In diesem Jahr dauerte die Sommerpause bei Neuemissionen von Corporate Bonds sehr lange. Vom 20. Juli bis zum 21. August traten nur zwei Unternehmen an den Primärmarkt für EUR-Anleihen. Erst am Monatsende setzte ein starker Nachholeffekt ein: In den letzten drei August-Tagen platzierten die Unternehmen rund 19 Mrd. Euro an EUR-Anleihen und damit zugleich das höchste Wochenvolumen in diesem Jahr. Die Kupons dieser neuen Corporate Bonds lagen überwiegend im Bereich von 3,25% bis 4,75%. Beim Neuemissionsvolumen setzte sich die Normalisierung weiter fort (+30% seit Jahresanfang), nachdem der starke Zinsanstieg im Vorjahr noch zu einem Einbruch geführt hatte.
Aus Übersee folgen am Nachmittag neue Daten zum US-Arbeitsmarkt: Bei der Anzahl der Arbeitslosen und auch der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wird mit einem Anstieg gerechnet. Gestern hatte sich der ISM Dienstleistungs-Index besser als erwartetet geschlagen (von 52,7 auf 54,5 Punkte) und in Zusammenhang mit dem gestiegenen Ölpreis die Befürchtungen vor weiteren US-Zinserhöhungen befördert. Nach den gestrigen leichten Verlusten an den Aktienmärkten deuten die Futures auch heute einen schwächeren Auftakt an.