Exporte hinterlassen Bremsspuren

Im Gegensatz zum Aufwärtstrend an den Börsen befindet sich die krisengeschüttelte deutsche Industrie weiterhin in einer Abwärtsspirale. Rückschläge gab es vor allem bei den Exporten und in der Produktion. Zwar legten die Ausfuhren im Dezember um 2,9 % zum Vormonat zu, jedoch konnte das Plus zum Jahresende die insgesamt negative deutsche Exportbilanz für das Gesamtjahr nur etwas aufpolieren. Die Warenausfuhren fielen 2024 um 1 % auf rund 1,56 Bio. EUR und damit das zweite Jahr in Folge. Für das laufende Exportjahr kommt der Gegenwind aus den USA, dem wichtigsten Abnehmer von Waren "Made in Germany". US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf hohe Zölle auch auf Importe aus der Europäischen Union signalisiert und jüngst wieder bekräftigt.

 

Produktion sinkt weiter

Darüber hinaus zeichnet sich ein Ende der seit 2018 anhaltenden Abwärtsspirale der Produktion in Deutschland noch nicht ab. Die Produktion der deutschen Unternehmen fiel im Dezember um 3,1 % geringer aus als im Vorjahresmonat und sank damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020, wie Destatis mitteilte. Damals sorgte die Corona-Pandemie für Einbrüche. Vor allem schrumpfte die Produktion der Maschinen- und Autobauer. Die Metall- und Elektrobranche in Deutschland warnt bereits nach einem kräftigen Produktionsrückgang 2024 (-6,6 %) vor spürbaren Einbußen in diesem Jahr (-2,5 %). Die Wirtschaft macht für das schwache Abschneiden neben einer schlechten Auftragslage vor allem hohe Kosten und überbordende Bürokratie verantwortlich, die an der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nagen.

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