. Das große Highlight der Anleger werden schließlich die Quartalszahlen von Nvidia sein, die der Tech-Gigant am Mittwoch als letztes Unternehmen der „Magnificent Seven“ veröffentlichen wird. Die Marktteilnehmer reagierten in letzter Zeit nervös auf die immer weiter steigenden Investitionsausgaben, die im Zuge des KI-Wettrüstens mit deutlich sinkenden Free-Cashflow-Renditen einhergehen. Die sieben Tech-Riesen planen für dieses Jahr Investitionsausgaben in Höhe von 650 Mrd. USD, was gegenüber 400 Mrd. USD im Vorjahr einer Wachstumsrate von mehr als 60 % entspricht.

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