Seit dem Rücksetzer am Freitag konnte sich der DAX nur an zwei Tagen in Folge stabilisieren. Gestern geriet die Stabilisierung wieder ins Stottern. Die bisherige Erholung umfasst seit Ende letzter Woche nur 0,4 %. Aktuell verteidigt der DAX die 18.000-Punktemarke. Seit Anfang Juni entkoppeln sich DAX und Co. zunehmend von der Tech-Rally an der Wall Street. Gemessen am Börsenwert zog zuletzt der Chip-Hersteller Nvidia am US-Softwarekonzern Microsoft vorbei und ist nun das wertvollste Unternehmen der Welt. Seit einem Monat stieg der Börsenwert von Nvidia nicht selten innerhalb einer 5-Handelstagebetrachtung in der Größenordnung der Marktkapitalisierung des deutschen Tech-Konzerns SAP. Nicht verwunderlich, dass seit Mitte Mai durch den Beitrag von Nvidia die Marktkapitalisierung der Fabulous Three (Nvidia, Microsoft und Meta) in Summe größer war als die gesamte Marktkapitalisierung des chinesischen Aktienmarktes. Gestern waren die drei US-Unternehmen mit 7,7 Bio. USD schon rund 1,7 Bio. USD wertvoller als der Aktienmarkt im Reich der Mitte (6 Bio. USD). Ansonsten gab es gestern nur wenige Nachrichten und Impulse aus den USA. Die Börsen des Landes blieben aufgrund des Feiertages Juneteenth geschlossen. Auf dem Kalenderblatt stand lediglich der NAHB-Index für den US-Immobilienmarkt im Juni. Die neueste Datenrunde zur Verfassung des US-Immobilienmarkts startete dabei mit einem Dämpfer: 43 Punkte im Juni nach 45 Zählern im Mai. Heute Mittag folgen die Neubaubeginne sowie die Baugenehmigungen. In der Konsensschätzung wird in beiden Fällen mit einem leichten Anstieg gerechnet.
Nachdem die chinesische Zentralbank PBOC heute Morgen bei ihrer monatlichen Zinsentscheidung die Leitzinsen wie vom Markt erwartet nicht veränderte, folgen heute die Notenbanksitzungen der BoE, Norges Bank und SNB. Die ersten beiden werden ihren Leitzins voraussichtlich unverändert belassen, wohingegen die SNB ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge um 25 Basispunkte senken dürfte. Im Vorfeld der Sitzungen legten die Märkte in Hong Kong, Japan und Festlandchina eine Verschnaufpause ein