Die gestern veröffentlichten Zahlen zu den US-Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter fielen im April um 0,7 % höher aus als noch im März. Dieser Wert ist allerdings vor dem Hintergrund zu sehen, dass das für März ursprünglich mit +1,6 % vermeldete Wachstum markant auf 0,7 % nach unten revidiert wurde.
Den am Montag präsentierten Einkaufsmanagerindizes zum verarbeitenden Gewerbe (Caixin bzw. ISM) folgten bzw. folgen heute sowohl für China (von 52,5 auf 54,0) als auch für die USA ihre jeweiligen Pendants zum Dienstleistungssektor. Während dieser Indikator für China noch von untergeordneter Bedeutung ist, gilt dies für die USA seit einiger Zeit nicht mehr. Heutzutage hängt die Entwicklung des US-BIP nämlich etwas stärker vom Dienstleistungssektor ab als vom verarbeitenden Gewerbe. Nach 49,4 Punkte im April wird nun für Mai ein Anstieg auf 50,8 Zähler erwartet. Damit würde der temporär unter die 50-Punkte-Marke und damit in die kontraktive Zone abgetauchte Index wieder in den expansiven Bereich zurückkehren. Aber Obacht, zuletzt enttäuschte die Mehrheit der US-Frühindikatoren. Dies galt am Montag auch für das verarbeitende Gewerbe. Auch für diesen Index war für Mai mit einem höheren Niveau als noch im April gerechnet worden. Stattdessen wurde bekanntlich sogar ein niedriger Wert veröffentlicht. Zusätzlich zu diesen neuen Zahlen werden für Deutschland, den gesamten Euroraum, sowie für die USA heute auch die endgültigen Zahlen zu den HCOB- bzw. S&P-Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht. Verglichen mit den vor einiger Zeit bereits vorab veröffentlichten Flash Estimates dürften hier unveränderte bzw. höchstenfalls kaum veränderte Werte präsentiert werden.