Die Ölpreise gaben am Freitag im frühen Handel fast alle ihre Gewinne wieder ab, da der Iran den begrenzten Vergeltungsangriff Israels herunterspielte. Trotz des erhöhten Risikos und der Spannungen im Nahen Osten sind die Ölpreise nicht in die Höhe gestiegen. ICE Brent schloss in dieser Woche fast 3,5 % niedriger. Dies deutet darauf hin, dass der Markt davon ausgeht, dass die freien OPEC-Produktionskapazitäten im Falle eines Angebotsschocks zum Tragen kommen werden, oder dass die anhaltenden Spannungen wahrscheinlich nicht zu erheblichen Angebotseinbußen führen werden. Die USA sind im Begriff, nach den jüngsten Ereignissen schärfere Ölsanktionen gegen den Iran zu verhängen. Das US-Repräsentantenhaus hat diese neuen Sanktionen als Teil eines umfassenderen Pakets zur Auslandshilfe verabschiedet. Das Paket umfasste auch 61 Milliarden Dollar für die Ukraine.
Inmitten sinkender Verkaufszahlen hat Tesla seine Preise in wichtigen Märkten - darunter die USA, China und Deutschland - erneut gesenkt. Der Preiskampf zwischen den Herstellern von Elektrofahrzeugen (EV) hat sich verschärft, wobei der Wettbewerb durch chinesische Unternehmen besonders hart ist. BYD und Nio sind zwei dieser Hersteller, die billigere Elektroauto-Modelle auf den Markt gebracht haben. Auch der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi hat im vergangenen Monat sein erstes Elektrofahrzeug auf den Markt gebracht. Tesla wird am Dienstag nach US-Börsenschluss die Finanzergebnisse für das erste Quartal 2024 vorlegen.
Heute am späten Abend berichtet DAX-Schwergewicht SAP über das Auftaktquartal, nach kumuliert 10 % Kursverlust vom März-Hoch dürfte sich die Erwartungshaltung beruhigt haben. Im Wochenverlauf folgen dann Zahlen von Meta, Microsoft, Amazon und Alphabet. Konjunkturbeobachter müssen sich bis Dienstag gedulden, dann geben die Einkaufsmanagerindizes neue Indikationen über die Stimmung in der Wirtschaft. Die chinesische Notenbank beließ ihre Leitzinsen unverändert. Abgesehen von Chinas Festlandsbörsen starteten Asiens Aktienmärkte überwiegend mit Gewinnen in die Handelswoche.