Märkte stabilisieren sich trotz Konflikt
Die Märkte zeigen sich stabiler, obwohl der Konflikt anhält. Öl wird günstiger, Aktien legen zu, und die Stimmung an den Börsen hellt sich weiter auf. Der S&P gewann 0,25 %, der DAX 0,7 %. Auch in Asien und bei den US‑ und Europa‑Futures überwiegen positive Signale. Der Euro stieg wieder über 1,15 USD. Anleger richten den Blick stärker auf die globale Konjunktur und Unternehmensgewinne, während sie kurzfristige geopolitische Risiken ausblenden. Der Brent‑Preis fiel um 2,3 % auf rund 101 USD, begünstigt durch ein Abkommen zwischen Irak und Türkei zur Wiederaufnahme von Pipeline‑Exporten.
ZEW-Index bricht ein
Beim ZEW-Index kam es dagegen zu einem deutlichen Rückschlag. Die Erwartungen deutscher Investoren fielen im März von 58,3 nunmehr um –0,5 Punkte und damit deutlich stärker als prognostiziert. Die aktuelle Lage wurde leicht besser eingeschätzt. Das Institut warnt, dass die geopolitische Lage, steigende Energiepreise und ein zunehmender Inflationsdruck die noch fragile Erholung der deutschen Wirtschaft beeinträchtigen könnten.
Blick auf die Fed-Sitzung
Vor der heutigen Fed‑Sitzung rechnet der Markt bis Ende 2026 nur noch mit einer Zinssenkung. Eine Lockerung der Geldpolitik gilt angesichts der Unsicherheit über die Inflation als unwahrscheinlich. Entscheidend wird sein, ob die Fed an ihrer Erwartung einer Zinssenkung im laufenden Jahr festhält. Der neue Dot Plot steht im Fokus. Hinweise auf länger stabile Zinsen oder gar erneute Erhöhungen könnten den US‑Rentenmarkt belasten, auch wenn Fed‑Chef Powell voraussichtlich bemüht sein dürfte, die Marktspannung nicht weiter zu erhöhen.