Das US-Arbeitsministerium wird heute Nachmittag seinen Konsumentenpreisindex für März 2023 veröffentlichen. Laut der Prognose der Analysten der LBBW wird der US-Gesamtindex aufgrund fallender Energiepreise um lediglich 0,1 % gegenüber dem Vormonat ansteigen. Die Veränderungsrate des Index gegenüber dem Vorjahresmonat sollte infolgedessen von 6,0 % im Februar 2023 auf 5,1 % im März 2023 fallen und damit ihr niedrigstes Niveau seit Mai 2021 verzeichnen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Inflationsgespenst vertrieben sein wird, denn die ohne die schwankungsanfälligen Preisgruppen Nahrungsmittel und Energie berechnete Kerninflationsrate dürfte erhöht bleiben. Nach dem Überwinden der Lieferkettenschwierigkeiten steigen die Preise für Güter zwar kaum noch an, aber die Inflation im Dienstleistungsbereich erweist sich als hartnäckig. Der mit Abstand größte Inflationstreiber sind dabei die Mieten. Es dürfte noch einige Zeit verstreichen, bevor sich die derzeitige Schwäche am US-Häusermarkt in geringeren Mietsteigerungen niederschlägt.