EZB-Angst vor Inflationswelle
Die EZB beließ die Leitzinsen unverändert, hob jedoch ihre Inflationsprognosen deutlich an. Die Inflationserwartung für dieses Jahr steigt von 1,9 % auf 2,6 %. Zusätzlich veröffentlichte die EZB ein adverses und ein strenges Szenario, in denen die Inflation auf 3,5 % bzw. 4,4 % klettern könnte. Haupttreiber sind höhere Energiepreise: Öl wird je nach Szenario zwischen 81 und 145 USD je Fass veranschlagt, Gaspreise ebenfalls höher.

Lehren aus dem Ukraine-Krieg
Die EZB reagiert vorsichtig, geprägt von den Erfahrungen der Jahre 2022 und 2023, als sie lange zögerte. Die aktuelle Unsicherheit erinnert an die Phase nach der Pandemie und zu Beginn des Ukraine-Kriegs.

Sirenengesänge lockerer Geldpolitik
Die EZB-Führung betont ihre Entschlossenheit im Kampf gegen die Inflation. Während die Zinserwartungen gestiegen sind, bleiben langfristige Inflationserwartungen stabil. Risiken bestehen, falls die Inflation länger hoch bleibt oder geopolitische Spannungen – etwa im Golf – die Energiepreise weiter treiben. Steigende Energiepreise belasten bereits die Realwirtschaft, und Forderungen nach einer lockereren Geldpolitik könnten lauter werden.

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