Die US-Inflationsrate ist zwar gemäß der von der US-Notenbank Fed präferierten Messzahl von 2,7 % im April auf 2,6 % im Mai gesunken und hat sich damit dem Fed-Inflationsziel von 2 % weiter angenähert. Aber den Worten von Fed-Chef Jerome Powell auf der EZB-Konferenz in Sintra, Portugal, ist zu entnehmen, dass sich die Fed-Offiziellen noch mehr Sicherheit darüber wünschen, dass der unterliegende Preisaufwärtsdruck tatsächlich nachgelassen hat. Die Stärke der US-Wirtschaft setze die US-Notenbank dabei in die komfortable Situation, mit Leitzinssenkungen zuwarten zu können.
Heute werden eine Reihe wichtiger US-Konjunkturindikatoren veröffentlicht, darunter die Auftragseingänge, der Außenhandel, der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor und der ADP-Arbeitsmarktbericht. Nach LBBW Prognose wird der Bericht des Personaldienstleistungsunternehmens ADP für Juni 2024 einen Anstieg der Beschäftigung um 120 Tausend im Monatsvergleich ausweisen, nach einem Plus von gut 150 Tausend im Vormonat. Der leichte Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hat das LBBW Research veranlasst, eine Verlangsamung des Beschäftigungsaufbaus zu prognostizieren. Die offiziellen Arbeitsmarktzahlen werden am Freitag vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht.