Im Euroraum wurde die Industrieproduktion für März vorgelegt, die um 0,6 % M/M zulegte. Zusätzlich wurde der Wert für den Februar von 0,8 % auf 1,0 % (saisonbereinigte Veränderung zum Vormonat) aufwärts revidiert. Diese Zahlen fallen noch ins erste Quartal, für das von Eurostat außerdem eine zweite Schätzung für das BIP berichtet wurden. Die Wirtschaftsleistung in der Währungsunion legte demnach im ersten Quartal um 0,3 % Q/Q zu.
Sachverständige senken Daumen über deutsche Konjunktur Die "Wirtschaftsweisen", wie die Mitglieder des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gerne genannt werden, und die EU-Kommission haben gestern unabhängig voneinander neue ihre Prognosen für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem und im nächsten Jahr vorgestellt. In beiden Fällen wurden die Prognosen gesenkt. Für 2024 wird anstatt 0,7 % vom Sachverständigenrat nur noch ein Plus von 0,2 % erwartet. Die EU-Kommission geht sogar nur von einem Mini-Wachstum um 0,1 % aus. Im kommenden Jahr wird unisono ein BIP-Anstieg um 0,9 % erwartet. Der weiter zurückhaltende Konsum der privaten Haushalte sowie die Auftragsflaute für Bau und Industrie prägen die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Exportorientierte Unternehmen stehen vor Herausforderungen wie steigenden Arbeitskosten und erhöhten Energiepreisen.
Im ersten Quartal ging es mit dem japanischen BIP um 0,5 % abwärts. Im Schlussquartal 2023 stagnierte das BIP nach den heute Nacht vorgelegten neuen Zahlen. Heute außerdem weitere Zahlen zur US-Konjunktur, darunter Daten zur Industrieproduktion sowie zur Baukonjunktur. Im Euroraum stellt Portugals Zentralbank ihren Jahresbericht vor.