Im Euroraum hat es der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Euroraum im Januar mit 50,2 nur leicht über die Expansionsschwelle von 50 Punkten geschafft. In den USA blieb das Pendant mit 52,6 deutlich über der Expansionsschwelle, musste aber gegenüber dem Vormonat (53,4) ein paar Federn lassen. Für die Neuaufträge in der Industrie (Factory Orders) war ein Minus um 3,6 % zum Vormonat zu verzeichnen. Ursächlich waren hier die Bestellungen von Fahrzeugen aller Art. "Ex transportation" lag der Rückgang bei moderaten 0,8 %.

Der Rest der Woche steht im Zeichen der Geldpolitik. Am heutigen Nachmittag wird der Chairman des Offenmarktausschusses des Federal Reserve Systems, Jerome Powell, den ersten Teil seiner halbjährlichen Erläuterungen zur Geldpolitik geben. Etwas später am Tag wird das Beige Book der regionalen Distriktbanken des Federal Reserve Systems Einblick in die Konjunktur in den verschiedenen Regionen der USA geben. Möglicherweise sind dadurch, Powells Erläuterungen und das Beige Book, Schlussfolgerungen für die Geldpolitik in den USA möglich. Bislang jedenfalls lässt die erwartete deutliche Konjunkturabkühlung auf sich warten.

Die heutigen Konjunkturdaten dürften in ihrer Wirkung auf die Finanzmärkte hinter den Spekulationen über Politik und Geldpolitik in den USA zurückbleiben. Dennoch könnte sich ein Blick auf den Kalender lohnen. In Deutschland veröffentlicht Destatis die Außenhandelszahlen für den Januar. Exporte wie Importe dürften etwas zugelegt haben. In den USA veröffentlicht der private Dienstleister ADP seine monatlichen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt. Dieser ADP-Report gilt allgemein als guter Wegweiser für den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht, der wiederum für die Notenbanker eine wichtige Grundlage für die Kalibrierung ihrer Geldpolitik ist.

Nach den Vorwahlen in gleich 15 Bundesstaaten ist die Entscheidung über die Kandidatur der Republikaner zugunsten von Donald Trump gefallen. Trump gewann beim bisherigen Stand der Auszählungen in zwölf Bundestaaten, darunter im bevölkerungsreichen Texas. In den landesweiten Umfragen führt Trump vor dem Amtsinhaber Joe Biden. Der Ex-Präsident könnte somit Nachfolger seines Nachfolgers werden. Die Stimmung im Lager der Republikaner ist entsprechend zuversichtlich. Bei den Demokraten scheinen die Vorwahlen ohnehin nur eine Formsache, da Biden bislang an seiner erneuten Kandidatur festhält und es in der eigenen Partei keinen echten Gegenkandidaten gibt.

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