Robert F. Kennedy, Sohn des 1968 erschossenen Senators, gab auf und unterstützt nun Donald Trump, der ihn sogleich als neuen Freund feierte. Ob dies tatsächlich relevant ist, wird sich zeigen. Kennedys Umfragewerte waren nach dem Rückzug Joe Bidens in den Keller gefallen. Kennedy hatte sich als Umweltanwalt einen Namen gemacht, driftete dann aber immer mehr in Richtung Verschwörungstheorien ab. Seine illustre Familie hat sich klar von ihm distanziert. Außenpolitisch war er mit seinen Friedensforderungen, die letztlich Russlands Aggression belohnen, ohnehin auf Trump-Linie. Dem Kreml wird es gefallen, denn Moskau geriet zuletzt militärisch unter Druck, sowohl wegen der Besetzung eigener Gebiete durch ukrainische Truppen als auch durch erfolgreiche Schläge gegen die russische Logistik. Auf Trump setzt auch Israels Premier Benjamin Netanjahu. Am Wochenende bombardierte die Luftwaffe Stellungen der Hisbollah, um einem massiven Raketenangriff entgegenzuwirken. Die Lage im Nahen Osten hat sich weiter zugespitzt.
Die neue Börsenwoche steht im Zeichen wichtiger Konjunkturzahlen, beginnend mit dem ifo-Geschäftsklima heute um 10:00 Uhr. Die LBBW erwartet kein Ende der Misere, sondern einen weiteren Rückgang um 0,5 Punkte. Die um 14:30 Uhr anstehenden US-Juli-Auftragseingänge für langlebige Güter sollten den Rückschlag des Vormonats größtenteils aufholen. Im weiteren Wochenverlauf stehen Konsumenten- und Wirtschaftsvertrauen in den USA und dem Euroraum an. Gegen Wochenschluss kommen dann noch wichtige Inflationsdaten aus beiden Regionen.