ZEW: Verschlechterung der Wachstumsaussichten für Deutschland

Nach dem überraschend deutlichen Wahlsieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschafts- und den US-Kongresswahlen sind die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im November leicht gesunken. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel um 5,7 Punkte und liegt nun bei 7,4 Punkten. "Die Konjunkturerwartungen für Deutschland stehen unter dem Eindruck des Trump-Sieges und des Scheiterns der Ampel-Koalition", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die sinkenden Erwartungen seien demnach vor allem auf den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl zurückzuführen, während die Konjunkturerwartungen für die USA gestiegen seien. In den letzten Tagen des Umfragezeitraums hätten jedoch auch optimistischere Stimmen zum wirtschaftlichen Ausblick für Deutschland zugenommen. Dies sei auf die Aussicht vorgezogener Neuwahlen zurückzuführen, betonte Wambach.

Die Fraktionsvorsitzenden der CDU und der SPD einigten sich auf einen Vorschlag für eine vorgezogene Bundestagswahl am 23. Februar. Bundeskanzler Scholz müsste dafür am 16. Dezember die Vertrauensfrage stellen.

 

Ausblick - US-Inflation im Fokus

Heute werden die US-Inflationszahlen für Oktober veröffentlicht. Die US-Inflation dürfte angesichts positiver Basiseffekte wieder moderat nach oben gedreht haben. Bei der Kernrate ist eine Stagnation wahrscheinlich. Im Jahresdurchschnitt 2025 dürfte als Konsequenz der Wirtschaftspolitik von Donald Trump die Verringerung des Preisdrucks, welche wir bisher für die USA im Vergleich zum Jahr 2024 erwartet haben, komplett ausbleiben. Der Präsident der Minneapolis Fed, Neel Kashkari, kündigte an, die heute zu veröffentlich anstehenden Inflationsdaten genau zu prüfen, um zu entscheiden, ob eine weitere Zinssenkung bei der Dezember-Sitzung der US-Notenbank angemessen ist.

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