Chinas Wirtschaft stabilisiert sich
Der Caixin/S&P Global PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg im November auf 51,5 von 50,3 im Vormonat. Dies ist der höchste Wert seit Juni und übertrifft die Prognosen der Analysten in einer Reuters-Umfrage von 50,5. Der staatlich erhobene PMI für die verarbeitende Industrie konnte im November leicht zulegen, befindet sich mit 50,3 aber weiterhin nur geringfügig im Expansionsmodus (Vormonat: 50,1). Die Beschleunigung in der Industrie fügt sich in eine insgesamt leicht positive Entwicklung der chinesischen Wirtschaft in den letzten Wochen ein. Das starke Wachstum bei den Neuaufträgen sowie die Stabilisierung der Produzentenpreise deuten darauf hin, dass die chinesische Industrie weiterhin von vorgezogenen Bestellungen aus dem Ausland profitiert, die aus der Erwartung neuer Zölle seitens der USA resultieren. Daher dürfte sich die hohe Exportdynamik aus dem Vormonat auch bis zum Jahresende fortsetzen. Darüber hinaus wird entscheidend sein, wie sich die neue US-Regierung in Handelsfragen gegenüber China positioniert. Während Trump am Wochenende erneut mit Zolldrohungen auf sich aufmerksam machte, könnte die Nominierung von Scott Bessent zum Finanzminister auf ein zunächst pragmatischeres Vorgehen hindeuten. Unabhängig davon sind jedoch zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um sowohl den chinesischen Immobilienmarkt als auch die Inlandsnachfrage zu stabilisieren. Zumindest seitens der Zentralbank erscheint eine weitere Zinssenkung in diesem Jahr aus unserer Sicht wahrscheinlich.
Heute im Fokus
Auf dem makroökonomischen Kalenderblatt steht für heute um 8:30 Uhr die Veröffentlichung des eidgenössischen Verbraucherpreisindex für den Monat November.