Während die Aktien Japans fulminant ins neue Jahr gestartet sind und schon mehrere Prozent im Plus notieren, setzte sich die Malaise der chinesischen Titel der Vorjahre mit anhaltenden Verlusten weiter fort. Jenseits wie diesseits des Atlantiks entwickelten sich die Aktienmärkte bislang dagegen weitgehend schwunglos. Während die heimischen Indizes DAX und Euro Stoxx 50 YTD dabei Verluste zwischen einem und zwei Prozent zu verzeichnen haben, notieren die US-Aktienindizes S&P 500 und Nasdaq 100 bislang im Bereich ihrer jeweiligen Nulllinie. Dies dürfte sich in den USA jedoch im Laufe des Jahres ändern, da Wahljahre historisch gesehen im ersten Quartal eine schwache Aktienperformance aufweisen, gefolgt von einer günstigeren Aktienperformance im weiteren Jahresverlauf.


Am vergangenen Freitag berichteten Bank of America, Citigroup, JPMorgan Chase und Wells Fargo ihre Q4 2023-Zahlen. Gestern waren Goldman Sachs sowie Morgan Stanley an der Reihe. Lediglich drei der sechs US-Großbanken konnten die an sie gestellten Gewinnerwartungen übertreffen. Dabei präsentierten fünf Institute einen unter dem jeweiligen Gewinn des dritten Quartals liegenden earnings per share. Lediglich Goldman Sachs schaffte es diesen zu übertreffen, allerdings nur hauchdünn. Mit Ausnahme der Goldmänner und Wells Fargo lag der Q4-Gewinn zudem auch unterhalb des Gewinnniveaus des entsprechenden Vorjahresquartals (Q4/2022). Ohne die Zahlungen zur Wiederauffüllung des Einlagensicherungsfonds der Federal Deposit Insurance Corporation, welche zu einem Löwenanteil von den US-Großbanken zu schultern ist, hätte das Gewinnbild allerdings um einiges besser ausgesehen. Die Schieflage von Silicon Valley Bank und Signature Bank im vergangenen Frühjahr hatte den Sicherungsfonds in Summe rund 16 Mrd. US-Dollar gekostet.

Heute stehen Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen, der US-Industrieproduktion sowie zur US-Kapazitätsauslastung, jeweils für Dezember, auf der Agenda. Mit dem NAHB-Index startet zudem der monatliche Reigen an Daten zum US-Immobilienmarkt, welcher in den Folgetagen komplettiert wird. Auch heute veröffentlicht die US-Notenbank  ihren Konjunkturbericht: Das sogenannte Beige Book ist für die Entscheidungen der US-Währungshüter von hoher Relevanz. Weil morgen zudem noch das Protokoll zur letzten Fed-Ratssitzung im alten Jahr folgt, dürften sich die Anleger bezüglich des künftigen geldpolitischen Vorgehens der Fed nun wieder verstärkt den Kopf zerbrechen.

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