Die EZB hat gestern wie erwartet die Leitzinsen ebenfalls um 25 Basispunkte angehoben. In Sachen Anleihekaufprogramm hat sie sogar noch etwas mehr getan und verzichtet ab Mitte des Jahres ganz auf Reinvestitionen. Das ist möglicherweise ein Hinweis darauf, dass man im EZB-Rat lieber noch etwas stärkere Restriktionen hätte als mit der Leitzinserhöhung geliefert wurde. Ohne den Kommentaren von Christine Lagarde vorzugreifen, klingt das nach einer entschlossenen Linie. Insbesondere ist es zu früh, um schon das Ende der Zinserhöhungen auszurufen. Die LBBW geht für die kommenden Ratssitzungen von zwei weiteren Erhöhungen um je 25 Basispunkte aus. Alles Weitere hängt von der Entwicklung der Inflation ab. Nach Börsenschluss veröffentlichte Apple gestern seine Quartalszahlen. Zwar verbuchte der Tech-Gigant den zweiten Rückgang des Quartalsumsatzes in Folge. Das Minus fiel jedoch geringer aus wie befürchtet. Die Erlöse mit iPhones wuchsen sogar überraschend um 1,5 % auf gut 51,3 Mrd. Dollar. Apple-Aktien legten nachbörslich um 2 % zu. Von konjunktureller Seite aus könnte heute um 14:30 Uhr in den USA die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts interessant werden. Nach einem Stellenaufbau im März rechnen die Analysten der LBBW für den April mit einem Plus von 200.000 (Konsens: +175.000). Die Arbeitslosenquote dürfte leicht von 3,5 % auf 3,6 % zulegen.

Kontakt & Filialen Hilfsmittel & Rechner Notfall & Hilfe