Der Goldpreis hat Mitte Juli mit knapp 2.484 USD ein neues Allzeithoch erreicht. Zuletzt hat der Preis jedoch wieder etwas nachgegeben. Dies lag nicht zuletzt an der Veröffentlichung der Zahlen zum Goldmarkt für das zweite Quartal. So ist die Schmucknachfrage um fast 17 % gegenüber dem Vorjahresquartal gefallen. Die Nachfrage nach Münzen und Barren ging um 4,6 % zurück und die Gold-ETCs bauten ihre Bestände um rund 35 Tonnen ab. Immerhin zog die Nachfrage der Notenbanken wieder um 5,6 % an. Allerdings legte auch die Angebotsseite weiter zu: Der Minenoutput nahm um 3,3 % zu, während das Recycling von Altgold um 3,5 % anstieg. Für den Goldmarkt zeichnet sich damit im laufenden Jahr weiter ein recht deutlicher Angebotsüberschuss ab. Die LBBW erwartet daher im 2. Halbjahr unverändert fallende Goldpreise und rechnen per Jahresende nur mit Preisen von 2.100 USD pro Feinunze.
Aus konjunktureller Sicht könnte heute um 14:30 Uhr die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts interessant werden. Für die Beschäftigungsveränderung ex Agrar erwartet die LBBW nach einem Plus von 206.000 im Juni nur noch einen relativ mageren Stellenaufbau von 70.000 im Juli. Mit dieser Schätzung liegen sie deutlich unter dem Konsens (+175.000). Die durchschnittlichen Stundenlöhne dürften im Juli um 0,3 % (M/M) zulegen. Und die Arbeitslosenquote dürfte nach 4,1 % im Juni auch im Juli unverändert bei 4,1 % liegen.