Die Inflationsrate in Deutschland laut Destatis lag im Februar bei 2,5 %. Im Januar lag die Rate noch bei 2,9 %, im Dezember 2023 bei 3,7 % sowie im November 2023 bei 3,2 %. Dennoch ist eine Zinssenkung vorerst keine Option. Im Vorfeld der Veröffentlichung der Inflationsdaten betonte EZB-Vizepräsident de Guindos, dass die EZB die Zinsen senken werde, wenn die Daten eine rückläufige Inflation bestätigen würden. Sein Kollege, EZB-Ratsmitglied und Chef der Bundesbank Joachim Nagel, warnte vor zu frühen Zinssenkungen und betonte dabei den Mangel an verlässlichen Daten, die signalisieren, dass die Inflation 2025 das Ziel von 2 % erreichen wird. Diese Kontroverse zeigt das Dilemma, in welchem der EZB-Rat steckt. Die Richtung im Kampf gegen die Inflation stimmt seit Monaten. Zugleich hält sich aber die Sorge, dass sie wieder aufflammen könnte. In diesem Fall würden sich Zinssenkungen als verfrüht erweisen und den EZB-Rat womöglich zur Umkehr zwingen. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erwartet unverändert eine Leitzinssenkung nicht vor Juni dieses Jahres.

Zu Beginn des Jahres notierten die CO2-Zertifikate knapp unter der Marke von 77 Euro pro Tonne. Eine große Anzahl von Analysten und Marktbeobachtern waren sich damals einig, dass sich der CO2-Zertifikatspreis wohl in einer Einbahnstraße befindet. Der warme, windige und nasse Winter hat dieser Annahme allerdings einen Strich unter die Rechnung gemacht. Der Preis fiel in der vergangenen Woche unter die Marke von 50 Euro. Das entspricht einem Preisverfall von gut 35 % und ist zugleich die tiefste Preisnotiz seit Mai 2021. Zum gestrigen Handelsschluss hat sich der CO2-Zertifikatspreis aber wieder deutlich von seinem Tiefstand erholt. Er beendete die Handelssitzung bei 54,16 Euro pro Tonne. Für steigende Preise in den kommenden Monaten sprechen eine erwartete Konjunkturerholung, die mögliche Ausweitung des Zertifikatehandels auf weitere Sektoren und ab 2027 eine stärkere Reduzierung des Zertifikateangebots.

Bereits heute früh stand in China der Caixin Einkaufsmanagerindex der Hersteller auf der Agenda. Nach 50,8 Zähler im Vormonat stieg der Index im Februar auf 50,9 Punkte, getragen von einem zweiten monatlichen Anstieg der Neuexporte in Folge. Um 9:30 Uhr erwarten wir den PMI für die Schweiz und um 11:00 Uhr folgt die Vorabschätzung der Inflationsrate für den Euroraum. Nach 2,8 % im Vormonat gehen wir von einem Rückgang auf 2,5 % aus. Die Kerninflationsrate für Februar erwartet die LBBW bei 3,0 % nach 3,3 % im Vormonat. Um 16:00 Uhr runden die US-Bauausgaben für Januar, der ISM Einkaufsmangerindex für das Verarbeitende Gewerbe für Februar und die finalen Daten des US-Verbrauchervertrauens der Uni-Michigan für Februar den Datenkranz ab.

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