Hoffnungszeichen gab es auch von der Geldpolitik in den USA. John Williams von der Federal Reserve Bank of New York und damit automatisch Vize-Präsident des Board of Governors gab sich in einem Interview recht dovish und konnte sich in einem Interview erste Zinssenkungen der US-Notenbank schon zu Beginn von 2024 vorstellen. Das verlieh insbesondere den Aktienmärkten Auftrieb und half dem Euro wieder über die Marke von 1,10 US-Dollar je Euro.
Die Zahlen zum chinesischen Außenhandel von heute Nacht waren erneut enttäuschend. Im Juli exportierte die Volksrepublik 14,5 % weniger als im Vorjahresmonat. Die Importe verringerten sich um 12,4 %. Damit hat sich die Schwäche des Außenhandels weiter akzentuiert. Für Juni waren die Vergleichszahlen -12,4 % für die Exporte bzw. -6,8 % für die Importe. Die finalen deutschen Inflationsdaten für Juli dürften der ersten Schätzung entsprechen (Inflationsrate 6,2 %). Aus den USA werden die Zahlen zum Außenhandel im Juni gemeldet, außerdem das Wirtschaftsvertrauen im Mittelstand sowie die Lagerbestände im Großhandel. Zwei Vertreter der Zentralbankregionen sprechen zur Lage der Konjunktur, was von den Märkten derzeit immer auf das Risiko weiterer Zinserhöhungen oder auf die Chance auf früher als derzeit erwartete Zinssenkungen abgeklopft werden dürfte.