Mit etwas weniger als 1.900 US-Dollar ist der Goldpreis zuletzt auf das tiefste Niveau seit fünf Monaten gefallen. Vor allem steigende Zinsen und der festere US-Dollar machen dem Edelmetall zu schaffen. Die Renditen für 10jährige US-Treasuries erreichten in dieser Woche mit über 4,30 % das höchste Niveau seit zehn Monaten. Das LBBW Research rechnet dennoch auf Sicht der nächsten zwölf Monate mit steigenden Goldpreisen. Neben der recht stabilen Goldnachfrage sollte der mittlerweile - gemäß LBBW Prognose - erreichte Höhepunkt der US-Leitzinsen dem Edelmetall ebenso Rückenwind bringen wie der voraussichtlich wieder schwächere US-Dollar. Daneben steuern die Notenbanken trotz einer leichten Delle in Q2 auf rekordhohe Goldkäufe im laufenden Jahr zu. Last but not least dürften sich die sehr hohen Verkäufe der Gold-ETCs aus dem Vorjahr in diesem Halbjahr kaum wiederholen. Diese trennten sich im zweiten Halbjahr 2022 immerhin von Goldbeständen in Höhe von rund 320 Tonnen!
Von konjunktureller Seite sieht der Datenkalender heute relativ dünn aus. Aus Japan wurden am frühen Morgen bereits Inflationsdaten gemeldet. Nach einem Anstieg von 3,3 % im Juni (Y/Y) zogen die Konsumentenpreise auch im Juli um 3,3 % an. Ansonsten werden um 11:00 Uhr noch die Verbraucherpreise für die EWU veröffentlicht. Diese dürften im Juli - wie bereits auch im Juni - um 5,3 % (Y/Y) zugelegt haben. Damit hat sich die Jahresteuerungsrate seit dem Höhepunkt im Oktober 2022 (10,6 %) zwar halbiert. Sie bleibt aber immer noch weit entfernt vom Zielwert der EZB von 2,0 %.

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