Erdgaspreis legt deutlich zu
Der Preis für Erdgas zur Lieferung in einem Monat stieg zu Wochenbeginn an der niederländischen TTF-Börse auf über 58 Euro pro Megawattstunde - der höchste Wert seit Januar 2023. Vor einem Jahr lag der Preis noch bei 25 Euro. In Nordwesteuropa werden eisige Temperaturen erwartet, was die Heiznachfrage steigen lässt und die Marktrally weiter antreibt. Gleichzeitig sind die Gasreserven stark beansprucht. Mit einem Füllstand von 48,7 % - verglichen mit 67 % im Vorjahr - ist dieser so niedrig wie seit der Energiekrise 2022 nicht mehr. Dies schürt Sorgen, ob die Speicher über den Sommer ausreichend gefüllt werden können. Zudem zwingt eine schwache Windstromerzeugung die Energieversorger zu mehr Gaseinsatz. Da die USA der wichtigste LNG-Lieferant für Europa sind, bleibt abzuwarten, ob "Zolldiskussionen" die Preise für diesen fossilen Brennstoff in Zukunft belasten.
US-Daten im Fokus
Aus den USA erwarten wir heute um 14:30 Uhr neueste Informationen zur Entwicklung der dortigen Verbraucherpreise für den Monat Januar. Im Dezember stiegen diese mit einer Jahresrate von 2,9 % und damit stärker als noch im November (2,7 %). Die LBBW erwartet für den abgelaufenen Monat einen moderaten Anstieg um 0,3 % M/M. Sollten die US-Konsumentenpreisdaten dagegen den Eindruck eines hartnäckigen unterliegenden Inflationsdrucks unterfüttern und damit das Signal des Vormonats konterkarieren, so droht dem US-Rentenmarkt u.E. ein neuerlicher negativer Stimmungsumschwung.