Optimismus im Handelskonflikt
Gestern schlug die EU-Kommission Zölle auf US-Importe im Wert von 95 Mrd. EUR vor. Diese Maßnahme soll eine Antwort auf US-Importzölle von 25 % auf Stahl, Aluminium und Autos sowie umfassendere Zölle von 10 % auf weitere Güter sein. Sie würden sich gegen Wein, Fisch, Flugzeuge, Autos und Autoteile, Chemikalien, Elektrogeräte, Gesundheitsprodukte und Maschinen aus den USA richten. Die EU-Kommission kündigte zudem eine einmonatige Konsultationsphase an, während der sich EU-Mitglieder und Unternehmen äußern können. Anschließend will sie eine endgültige Entscheidung über Gegenzölle treffen.
Gleichzeitig gab US-Präsident Trump ein erstes Handelsabkommen nach der Verhängung weltweiter Zölle bekannt. Die Übereinkunft auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und Großbritannien hellte gestern die Stimmung an den US-amerikanischen und europäischen Aktienmärkten auf. Die Übereinkunft diente den Märkten als Fahrplan für weitere Deals, sorgte für mehr Planungssicherheit, und stimmte die Anleger verhalten optimistisch.
Der Dow Jones, der S&P 500 sowie der Index der Technologiebörse Nasdaq zogen um 0,6 % bis 1,1 % an. Der DAX und Euro Stoxx 50 schlossen leicht über 1 % fester. Am Devisenmarkt legte der US-Dollar-Index um rund 1 % auf 100,6 Punkte zu, während das britische Pfund und der Euro zum US-Dollar nachgaben. Am Kryptomarkt dominierte derweil wieder der Risk-on-Modus. Die höhere Risikofreude ließ den Bitcoin-Kurs erneut über die Schwelle von 100.000 USD steigen - der höchste Stand seit Anfang Februar.