Paukenschlag im Staat New York
Was war das? Der Empire State Manufacturing Index, welcher die wirtschaftliche Einschätzung der 200 wichtigsten produzierenden Unternehmen im US-Bundesstaat New York zu messen versucht, überraschte gestern mehr als positiv. Im August hatte dieser bei -4,7 Punkten gelegen. Für September war im Konsens zwar eine leichte Verbesserung auf -4,0 Zähler erwartet worden. Ein negativer Indexwert hätte jedoch weiterhin bedeutet, dass die Unternehmen von einer konjunkturellen Eintrübung ausgehen. Der nun tatsächlich erfolgte Sprung auf +11,5 Punkte kommt daher völlig aus dem Nichts und deshalb einem Paukenschlag gleich.
Heute im Fokus
Mit Ausnahme des ZEW-Index betreffen die heute zur Veröffentlichung anstehenden Makrodaten allesamt die Vereinigten Staaten: Für die dortigen Einzelhandelsumsätze, welche im Juli gegenüber Juni noch um 1,0 % wuchsen, wird im Konsens nun ein Minus von 0,2 % erwartet. Im Gegenzug prognostizieren die Bankvolkswirte nach einem Rückgang der US-Industrieproduktion um 0,6 % im Juli nun jedoch wieder eine leichte Erholung um 0,2 %, was sich wohl auch positiv bei der Kapazitätsauslastung niederschlagen dürfte. Besonders gespannt dürften die Anleger zudem auf den NAHB-Index sein. Der wichtigste Frühindikator zur US-Bautätigkeit war von ohnehin niedrigem Niveau zuletzt nämlich vier Monate gesunken. Die rückläufigen US-Zinsen könnten nun jedoch für einen wieder höheren Wert gesorgt haben.