Das deutsche BIP-Wachstum landete im ersten Quartal 2023 vorläufigen Zahlen zufolge am Nullpunkt: Nach Angaben von Destatis blieb es im Vergleich zum Vorquartal unverändert (0,00 %). In diesem Zuge wurde die BIP-Entwicklung für das vierte Quartal 2022 von bisher -0,40 % auf -0,50 % korrigiert. Damit liegen die beiden kalten Quartale um den Jahreswechsel hinter den deutschen, für die angesichts der gestiegenen Energiepreise eine negative Entwicklung zu befürchten war. Es scheint, als wären sie knapp an einer technischen Rezession (zwei negative Quartale nacheinander) vorbeigeschrammt. Eine Erholung der Konjunktur dürfte am ehesten durch Exporte und Investitionen erfolgen. Allerdings könnten auch dort steigende Leitzinsen belasten. Es bleibt schwierig für die deutsche Wirtschaft. Ebenso sinkt ihre Inflation zwar weiter, sie bleibt aber deutlich zu hoch. In anderen Staaten des Euroraums sieht es ähnlich aus. Das wird in der anstehenden Sitzung des EZB-Rats ein entscheidendes Thema sein. EZB-Präsidentin Lagarde dürfte mahnende Worte wählen und die Märkte auf weitere Zinserhöhungen einstimmen. In dieser Woche liegt der Fokus der Märkte auf den beiden Tagen der Notenbanken. Am Mittwoch gibt die Fed ihre neue Festsetzung der Leitzinsen bekannt, bei der eine weitere Anhebung von 5,0% auf 5,25% zu erwarten ist. Gleich am Folgetag, dem Donnerstag, legt die EZB mit einem Zinsentscheid nach. Die Analysten der LBBW rechnen hier ebenfalls mit einer Erhöhung um einen viertel Prozentpunkt (EBZ-Einlagesatz von 3,00 % auf 3,25 %).

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