Verbrenner-Aus verschoben?
Automobilwerte profitierten gestern von einer anderen Nachricht. Die EU-Staaten werden nicht wie geplant am heutigen Tag über das Verbot von Verbrennungsmotoren in Neuwagen ab 2035 abstimmen. Das Votum wurde aus der Tagesordnung des Ministerrates gestrichen, teilte ein Sprecher der EU mit. Damit ist es zunächst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben.
Trump setzt Ukraine-Hilfen aus
In der Nacht kam aus Washington die Nachricht, dass US-Präsident Trump die Militär-Hilfe der USA für die Ukraine aussetzt. Es handelt sich um Mittel und Material, dass noch von Trumps Amtsvorgänger Joseph Biden versprochen worden war. Die Hilfe wird dabei voraussichtlich nicht dauerhaft eingestellt, sondern so lange unterbrochen, bis der ukrainische Präsident Selenskyj Schritte für Friedensverhandlungen mit Russland unter-nimmt. Welcher Art diese Schritte sein müssen und welche weiteren Folgen für die Verhandlungen daraus entstehen, ist zur Stunde ungewiss. Jedoch ohne US-Hilfe wird die Ukraine dauerhaft der russischen Armee kaum standhalten können.
Konjunkturdaten scheinen angesichts der Nachrichtenlage beinahe nebensächlich. Von der US-Konjunktur gab es eine eher ernüchternde Botschaft. Der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe sank im Februar von 50,9 auf 50,3. Erwartet worden war laut Ökonomen-Befragung nur ein leichter Rückgang um 0,1 Indexpunkte. Heute ist weitgehend Leere auf dem Kalender. Allerdings treten die Strafzölle der USA für Importe aus Kanada und Mexiko in Kraft.